#06 Partnerschaft auf Reisen – romantische Vorstellung oder tägliche Herausforderung?
12m 56s
In dieser Podcast-Episode spricht Julia über die Herausforderungen und Chancen ihrer interkulturellen Fernbeziehung mit Sergio, einem Kolumbianer. Sie erklärt, dass sie sich in Peru kennenlernten und nach sechs Monaten gemeinsamen Reisens vor der Frage standen, wie ihre Zukunft aussehen sollte, da Julia weiter Lateinamerika erkunden wollte, während Sergio sich nach einem Leben bei seiner Familie in Kolumbien sehnte. Sie betont, dass sie ihren Traum vom Reisen nicht aufgab, sondern einen Kompromiss fand: Sie reiste für mehrere Wochen allein und kehrte dann regelmäßig nach Kolumbien zurück. Dieser Rhythmus von vier bis sechs Wochen Trennung funktionierte anfangs gut, wurde aber nach über einem Jahr zunehmend belastend. Vertrauen, tägliche Videochats und Offenheit über Erlebnisse und Gefühle waren entscheidend, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Zudem thematisiert Julia kulturelle Unterschiede, wie ihr Bedürfnis nach Zeit für sich, das Sergio zunächst missverstand, oder die unterschiedlichen Auffassungen von Pünktlichkeit und Planung. Sie hebt hervor, dass interkulturelle Beziehungen viele Kompromisse erfordern, aber auch bereichernd sind, da man tiefere Einblicke in die andere Kultur erhält. Letztendlich sieht sie ihre Beziehung als erfüllend an, auch wenn sie sich nun auf ein gemeinsames Leben und Reisen zu zweit freut. Sie lädt Hörer ein, Fragen zu stellen und den Podcast zu teilen.
Viele Reisende stellen mir immer wieder die gleiche Frage, und wie funktioniert das eigentlich mit deiner Beziehung?
Ja, kein einfaches Thema und auch ein ziemlich großes Thema, worauf ich heute gar nicht auf alles eingehen kann,
aber ich möchte euch trotzdem einfach mal teilhaben lassen, wie das bei mir in meinem Falle als Dauerreisende möglich ist
und was natürlich alles dazugehört, was man sich überlegen muss.
Ja, und damit herzlich willkommen zum Kompass Nomaden Podcast.
Ich bin Julia, reise mittlerweile zwei Jahre durch die Welt und möchte euch hier im Laufe dieser Episoden teilhaben lassen,
wie es wirklich ausschaut im Leben einer Dauerreisenden, was alles dazugehört, alle Ängste, alle Zweifel und natürlich auch dieses Thema.
Ich bin jetzt eineinhalb Jahre etwa mit Sergio, einem Kolumbianer, in einer festen Beziehung.
Also, wie es schon sagt, eine interkulturelle Beziehung.
Nicht das Einfachste, aber es ist möglich, darum soll es jetzt gehen.
Ja, wir haben uns tatsächlich damals. Wir haben uns damals in Peru kennengelernt und nach einer Weile dann auch gesagt, dass wir das Ganze eine Beziehung nennen.
Also, es war relativ offen am Anfang.
Und ich muss auch sagen, es war weiterhin ein ganzes Stück von Peru durch Ecuador nach Kolumbien gereist.
Es war mir lange Zeit nicht klar, ob diese Beziehung eigentlich weiter halten wird,
eben weil da diverse Themen natürlich mit dran hängen.
Also, unabhängig vom Interkulturellen ist es so natürlich, dass man auch einen gemeinsamen Weg für sich finden muss.
Darum soll es heute gehen.
Es war dann eine ganze Weile so, dass, wo wir in Kolumbien angekommen waren,
also nach etwa einem halben Jahr gemeinsamen Reisen,
dass mein Freund dann, der war länger nicht bei seiner Familie,
erst mal jetzt wieder da leben und arbeiten wollte.
Und ja, bei mir war durch der große Punkt, ich möchte eigentlich weiterreisen.
Ich wollte immer ganz Lateinamerika erkunden.
Beziehung war da nie geplant, hat sich dann aber so ergeben.
Und klar, dann waren die ersten Schwierigkeiten da.
Wie macht man das denn jetzt am besten?
Oder lohnt es sich?
Das ganze weiterzuführen, lohnt es sich quasi auch, einen Teil seiner Träume aufzugeben.
Und ich sage es mal gleich vorab: Also, meinen Traum habe ich nicht aufgegeben.
Ich habe weiter viele Länder Lateinamerikas bereist.
Aber tatsächlich war es dann so, als er eine Weile wieder bei seiner Familie war,
hatte er plötzlich ganz andere Vorstellungen.
Also, wir konnten dann rein finanziell nicht mehr zusammen weiterreisen, weil er jetzt nicht wie ich eine digitale Nomadin ist.
Und dann war klar: Okay, er bleibt jetzt erst mal da in Kolumbien.
Aber trotz allem hatte er, ich sage mal, immer ein Verständnis gehabt, dass ich reisen möchte.
Das wusste er auch, dass das definitiv ein Teil weiter bleiben wird.
Und ja, es war ein bisschen schwierig am Anfang, weil er sich natürlich gewünscht hätte, dass ich jetzt mit bei ihm da bleibe, bei seiner Familie.
Aber er konnte auch verstehen, dass das einfach für mich so ein Herzensding ist, durch die Welt zu reisen.
Und ich das vorher auch noch nie gemacht habe, dass es jetzt einfach nicht der Zeitpunkt ist, sich quasi in Kolumbien zu setteln.
Deswegen haben wir es dann einfach probiert.
Weiterhin, dass wir gesagt haben: Okay, dann bin ich immer mal ein paar Wochen weg und komme wieder nach Kolumbien.
Und das hat auch eine Weile jetzt wirklich gut funktioniert.
Ich komme dann gleich noch zum Schluss darauf, wie ich das nach etwa einem Jahr dieser Art "Mal bin ich da, mal bin ich weg"-Beziehung einschätze.
Aber ja, also wir haben tatsächlich irgendwie unseren Flow darin gefunden.
Und ich denke mal, das hat aber auch nur so gut funktioniert, weil wir eben beide irgendwie verstehen,
was der Reiz vom Reisen ist, also was uns auch irgendwo verbunden hat.
Und klar, das ist natürlich das eine, was ich jetzt so als Grundbasis sehe, warum das in unserem Falle jetzt so funktioniert hat.
Der andere Riesenaspekt, das wird jeder kennen, der irgendwie, selbst wenn der Partner einfach mal auf Geschäftsreise war länger,
also was man kennt, ist einfach natürlich der Vertrauensaspekt.
Das kann ich sagen, hat bei uns von Anfang an gut funktioniert, weil wir einfach, ich sag mal, regelmäßig in Kontakt waren.
Das heißt, meistens tatsächlich täglich Videochats hatten.
Die waren manchmal nur so zehn Minuten.
Aber irgendwie hat jeder immer von seinem Alltag berichtet.
Der eine dann halt von der Arbeit, der andere, klar, auch irgendwie von der Arbeit.
Aber in meinem Fall natürlich von den neuen Eindrücken, die ich unterwegs gesammelt habe.
Und das findet mein Freund auch total spannend.
Also der hat da liebend gern zugehört und mir das natürlich auch irgendwo gegönnt.
Also da war jetzt in dem Sinne kein Neid da.
Er hat natürlich schon das Ziel gehabt, irgendwann mal wieder mitzukommen.
Also das einmal.
Und wir haben vor allem halt auch, das gibt es ja immer dann mal unterwegs, uns auch ganz offen einfach geteilt.
Wenn man mal irgendwie jemanden attraktiv findet.
Oder wenn man mal irgendwie mit einer Gruppe von Leuten weg war.
Was da so für seltsame Geschichten passieren.
Und ich glaube, alles, wenn man da offen und transparent bleibt, macht es eben möglich, so eine Beziehung auf Dauer zu leben.
Und natürlich ist auch der wichtige Aspekt, dass man in einem gewissen Zeitrahmen auch wieder zurückkehrt.
Dass man, also wir haben dann vorher uns immer ungefähr die Wochen festgelegt, wie lange ich weg bin.
Und für uns mal rausbekommen, naja, dass so alles zwischen vier bis sechs Wochen noch okay ist.
Danach wird es unangenehm.
Das ist natürlich auch bei jedem sehr individuell.
Ich habe auch Leute getroffen, die durchaus länger von ihrem Partner mal getrennt leben.
Ich muss jetzt sagen, wenn man das auf Dauer macht, ist es trotzdem dann irgendwann nach drei, vier Wochen merkt man so, das könnte auch zurückgehen.
Also das ist wahrscheinlich die Frage, wie oft man das macht.
In meinem Falle habe ich dann so gemerkt, nach einem Jahr, also länger als zwei, drei Wochen weg ist eigentlich schon anstrengend.
Aber ich glaube, das lag dann auch einfach daran, dass wir eben öfter mal so separiert waren.
Klar, und immer, wenn ich dann wieder in Kolumbien zurückgehe.
Zurück war mit bei seiner Familie, habe ich natürlich das Land einmal noch mal ganz anders kulturell kennengelernt.
Was ja auch immer mein Wunsch ist, so tief wie möglich in eine Kultur einzutauchen.
Also bei Kolumbien könnte ich jetzt ja auch Vorträge halten in dem Falle.
Es kommt sicherlich die eine oder andere Geschichte hier auch noch mal im Rahmen des Podcasts.
Ja, aber natürlich ist es dann auch wichtig, dass man wirklich die Zeit Quality-Time mäßig viel miteinander verbringt und auch mal Ausflüge macht.
Also irgendwie da einen Ausgleich schafft für sich selber.
Und trotz allem kann ich auch sagen,
kann ich jetzt auch rückblickend sagen,
also klar, wenn man so lange allein unterwegs ist,
hat man natürlich auch ein gewisses schlechtes Gewissen.
Also ich vergnüge mich hier,
der andere lebt seinen Alltag.
Andererseits, ich habe mir ja mein Leben so aufgebaut, dass es möglich ist.
Also ja, trotzdem plagt einem auch die Frage,
wie lange sollte man eigentlich wegbleiben?
Und verpasse ich jetzt noch was oder kann ich doch schon zurück?
Das ist alles auch nicht ohne gewesen.
Also das hat man dann schon als ständigen Fragenbegleiter mit sich.
Und wie ich gerade schon gesagt habe,
ist es natürlich so,
wenn man das eben wie in unserem Fall über ein Jahr macht,
dann ist das auch eine ganz andere Beziehungsdynamik.
Also als das, was man jetzt irgendwie vorher wahrscheinlich mal kannte,
weil man eben nie irgendwie länger als einen Monat beisammen ist.
Beziehungsweise ich habe das sehr gestreckt,
weil man muss ja auch immer ein bisschen gucken mit seinem Visa,
dass man das nicht aufbraucht innerhalb von einem Jahr.
Also Kolumbien ist so frei
und hat tatsächlich 180 Tage für die meisten EU-Länder,
beziehungsweise die mit Schengen abkommen.
Also da war das schon recht möglich,
aber man muss natürlich dann trotzdem gucken,
dass man regelmäßig mal wieder ausreist und einreist,
einfach um das irgendwie zu strecken.
Ja, alles so Sachen, die nicht ganz so einfach sind.
Aber kommen wir mal zurück auf den Thema nochmal interkulturelle Beziehungen letztendlich.
Ich werde auch sehr oft gefragt,
wie wir denn eigentlich miteinander kommunizieren.
Also das ist relativ leicht zu beantworten.
Am Anfang war es fast nur Englisch.
Ich habe Spanisch damals schon gelernt gehabt,
aber naja, step by step wird die Sprache besser.
Mittlerweile ist es einfach ein wilder Mix.
Einer fängt auf Englisch an,
der andere antwortet auf Spanisch.
Das ist immer ganz amüsant.
Ingen ist natürlich fließend auch eine Sprache,
aber meistens ist es irgendwie unter uns gemischt.
Ja, also daran finde ich,
sollte es glaube ich auch nicht scheitern,
wenn man da einfach reinwächst und die Sprache immer mehr lernt,
zumindest wenn man auch interessiert daran ist,
die Sprache zu lernen.
Und ich glaube, was aber der größere Unterschied ist,
ist natürlich einfach,
dass es immer mal auch kulturelle Missverständnisse geben kann.
Also ganz am Anfang,
wie ich gerade angeschnitten hatte,
sind wir tatsächlich sechs Monate zusammen etwa gereist,
einen Großteil davon durch Ecuador.
Da gibt es übrigens auch auf YouTube eine Reihe,
die heißt "Into Ecuador".
Die findet ihr hier auch in den Shownotes.
Das ist der Link zu meinem YouTube-Channel.
Ja, wo wir per Anhalter einen Großteil gefahren sind miteinander
und dazwischen auch ganz normale Unterkünfte hatten,
also auch einen gewissen Alltag mit zusammen.
Da lernt man sich natürlich auch besonders gut kennen in der Zeit.
Und was dann, weil ich ja auch noch parallel arbeite,
immer mal der Fall war,
ist, dass ich einfach mal so einen halben Tag
oder auch mal einen ganzen Tag später gesagt habe,
ich brauche jetzt einfach mal Zeit für mich.
So ein total normales Ding.
Macht der Mann ja eigentlich hier in seinem deutschen Alltag auch so.
Ist für meinen kolumbianischen Partner allerdings total unverständlich gewesen.
Also der dachte, als ich dann ihm das so gesagt habe,
ich brauche mal Me-Time, dass ich Schluss mache.
Das war ein riesen Ding.
Also er hat das, ich weiß gar nicht,
glaube ich erst nach einem halben Jahr ungefähr verstanden,
dass ich ihm nicht davonrenne,
sondern ich brauche Me-Time einfach mal bedeutet,
ich brauche so einen halben Nachmittag oder irgendwas.
Selbst wenn ich nur ein Buch lese, Zeit für mich.
So, also eigentlich keine große Sache.
Ich habe dann später festgestellt,
warum das so schwierig bei ihm ankam,
nämlich weil kolumbianische Familien
oder wahrscheinlich auch Latinos allgemein,
schätze ich mal, sehr eng aufeinander hocken.
Und ja, das ist einfach für die nicht wirklich,
dass man so ganz allein im Haus sitzt und Zeit für sich hat.
Das passiert da eigentlich nicht.
Also da schneide ich jetzt auch noch ein anderes Thema an.
Das war dann auch nicht einfach natürlich,
dass ich mich da integriere in diesem Punkt.
Vor allem, wenn man ungestört am Computer arbeiten will.
Das ist nochmal ein extra Thema für sich.
Das kann ich ja auch mal erzählen.
Aber ja, irgendwie haben wir es gemanagt im Laufe der Zeit.
Und ja, also generell das andere Riesending ist,
natürlich habe ich dann jetzt insgesamt knapp ein Dreivierteljahr in Kolumbien gelebt,
also mit Ein- und Ausreise und habe natürlich seine Familie
und sein Umfeld intensiv kennengelernt.
Er war aber davor noch nie in Europa.
Und es ist natürlich schon so,
dass ich finde auch gerade dieses Mindset,
Deutsch und Kolumbianisch schon sehr aufeinander klatschen kann.
Wir wissen, wir Deutschen lieben ja unsere Genauigkeit,
Pünktlichkeit und vor allem Pläne.
Und ein Kolumbianer bringt das erstmal komplett durch.
Oder nicht nur er, ich würde sagen, die ganze Familie, die hat mich da ordentlich herausgefordert und das war auch ein Riesen-Lernprogramm für mich. Darauf kann ich ein andermal auch nochmal genauer eingehen, das ist ein Riesentopic für sich, wie man auch als Deutsche lernen kann, damit umzugehen.
Letztendlich ist es aber trotzdem auch wichtig, dass natürlich er dann auch mal Europa kennenlernt, deswegen sind wir mittlerweile auch jetzt zusammen hier. Ja, dann darf er jetzt mal hier den kompletten Kulturschock bekommen, den ich quasi vor einem Jahr erlebt habe.
Ja, aber das waren jetzt wie gesagt viele Einzeltopics, da kann ich nochmal in einer anderen Episode genauer drauf eingehen. Ich meine, um das Ganze zusammenzufassen, es ist trotzdem eine sehr erfüllende Beziehung, die ich führe und die haben wir uns natürlich auch so aufgebaut.
Wir hatten einfach irgendwo beide diese Visionen oder auch immer noch.
Wir hatten einfach gedacht, zusammen zu reisen und darauf arbeiten wir jetzt gerade auch hin, dass wir das bald zusammen machen können. Aber klar, der Anfang war total unklar, wie das mal weitergeht und ich habe da einfach mal darauf vertraut und geschaut, wie es läuft.
Muss jeder für sich wissen, ob es ein Ding ist. Ich glaube bei mir, ich bin so lange dran geblieben, weil ich auch einfach daran interessiert bin, natürlich Kulturen kennenzulernen und den Leuten dann oder mir selbst auch die Chance zu geben, in eine andere Kultur reinzuwachsen.
Ich weiß nicht, ob das anders sonst so einfach gewesen wäre.
Klar, ich habe viele, ich bin viele Kompromisse eingegangen.
Ich glaube, ich habe viele Kompromisse eingegangen.
Ich glaube, ich werde sonst klassisch von Nord nach Süd irgendwie durch Lateinamerika gereist, wie die allermeisten Backpacker das auch so machen, die ich getroffen habe.
In dem Falle, klar, habe ich gesagt, ich habe jetzt so gesehen, The Base in Kolumbien oder kann da immer mal ein paar Sachen lagern, kehre da regelmäßig hin zurück.
Und man muss aber dazu sagen, da kommen natürlich auch unglaubliche Mehrkosten auf einen.
Und also neben dem eigentlichen Kompromiss, dass man zeitlich begrenzt dann meistens halt auch immer weg ist in den anderen Ländern, kommt halt auch dazu, dass man natürlich einige Flugtickets hat.
Was umwelttechnisch auch nicht so geil ist.
Aber ich habe dann gesagt, okay, für einen gewissen Zeitraum geht das mal.
Mein Leben lang würde ich es, wie gesagt, nicht so machen wollen.
Aber wir haben jetzt auch gemerkt nach über einem Jahr, dass das von der Beziehungsdynamik uns langsam anstrengt.
Und wir uns eigentlich mal freuen darauf, ganz normal zusammen zu wohnen und dann wirklich auch mal länger an einem Land zu sein.
Das ist voll in Ordnung.
Ich habe jetzt viel gesehen die letzten Jahre und bin dadurch an meinem Traum, Lateinamerika zu entdecken, noch mal näher gekommen.
Allerdings muss ich sagen, wäre es auch schön gewesen, es zu zweit zu machen.
Weil man natürlich dann gerade mit einem Latino immer, also ich habe durch ihn auch noch mal ganz andere kulturelle Einblicke natürlich.
Weil man auch leichter mit Leuten durchaus ins Gespräch kommt, wenn eben Muttersprachler dabei ist, wenn es Spanisch noch nicht so läuft und all sowas.
Ja, aber dazu vielleicht auch ein andermal.
Ja, ich möchte das mal zum Ende kommen.
Wenn dir diese Episode heute geholfen hat oder du vielleicht auch jemanden kennst, der einfach gerade vor einer ähnlichen Entscheidung steht,
soll da eine Beziehung eingehen unterwegs oder nicht und was gehört dazu, dann leite die doch gern weiter.
Teil dem Podcast.
Mach mir auch gerne einen Kommentar oder wenn du noch Fragen hast, ich lese mir alles durch und gehe auch darauf ein.
Und ansonsten hören wir uns in der nächsten Episode.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Julia, eine Dauerreisende, berichtet über ihre interkulturelle Beziehung mit Sergio, einem Kolumbianer, den sie in Peru kennengelernt hat.
Anfangs reisten sie gemeinsam, doch später wollte Sergio in Kolumbien bleiben, während Julia weiterreisen wollte – ein Kompromiss wurde gefunden: regelmäßige Trennungen von 4–6 Wochen.
Vertrauen, tägliche Videoanrufe und offene Kommunikation sind zentrale Säulen ihrer Fernbeziehung.
Kulturelle Unterschiede, wie Julias Bedürfnis nach „Me-Time“ oder deutsche Pünktlichkeit vs. kolumbianische Gelassenheit, führten zu Missverständnissen.
Die Beziehung ist erfüllend, aber nach über einem Jahr anstrengend; das Paar strebt nun ein gemeinsames Leben und Reisen an.
Summary:
In dieser Podcast-Episode spricht Julia über die Herausforderungen und Chancen ihrer interkulturellen Fernbeziehung mit Sergio, einem Kolumbianer. Sie erklärt, dass sie sich in Peru kennenlernten und nach sechs Monaten gemeinsamen Reisens vor der Frage standen, wie ihre Zukunft aussehen sollte, da Julia weiter Lateinamerika erkunden wollte, während Sergio sich nach einem Leben bei seiner Familie in Kolumbien sehnte. Sie betont, dass sie ihren Traum vom Reisen nicht aufgab, sondern einen Kompromiss fand: Sie reiste für mehrere Wochen allein und kehrte dann regelmäßig nach Kolumbien zurück.
Dieser Rhythmus von vier bis sechs Wochen Trennung funktionierte anfangs gut, wurde aber nach über einem Jahr zunehmend belastend. Vertrauen, tägliche Videochats und Offenheit über Erlebnisse und Gefühle waren entscheidend, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Zudem thematisiert Julia kulturelle Unterschiede, wie ihr Bedürfnis nach Zeit für sich, das Sergio zunächst missverstand, oder die unterschiedlichen Auffassungen von Pünktlichkeit und Planung.
Sie hebt hervor, dass interkulturelle Beziehungen viele Kompromisse erfordern, aber auch bereichernd sind, da man tiefere Einblicke in die andere Kultur erhält. Letztendlich sieht sie ihre Beziehung als erfüllend an, auch wenn sie sich nun auf ein gemeinsames Leben und Reisen zu zweit freut. Sie lädt Hörer ein, Fragen zu stellen und den Podcast zu teilen.
FAQs
Eine Beziehung als Dauerreisende funktioniert durch offene Kommunikation, Vertrauen und regelmäßigen Kontakt, wie tägliche Videochats. Man muss Kompromisse eingehen, aber der eigene Traum vom Reisen muss nicht aufgegeben werden.
Sie haben sich in Peru kennengelernt und nach einer Weile ihre Beziehung offiziell gemacht. Anfangs war es offen, aber sie reisten gemeinsam durch Ecuador nach Kolumbien.
Am Anfang sprachen sie fast nur Englisch, aber mittlerweile ist es ein Mix aus Englisch und Spanisch. Die Sprachkenntnisse verbessern sich Schritt für Schritt, und das ist kein Hindernis.
Sie legen vorher fest, wie lange Julia weg ist, meistens vier bis sechs Wochen. Danach wird es unangenehm, und sie kehrt nach Kolumbien zurück, um Quality-Time zu verbringen.
Ein Beispiel ist, dass Julias Wunsch nach Me-Time für ihren kolumbianischen Partner unverständlich war, da Familien dort eng zusammenleben. Es dauerte etwa ein halbes Jahr, bis er es verstand.
Die häufigen Flüge verursachen Mehrkosten und sind umwelttechnisch nicht ideal. Julia akzeptiert das für einen begrenzten Zeitraum, möchte aber nicht ihr Leben lang so leben.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.