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#071: Den hohen Anspruch an dich selbst loslassen - so geht's

27m 48s

#071: Den hohen Anspruch an dich selbst loslassen - so geht's

In dieser Podcastfolge wird das Phänomen hoher Selbstansprüche bei beruflich erfolgreichen Frauen beleuchtet. Die Sprecherin zeigt auf, dass diese Ansprüche oft nicht nur aus eigenem Antrieb entstehen, sondern unbewusst der Selbsterhöhung dienen – man fühlt sich besser als andere, weil man mehr leistet. Zudem steckt häufig ein Sicherheitsbedürfnis dahinter: Durch hohen Einsatz versucht man, Ergebnisse zu kontrollieren und Vorhersagbarkeit zu schaffen. Doch diese Sicherheit ist trügerisch, besonders wenn andere Menschen beteiligt sind. Ein weiterer Kernpunkt ist das früh erlernte Muster, dass Liebe und Anerkennung an Leistung geknüpft sind. Dies führt zu einer Spirale, in der man immer mehr tun muss, um sich wertvoll zu fühlen. Die Lösung liegt darin, den eigenen Wert unabhängig von Leistung zu erkennen und den Einsatz bewusst zu reduzieren – ähnlich wie ein Vogel, der mit weniger Kraftaufwand die gleiche Höhe hält. Wichtig ist, nur solche Leistungen zu erbringen, die Energie geben, statt sie zu rauben. Wo der Anspruch hingegen Zeit, Energie und Lebenslust kostet, sollte er abgebaut werden. Die Folge bietet somit eine Anleitung, wie man durch Selbstreflexion und neue Perspektiven zu mehr Leichtigkeit und Gelassenheit bei gleichbleibendem Erfolg gelangen kann.

Transcription

4105 Words, 24938 Characters

German
Willkommen im Endlich entspannt erfolgreich Podcast für beruflicher folgreiche Frauen, die im Job glänzen und im Privatleben so richtig glücklich sein wollen. Ich korridiere ich es unternehmerin Coach und Inspiratorin, ladet ich ein in die Magie von Leichtigkeit und Lebensfreude. Meine Chefin sagte mir gar nicht, dass ich das tun muss, aber ich setze mich doch jeden Abend noch mal vor die E-Mails. Ich weiß, dass ich nicht in jedem Meeting sitze muss, aber ich habe doch das Gefühl, ich muss Präsenz zeigen und informiert sein. Niemand verlangt, dass ich zum Kindergeburtstag den selbst gebackenen Kuchen mitbringen. Ich weiß, die Kinder würden sich auch über gekaufte Muffins freuen und trotzdem stehe ich abends noch bis spät und backe den Kuchen. Vielleicht kennst du solche oder ähnliche Sätze von dir selbst, also solche oder ähnliche Situation, in denen dir dein hoher Anspruch an dich selbst zur Falle wird, weil dich dieser hohe Selbstanspruch Zeit, Energie und Lebenslust kostet. Und viele meiner Kundinnen kommen anfangs zu mir mit dem Geständnis. Ja, es ist hauptsächlich mein eigener Anspruch an mich selbst, der mich erschöpft zum Beispiel. Und frag dich an dieser Stelle gerne mal, könnte das auch dein Spruch sein? Und wenn ja, dann ist diese Podcastfolge für dich, denn wir werden jetzt durchleuchten, was es damit auf sich hat und wie du damit aufhörst, dir selbst mit deinen hohen Ansprüchen an dich selbst immer wieder im Weg zu stehen bzw. dich damit zu zermürben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du damit aufhören willst mit deinen hohen Ansprüchen an dich selbst, denn aktuell gibt es ja auch noch einen Anteil von dir, der sich darüber definiert, dass du eben diese hohen Ansprüche an dich hast. Und wenn du nicht bereit bist, dies bezüglich eine andere Einstellung zu wählen oder dich anders zu fühlen, anders zu denken, anders zu handeln, dann brauchst du diese Podcastfolge eigentlich gar nicht zu hören. Aber du hast eingeschaltet und deswegen setze ich jetzt mal voraus, du bist Veränderungsbereit. Deswegen gehe ich davon aus, dass du offen bist für eine neue Perspektive auf dich und deine eigene Anspruchshaltung und dass du mit den Hufen scharzt, um über deinen Schatten zu springen und dieses Muster der hohen Selbstansprüche loszulassen. Also let's dive in. Der erste Punkt und da bitte ich dich mal die Hand aufs Herz zu legen, du sagst, ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst. Und vielleicht sagst du dann auch, was viele Frauen in diesem Zusammenhang sagen und zwar, dass verrückte ist, von anderen würde ich sowas nie verlangen, von mir selber, vorderere ich das aber ein. Und an der Stelle sag ich dir, wie gesagt, Hand aus Herz fragte ich mal, stimmt das wirklich. Und ich meine hier nicht den Teil, dass du einen hohen Anspruch an dich selbst hast, sondern ich meine den Teil von anderen würde ich sowas nie verlangen. Denn ich erlebe oft, dass sowas gesagt wird, aber, dass dann doch irgendwie die Erwartung da ist, dass der andere genauso viel arbeiten sollte, wie du. Oder, dass der andere genauso viel Verantwortung übernehmen sollte. Dass er oder sie die extra meile gehen sollte. Und wenn er oder sie das nicht tun, vielleicht, weil sie eben nicht so hohe Ansprüche an sich haben oder weil sie wissen, dass wir hohe Ansprüche eh nicht erfüllen können und deswegen auch bei weniger zufrieden sein können, dann fühlen wir uns nicht. Und das ist eine Erkenntnis, durch die ich selbst definitiv in meiner Reise zur Gelassenheit, Leichtigkeit und Lebensfreude bei gleichbleibenden beruflichen Erfolg, die wir in der grüßenen Erfolge definitiv durchmuster. Diese Erkenntnis, ich sage zwar, mein Problem sind meine hohen Ansprüche an mich selbst, die werden gar nicht von außen gestellt und ich würde das nie von anderen verlangen, das war bullshit. Denn ich musste im Laufe der Zeit erkennen, doch eigentlich habe ich das auch als Maßstab für die anderen angelegt, den sie dann nicht erfüllt haben und darüber habe ich dann mich quasi besser gemacht. Und das war keine so schöne Erkenntnis, denn ich durfte mir klar machen, dass ich mein eigenen Selbstanspruch zur Selbsterhöhung genutzt habe, um mich selbst besser zu fühlen. Und da darfst du dich an dieser Stelle mal fragen, ob dir dein hoher Anspruch neben alldem, was er dich kostet, ob er dir aber eventuell auch eine gewisse Art von Befriedigung oder davon, ich fühle mich besser als andere dadurch erschafft. Und die nächste Erkenntnis war dann für mich das scheinbar diese Selbsterhöhung, die mir der hohe Selbstanspruch gibt, dass diese Selbsterhöhung mehr ins Gewicht fällt, als die Anstrengung, die mit dem hohen Anspruch verbunden ist. Denn sonst wäre es ja ein einfaches, den Anspruch einfach zu senken. Aber da er in Verbindung mit dieser Selbsterhöhung kommt und die mehr ins Gewicht fällt, ist das eben oft so schwer. Und Frage an dich jetzt, wie geht es dir mit dem gesagten, mit dieser Selbsterhöhung, die aus dem hohen Anspruch kommt, kannst du dich darin wieder erkennen oder betrifft dich das Phänomen vielleicht nicht. In jedem Fall ist es wertvoll, darüber einmal nachgedacht zu haben im Zusammenhang mit hohem Selbstanspruch. Und ich habe das Phänomen hier gleich als erstes in die Folge eingebaut, einfach um dir eine positive kritische Sichtweise auf dich selbst zu ermöglichen. Und vielleicht einen Ansatzpunkt zu finden, wo dir eben dieser hohe Selbstanspruch bewusst oder unbewusst aktuell noch dient, nämlich eventuell zur Selbsterhöhung, dich besser zu fühlen. Denn wenn er heute noch in deinem System ist und davon gehe ich aus, weil du diese Folge hörst, dann wird der hohe Selbstanspruch irgend ein Zweck haben. Und unser Nervensystem tut ja die meisten Dinge aus einem bestimmten Zweck heraus, das heißt, irgendwas im deinem Nervensystem wird positiv darauf reagieren, dass du einen hohen Selbstanspruch hast. Und sobald wir wissen und erkennen, dass dieser Anspruch auch unserer Egoerhöhung dient, unser Selbsterhöhung, dann können wir eben anders drauf blicken. Dann sind wir definitiv nicht mehr so sehr in dieser Opferperspektive, so nach dem Motto, "Oh Gott, ich bin das Opfer meines eigenen Anspruchs. Hilfe, Hilfe, ich bin dem ausgeliefert." Sondern dann kannst du dir schon mal sagen, "Oh ja, okay, ich habe hier nur einen Anspruch an mich selbst, aber der dient dem Zweck der Egoerhöhung, der Selbsterhöhung und das kann ich jetzt so lassen oder ich kann wählen, das zu verändern." Aber ich habe schon mal ein Stückchen mehr Klarheiten, ein Stückchen mehr selbsterkendnis. Okay, damit sind wir jetzt direkt mit einem Brett in die Folge eingestiegen, aber lass uns deswegen weitere Schritte zu dem Thema "Sammeln", wie du eben jetzt diesen Anspruch runter schrauben kannst. Okay, "Next thought on the topic" ist, dass du dir klar machst, oft dient ein hoher Anspruch an dich selbst, einem Sicherheitsbedürfnis. Also ein hoher Anspruch an dich selbst gibt dir das Gefühl von Sicherheit. Wieso ist das so? Weil hoher Anspruch heißt, ich gebe einen hohen Einsatz und ein hoher Einsatz heißt, ich habe ein hohes Maß an Ergebniskontrolle. Das ist mal die Theorie. Stimmt natürlich auch oft, ja, wenn ich zum Beispiel einen hohen Anspruch an mich im Büro habe, im Beruf habe, was zum Beispiel mein involviert sein in ein Projekt betrifft. Wenn ich dann hohen Anspruch habe, dann bringe ich im hohen Einsatz. Wenn ich im hohen Einsatz habe, dann habe ich maßgebliche Mitbestimmung und Mitgestaltung bezüglich des Projekts, was dann natürlich auch eine starke Ausbildung auf das Ergebnis des Projekts haben wird. Und damit habe ich eine gewisse Sicherheit, wie dieses Projekt ausgehen wird, so die Theorie oder anderes Beispiel. Wenn ich einen hohen Anspruch auf den Einkauf der Lebensmittel in meinem Haushalt habe und dort zum Beispiel auf Qualität-Sätze, ständige Frische, weil ich häufig Einkaufen gehe, die Zubereitung ausgewogener Speisen und so weiter, dann wird das eine starke Auswirkung auf mich haben, auf das, was auf den Tisch kommt. Also bestimme ich maßgeblich das Ergebnis dessen, was ich esse mit. Und dann, wenn mir das wichtig ist, wenn ich das Gefühl habe, das dient meiner Gesundheit, dann fühlt sich das auch an, wie ein Stück weit Sicherheit, sich da sehr zu involvieren und da einen hohen Anspruch zu haben. So weit, so gut die Theorie und jetzt eben auch zwei Beispiele, an denen du erkennen kannst, dass ein gewisses Maß an Sicherheit aus diesem hohen Anspruch einhergeht. Allerdings darfst du dich natürlich jetzt als nächstes auch fragen, ob von deinem Gefühl her eine gute Balance besteht zwischen dem Einsatz, dem du bringst und dem Ergebnis. Denn es kann sein, dass du sagst, unserem Strich ist der Einsatz, den ich dafür bringe, viel zu hoch für das Ergebnis, was sich am Ende da ergibt. Dann darfst du natürlich was anpassen. Und du darfst natürlich auch sagen, wenn ich diesen Einsatz reinstecke, habe ich wirklich so viel Sicherheit, was die Ergebnis-Erreichung angeht. Denn oft können wir das Ergebnis auch nicht beeinflussen, dann setzen wir uns zum Beispiel für ein Projekt ein, das dann gekippt wird. Oder vom Chef wird eine Ausnahme gemacht, nachdem wir sehr viel Einsatz in ein Projekt gegeben haben, um dort Richtlinien auszuarbeiten, beispielsweise. So ist es jungs bei einer Kundin im Einzelcoaching der Fall gewesen, die enttäuscht und massiv genervt war, weil sie extrem viel Zeit in ein Projekt gesteckt hatte und der Chef immer wieder für sich ausnahm beansprucht. Und so ihre Richtlinien quasi, die sie im Müinsamerarbeit zusammengetragen und recherchiert hat, immer wieder übernhoffen wirft. Heißt also, da hat sie nicht die Garantie durch einen hohen Einsatz, ein Ergebnis beeinflussen zu können. In dem Fall hat es zum Beispiel mehr Sinn gemacht, dass wir im Coaching rausgearbeitet haben, wie sie den hohen Anspruch loslässt, dass alle Richtlinien eingehalten werden müssen und wie sie es erreicht, dass der Chef sie nicht mehr triggert, wenn er eben ausnahmen macht, denn ihn kann sie mit ihrem hohen Anspruch eben nicht kontrollieren. Darüber kann sie keine Sicherheit bekommen, nach dem Motto, wie wird er sich verhalten. Aber sie hat auch einen Anspruch an sich mit dem Chef gut klarzukommen und ihren Job gerne zu machen. Und diesen Anspruch konnten wir uns zu nun zu machen im Coaching. Das wiederum ist ein sinnvoller Anspruch, denn wenn du den verfolgst und da ein bestimmtes Ziel erreicht, was ja viel wahrscheinlich er ist, weil da kannst du mit dir selbst arbeiten. Ich kann ja in mir arbeiten an einer Beziehung zu einem anderen Menschen und an meiner Einstellung zu einem Job und dann kannst du sagen, aha, wenn ich hier einen hohen Anspruch habe, das soll sich bitte so anfühlen, die Beziehung zu Person X Y und meine Einstellung zu meinem Job, dann habe ich natürlich eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ich da ein Ergebnis erreiche, was ich wirklich gut für mich anfühlt. Also fragt ich gerne mal an der Stelle, wo versuchst du eventuell durch ein hohen Anspruch an dich selbst, einen bestimmten Lauf der Dinge zu erwirken und das ist im Prinzip nichts anderes als Kontrolle. Und eine Art von Kontrolle, die dir Sicherheit geben soll. Aber wie wir schon gesehen haben, diese Sicherheit ist nicht unbedingt gewährleistet, die ist nicht garantiert, schon gar nicht, wenn es um andere Menschen geht. Insofern macht es hier durchaus Sinn, diesen eigenen Anspruch in der Form runterzuschrauben. Bevor ich dir sage, was du da stattdessen tun kannst, vielleicht noch einen Gedanke, weshalb dein Inneres auf sowas Reinfeld sozusagen, ja, weshalb dein Inneres sagt, ja, kontrolliert es und gib hier mehr Einsatz rein und schau, wie dies alles ausgeht und Micro-Manage und so weiter. Denn inneres suggeriert dir sowas, weil dein Nervensystem im Prinzip vorhersehbarkeit liebt. Alles, was es als vorhersehbar empfindet, ist weniger Energie aufwendig, als ich ständig auf neue oder sich andere Dinge einzustellen. Und deswegen ist es oft, dass wir dann sagen, ja, mein hoher Anspruch gibt mir das Gefühl, ich habe die Dinge im Griff, oder ich kann Fehler vermeiden, oder ich bin hier sicher in meinem Job, an meinem Platz und so weiter. Und dann versuchst du, Sicherheit durch Kontrolle herzustellen, aber das ist natürlich ein Druckschluss. Aber das kann eben der Beweggrund sein, der dich zu einem hohen Anspruch an dich selbst gebracht hat, im Unterm Strich, ein Wunsch nach Sicherheit. Aber was ist hier viel besser? Die Sicherheit, die du in dir erschaffst über Vertrauen, über Gelassenheit, über eine gute und selbstfreundschaftliche Beziehung zu dir selbst. Wenn du das stattdessen aufbaust, den Vertrauen, eine Gelassenheit und eine selbstfreundschaftliche Beziehung zu dir, das kann dir niemand mehr nehmen. Da hast du immer die Sicherheit, die trägst du immer, das ist Sicherheit to go sozusagen, ja, die trägst du immer bei dir und zwar ganz egal, was im Außen passiert. Und wenn du diese Sicherheit in dir wachsen lässt, dann musst du auch diese Ansprüche an dich selbst nicht mehr so hochschrauben, weil die müssen ja dann nicht mehr diese Sicherheit gewährleisten, sondern diese Sicherheit entsteht über selbst Vertrauen und eine gute Selbstbeziehung. Das nächste, was wir verstehen dürfen, diese Selbstansprüche, die kommen ja nicht aus dem Nichts. Du bist ja nicht eines morgens aufgewacht und hast plötzlich diese hohen Ansprüche an dich gehabt und hast plötzlich gemerkt, du leistest die extra meile Obwohl des niemand von dir verlangt. Denn was ist es eigentlich, die Selbstansprüche, sind das Symptom für ein Muster, was da unten drunter liegt. Und zwar ist es bei ganz vielen, vor allem Frauen in Führungspositionen, das Liebe und Anerkennung schon von klein auf Anleistung geknüpft war. Das kann sein, dass man gesagt hat, ich erwarte von meiner Tochter, dass sie gute Noten schreibt oder dass man auch ganz subtil zu verstehen gegeben hat, wenn du im Haus halt hilfst, dann bist du ein gutes Mädchen und dass du darüber schon in dir verankert hast, wenn ich hier was leiste, dann bin ich wertvoll oder dass man dir immer gesagt hat, auch du bist so pflegeleicht oder du kümmerst dich so verantwortungsgevoll um deine Geschwister. Das sind so Dinge, wo ein Muster in uns entsteht, dass wir quasi registrieren. Aha, immer wenn ich was bestimmtes Tour, dann kommt das gut an, dann werde ich gelobt. Also bin ich wohl wertvoll, weil ich gutes Tour. Und dann hast du natürlich in der Folge immer wieder die Dinge gut gemacht, hast viele Leistungen gebracht, hast das gemacht, was man offensichtlich im Außen als wertvoll empfindet und hast dann geschluss folgert, okay, Leistung ist also mein Garant für Liebe und Anerkennung. So weit so gut, das ist das Muster, was da drunterlegt. Und dann gewöhnen wir uns an dieses "ich mache etwas gut, ich leiste etwas, wir gewöhnen uns an das Pensum, dein Umfeld gewöhnt sich an dein Pensum und irgendwann kommt es dann so, dass dir dein Gut nicht mehr reicht. Dann muss es besser werden, damit du den gleichen befriedigenden Effekt fühlst und auch dein Umfeld, damit die die gewöhnt sich auch daran, dass du die Dinge gut machst, dass du Leistung bringst. Das heißt, damit die wieder sagen, oder das hast du gut gemacht, wo ich bin stolz, auf dich, oh vielen Dank, musst du wieder dein Pensum in Stückchen erhöhen, damit die überhaupt merken, aha, sie hat ja was gemacht, weil sie das andere kamen Ihnen ja normal vor. Und so entsteht dann dieses Muster, ich muss immer besser werden und immer mehr tun, um okay zu sein, um Liebe und Anerkennung zu bekommen und Zack, hohe Ansprüche sind geboren. Also wie gesagt, es ist nicht von heute auf morgen, sondern das ist so ein schleichender Prozess, aber irgendwann Zack rastet das dann ein und dann habe ich quasi Ihnen mehr verankert, ich muss immer besser werden und immer noch mehr leisten, weil sonst funktioniert es nicht mehr, dass ich mich darüber als wertvoll definiere. Tatsächlich aber sollte es anders sein und zwar, das ist es auch was ich meinen Kundinnen zeige, dass du dieses Muster, liebe gegen Leistung, dass du verstehst, dass dir das genutzt hat, um sehr, sehr weit zu kommen und dass du jetzt heute an einer richtig guten Position bist, sei das jetzt im Job oder sei das in punktu Umsetzungskraft oder bezüglich deiner Organisationsskills und deines Einsatzes, den du bringst. Und jetzt geht es darum eben diese Bergauffahrt von ich muss da immer mehr leisten, das geht es jetzt darum umzukehren, denn was ist heute die Wahrheit, du darfst jetzt dieses Level halten mit weniger Einsatz. Also du darfst dieses Level an Umsetzungskraft, an Organisation, an Überblick, an Verantwortungsübernahme, und zwar das da hast du halten, aber mit weniger Einsatz. Jetzt geht es für dich darum, den Einsatz zu verringern, somit auch die Ansprüche an dich zu verringern. Ähnlich wie ein Vogel, der mit Flügelkraft auf eine gute Höhe gestiegen ist und jetzt aber weniger Kraft braucht, weil er die Thermik nutzt und dadurch trotzdem seine Höhe halten kann oder sogar noch höher aufsteigen kann. Und das ist genau der Punkt, an dem du dich gerade befindest und weshalb du auch diese Podcast vollgehörst, du willst ja weiterhin einen guten Einsatz und gute Leistung bringen, aber eben mit weniger Kraftaufwand, mit weniger Energie einsatz. Und das ist das, was ich mit entspannt erfolgreich sein meine. Sprich, es geht jetzt für dich darum, hohe Ansprüche an dich loszulassen. Es gilt deinen Wert zu erkennen, der einfach auch ohne Leistung da ist und deshalb, weil du sagst, ich bin wertvoll auch ohne Leistung, zu sagen, okay, aber ich bin durchaus bereit, etwas zu leisten, aber das mache ich jetzt eben mit immer weniger Anspruch an mich selbst im Sinne von, ich muss mich dann noch mehr patschen. Wichtig an der Stelle ist vielleicht zu verstehen, jede und jeder von uns ist einfach nur durch ihre oder seine Existenz wertvoll. Ein Baby leistet nichts und trotzdem sind die Leute hingewissen und sagen, um Gotteswillen war es für ein wunderschönes Geschöpf und wir zaube aber als Baby lächeln in die Gesichter von Erwachsenen und so weiter. Dieses Baby leistet ja nichts. Also, dass es der Beweis, dass wir alle durch unsere Existenz wertvoll sind. Aber natürlich haben wir auch den Anspruch durch unseren Beitrag wertvoll zu sein. Wichtig ist aber zu erkennen, es dürfen Beiträge sein, die du so gestaltet ist, dass sie die Energie geben. Also natürlich wollen wir in diesem Leben Leistung bringen. Und es gibt uns auch das Gefühl, wertvoll und nützlich zu sein, was ein Grundbedürfnis von uns Menschen ist. Aber es geht eben darum, das so zu gestalten, dass du die Art von Einsatz bringst, die dir Freude macht. Wurde hinterstass, boh, das war richtig schön. Ehrenamtliche Arbeit kann sowas sein. Es kann auch dein stressiger Management-Job sein. Wichtig ist nur, dass du eben das genauso gestaltet ist, dass du sagst, "Ja, ich hab hier Bock, die Extrameile zu gehen." Aber es gibt mir auch Energie. Ich muss nicht danach sagen, "Oh Gott, da muss dich schon wieder die Extrameile gehen." Dann ist es was, da darfst du den hohen Anspruch abbauen. Das hab ich neulich mit meinen "Queenship-Kunnen" besprochen. Also findet Dinge, für die du dich als wertvoll empfindest. Und es dürfen, welche sein, die auch an Leistung gekoppelt sind, aber nur. Nur wenn du dadurch durch diese Leistung, die du da erbrings, deinen Akku aufletzt. Also wenn das eine win-win-situation ist. Das andere fällt in die Kategorie, du hast einen zu hohen Anspruch an dich selbst. Das kostet dich Zeit, Lebenslust und Energie. Da darfst du deine Ansprüche abbauen. Aber da wo du sagst, hier bringe ich eine Leistung und das fühlt sich richtig gut an. Dann ist das etwas, was deinem Energiegewinn zuträglich ist. Gut, noch ein weitserer Schritt, wie wir das schaffen, unsere hohen Ansprüche an uns selbst abzubauen, ist das Thema, was ich mit Identität überschreiben würde. Und zwar die Identität, wenn wir so was sagen, wie ja, ich bin die, die alles im Griff hat zum Beispiel. Wenn das deine Identität ist, dann liegt es genau daran, dass es so schwer ist, die Ansprüche loszulassen. Und warum der Wunsch, ich möchte die Ansprüche loslassen, ich will meine hohen Selbstansprüche abbauen, warum dieser Wunsch oft nur ein Lippen bekenntnis ist und dann eben doch nicht verfolgt wird. Weil du dich identifiziert mit so etwas wie ich bin, die die alles im Griff hat, im Gegensatz zu den anderen. Und vielleicht mag das sogar stimmen, dass du die bist, die mehr im Griff hat als die anderen. Aber wenn du diese Folge hörst, dann wirst du ja vermutlich nicht komplett happy darüber sein. Hast du auch vielleicht schon versucht, deine Ansprüche runterzuschrauben. Aber bis da noch nicht auf den grünen Zweik gekommen, und das kann eben der Grund sein, dass das Ganze zu deiner Persönlichkeit geworden ist, dass deine hohen Ansprüche deine Identität geworden sind. Zumindest mal in deiner Selbstwarnigung. Wenn du dich also als die zuverlässige, die starke, die die immer abliefert, die die alles überblickt, ohne die nicht funktionieren würde und so weiter. Wenn du dich damit identifiziert, dann kannst du zwar sagen, ich will die hohen Ansprüche loslassen. Aber das würde ja bedeuten, wenn du die Ansprüche loslässt, wer bist du denn dann? Ja, das würde sich nicht nach Freiheit anfühlen, sondern nach Identitätsverlust, nach Gesichtverlust, nach Stabilitätsverlust. Hier schlage ich dir also vor, mal zu gucken, inwieweit du auch sagst, ja, stimmt, das ist meine gefühlte Identität, dass ich die bin, die alles im Griff hat, die sich um alles kümmert, die immer die extra Meile geht, ohne die nichts funktioniert und so weiter. Und dann schlage ich dir vor, vorübergehend, die eine andere Identität zu leihen, damit du lernst, die Ansprüche an dich selbst runterzuschrauben. Also wenn du jemanden kennst, eine Person, die einen angemessenen Smars an Ansprüchen an sich hat, dann darfst du dir deren Identität leihen. Ob das komplett wahr ist, dass diese Person keine Ansprüche an sich hat oder nicht, das steht jetzt hier auch gar nicht zur Debatte. Es geht um deine Wahrnehmung. Das heißt, gehen mal so in Gedanken durch und such mal nach einer Person, die du kennst, entweder aus deinem engen Bekanntenkreis oder eine Person im öffentlichen Leben oder so etwas. Das kann auch so eine Filmfigur sein, such eine Person, die ein angemessenes Maß an Ansprüchen an sich hat und leide dir deren Identität im Sinne von "Eifere das nach, was diese Person tut". Fragt dich immer wieder, immer wieder in deinem Alltag, was würde diese Person jetzt tun? Wo würde sie handeln? Wo würde sie es sein lassen? Wo würde sie ins Vertrauen gehen und wie sehr das aus? Wo würde sie die anderen mal kommen lassen? Also wo würde sie abwarten? Wo würde sie vielleicht einfach nur atmen und den Dingen ihren Lauf lassen? Wo würde sie Argumente finden, weshalb alles gut werden wird? Wo würde diese Person jemanden Fragen der helfen? Also schlüpf immer wieder in die Schuhe dieser Person, während Identität du dir leist, bis du diese Schuhe deinen Füßen angepasst hast. Wirst du diese Schuhe so ausgeladet hast, dass sie dir jetzt bequem und völlig normal erscheinen. Und dann wirst du nämlich merken über diese geliehnene Identität, kommst du zu deiner eigenen Identität-Veränderung, bis eben nicht mehr die für alle alles wuppen muss und kannst viel weniger Ansprüche an dich selbst richten und kannst das Leben gelassener sehen. Und dann wirst du das Vorbild für eine andere Person, die dann nämlich da steht, wo du heute stehst und dann wird sich diese Person deine Identität leihen. Und vielleicht weißt du gar nicht genau, wer das irgendwann mal sein wird, der sich deine Identität leit. Aber vielleicht hilft es dir, dir das vorzustellen und eben dieser Person zu Liebe jetzt sofort damit anzufangen, deine eigenen Ansprüche runterzuschrauben. Denn es geht um deine Zeit, deine Energie und deine Lebenslust nicht mehr, aber definitiv auch nicht weniger. Und wofür lohnt es sich bitte, wenn nicht für deine Zeit, deine Energie und deine Lebenslust. Wenn du mehr willst, dann sei eingeladen, mein kostenfreies Audio-Training mitzumachen, reprogramming, success. Die Audio-Training dazu sind in einer Telegramgruppe nicht im Podcast, es lohnt sich, dich eben von Erfolg bedeutet harte Arbeit, bedeutet massiver Zeit, einsatz, bedeutet fremdbestimmung zu verabschieben. Und stattdessen anzuerkennen, Erfolg kann Spaß machen, Erfolg darf zu mir, passen Erfolg darf erspannt sein. Das zeige ich dir in diesen sechs Kostenfreien Audio-Training, wenn du keinen Zugriff auf Telegram hast, schreibt mir, dann gibt es auch eine andere Möglichkeit auf diese Audio-Training zuzugreifen, den Link dazu, findest du in den Show-Nodes. Und ich freue mich, wenn du darüber Lust hast, noch mehr in meine Ideen und Impulse einzutauchen, als das hier über den Podcast möglich ist. Im Podcast hören wir uns wie immer, in 14 Tagen. Ich freue mich auf dich und wünsche dir alles Liebe. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Hohe Selbstansprüche dienen oft unbewusst der Selbsterhöhung („ich bin besser als andere“) und können zur Falle werden, da sie Zeit, Energie und Lebenslust kosten.
  2. Hinter hohen Ansprüchen steckt häufig ein Sicherheitsbedürfnis
  3. Das Muster „Liebe und Anerkennung durch Leistung“ wird oft in der Kindheit geprägt und führt zu einer Spirale, in der immer mehr Einsatz nötig ist, um sich wertvoll zu fühlen.
  4. Ziel ist es, den Wert unabhängig von Leistung zu erkennen und den Einsatz so zu reduzieren, dass man das gleiche Niveau an Erfolg mit weniger Energieaufwand erreicht – ähnlich wie ein Vogel, der Thermik nutzt.
  5. Entscheidend ist, Leistungen zu wählen, die Energie geben statt rauben; wo der Anspruch hingegen Zeit und Lebenslust kostet, sollte er abgebaut werden.

Summary:

In dieser Podcastfolge wird das Phänomen hoher Selbstansprüche bei beruflich erfolgreichen Frauen beleuchtet. Die Sprecherin zeigt auf, dass diese Ansprüche oft nicht nur aus eigenem Antrieb entstehen, sondern unbewusst der Selbsterhöhung dienen – man fühlt sich besser als andere, weil man mehr leistet. Zudem steckt häufig ein Sicherheitsbedürfnis dahinter: Durch hohen Einsatz versucht man, Ergebnisse zu kontrollieren und Vorhersagbarkeit zu schaffen.

Doch diese Sicherheit ist trügerisch, besonders wenn andere Menschen beteiligt sind. Ein weiterer Kernpunkt ist das früh erlernte Muster, dass Liebe und Anerkennung an Leistung geknüpft sind. Dies führt zu einer Spirale, in der man immer mehr tun muss, um sich wertvoll zu fühlen.

Die Lösung liegt darin, den eigenen Wert unabhängig von Leistung zu erkennen und den Einsatz bewusst zu reduzieren – ähnlich wie ein Vogel, der mit weniger Kraftaufwand die gleiche Höhe hält. Wichtig ist, nur solche Leistungen zu erbringen, die Energie geben, statt sie zu rauben. Wo der Anspruch hingegen Zeit, Energie und Lebenslust kostet, sollte er abgebaut werden.

Die Folge bietet somit eine Anleitung, wie man durch Selbstreflexion und neue Perspektiven zu mehr Leichtigkeit und Gelassenheit bei gleichbleibendem Erfolg gelangen kann.

FAQs

Oft dient der hohe Anspruch der Selbsterhöhung oder einem Sicherheitsbedürfnis. Er kann auch aus einem Muster entstehen, bei dem Liebe und Anerkennung seit der Kindheit an Leistung geknüpft waren.

Frage dich, ob der Anspruch dir Energie gibt oder kostet. Wenn du dich danach erschöpft fühlst und es dir Zeit, Energie und Lebenslust raubt, ist er zu hoch und sollte abgebaut werden.

Manche nutzen hohe Ansprüche unbewusst, um sich besser als andere zu fühlen. Diese Selbsterhöhung kann den Anspruch aufrechterhalten, auch wenn er anstrengend ist.

Baue Vertrauen, Gelassenheit und eine selbstfreundschaftliche Beziehung zu dir auf. Diese innere Sicherheit trägst du immer bei dir, unabhängig von äußeren Ergebnissen.

Weil dein Nervensystem Vorhersehbarkeit liebt und hohe Ansprüche dir Kontrolle und Sicherheit suggerieren. Zudem kann die Selbsterhöhung durch den Anspruch stärker wiegen als die Anstrengung.

Erkenne deinen Wert unabhängig von Leistung und gestalte deine Beiträge so, dass sie dir Freude und Energie geben. Reduziere den Aufwand, wo er dich nur erschöpft, ohne das Ergebnis wesentlich zu verbessern.

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