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#049 Wie du vom Reagieren ins Agieren kommst - und dadurch stressfrei die Gestalterin deines Alltags bist

28m 18s

#049 Wie du vom Reagieren ins Agieren kommst - und dadurch stressfrei die Gestalterin deines Alltags bist

In dieser Podcastfolge geht es darum, wie man vom Reagieren ins Agieren kommt. Reagieren bedeutet, auf äußere Anforderungen zu antworten, sich anzupassen und Bälle in der Luft zu halten, während Agieren bedeutet, bewusst Entscheidungen zu treffen, den Tag zu gestalten und selbstwirksam zu sein. Die Sprecherin erklärt, dass viele Menschen, insbesondere Frauen, oft in den Reaktionsmodus rutschen – sei es im Beruf, wo sie auf E-Mails, Anrufe und Kollegenwünsche reagieren, oder im Privatleben, wo sie sich nach den Wünschen anderer richten. Drei Hauptgründe dafür sind Gewohnheit und das Energiesparen des Gehirns, kindliche Prägungen (z.B. "Mach schnell!") und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen, verfügbar und anpassungsfähig zu sein. Ein wichtiger Twist ist, dass Reagieren oft eine Form von Agieren ist, da wir in den meisten Fällen eine Wahl haben. Durch Reagieren vermeiden wir unangenehme Gefühle wie Konflikte, Verantwortung, Sichtbarkeit oder Ablehnung. Die Lösung besteht darin, die eigenen Muster zu erkennen, zu fragen, was man durch Reagieren gewinnt oder vermeidet, und bewusst ins Agieren zu kommen – auch wenn man zunächst dieselben Dinge tut, aber mit einer anderen inneren Haltung.

Transcription

4180 Words, 25297 Characters

German
Du hörst den endlich entspannt erfolgreich Podcast. Für Frauen mit anspruchsvollem Job oder eigenen Business, die beruflichen Erfolg und private Glück steigern wollen, aber ohne dabei nur noch gestresst und überreizt zu sein. Es darf so viel leichter und trotzdem maximal erfolgreich und erfüllen sein. Ich bin Korridierichs, Unternehmerin, Coach und Inspiratoren und ladet ich einen Indie-Magie in spannenden Erfolgs und echter Lebensfreude. Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge. Heute sprechen wir über etwas, dass ein gesamtes Lebensgefühl verändern kann und zwar beträchtlich. Nämlich, es geht darum, wie du vom reagieren ins agieren kommst. Und an dieser Stelle wieder einmal dank an eine der Höhren mit diesem wunderbaren Themenwunsch. Und an dieser Stelle die Einladung, dass du mir jederzeit Themen schicken kannst, zu den du dir eine Podcastfolge wünschst. Heute, wie gesagt, vom reagieren ins agieren kommen. Wir werden klären, was heißt das überhaupt, dass ich reagiere oder agiere? Warum wir so oft nur reagieren und wie du es ändern kannst und was sich ändert, wenn du zu aktiven Gestaltern deines Lebenswürst. Also, lass uns gleich einsteigen. Zunächst einmal, was bedeutet das eigentlich zu reagieren. Kurz gesagt, du antwortest auf das, was von außen kommt. Und zwar natürlich nicht zu 100 Prozent. Natürlich sind wir nicht im jedem Moment im Leben am reagieren. Aber dein Gefühl ist so die kritische Masse, die mehr Zahl der Gelegenheiten, da bist du im reagieren. Oder auch in Lebensbereichen, die sehr ausschlaggebend sind, die sehr viel Raum in deinem Leben einnehmen. Da reagierst du, du antwortest auf das, was von außen kommt. Das ist so ein Modus. Ich passe mich an. Ich antworte eher als dass ich Frage beispielsweise. Das kann auch bedeuten, dass ich das Gefühl habe hinterher zu laufen. Das kann sein. Ich habe das Gefühl eher zu empfangen und anzunehmen. Und die Bälle sozusagen in der Luft zu halten. Im Gegenzug dazu agieren heißt, ich gebe den Tag davor. Ich habe auch eine innere Ausrichtung. Ich weiß irgendwie, wo es langgehen soll. Ich habe auch so ein Weg weiser. Das reagieren ist oft auch. Ich weiß gar nicht, wo die Reise hingeht. Ich mache immer nur von hier nach da. Aber ich habe gar nicht so ein großes Bild dahinter. Agieren wiederum ist, ich treffe bewusst Entscheidungen und zwar aus mir heraus. reagieren im Gegensatz dazu ist zwar auch, ich treffe hier und da Entscheidungen. Aber eher angelehnt an das, was man mir angeboten hat oder was man an mich herangetragen hat. Agieren heißt, du initiierst, als du bringst den Stein ins Rollen. Und du hast auch das Gefühl, selbst wirksam zu sein. Dass du die Dinge, dein Alltag, dein Leben, Projekte, das du die in einer eigenen Wirksamkeit vorantreibst. Im reagieren hast du eher das Gefühl, dass du fremd bestimmt bist. Gut, also konzentrieren wir uns nun erstmal aufs reagieren. Ich gehe da jetzt mal ein bisschen konkreter rein. Also das, was mir in meinen Kundinnen berichten, wie reagieren aussehen kann. Und dann kannst du mal schauen, ob du das so auch kennst. Das kann sein, du kommst morgens ins Büro, öffnest deinen Computer, deine Inbox und reagier sofort auf die erste Mail. Dann ruft jemand an, du reagierst sofort auf die Tasks, die man dir in diesem Telefonat gestellt hat. Man braucht noch irgendwas und du stellst das sofort zur Verfügung. Dann kommt vielleicht ne Kollegin rein und sagt, hey hast du mal einen kurzen Moment, da kannst du mir mal kurz mit dieser Sache helfen. Und du entsprichst diesem Rundsch, also du unterbrichst das, was du getan hast und wirkmest dich dieser Kollegin. Und so zieht es sich wie so ein roter Faden durch deinen Tag. Vielleicht machst du nicht zu 100 Prozent Dinge in Reaktion. Denn vielleicht ist nicht in jeder Minute jemand da, der sozusagen was von dir will. Dann hast du natürlich auch deine eigenen Tudues, die du abarbeitest, deine eigenen Dinge, die du vorantreibst. Aber es zieht sich wie so ein roter Faden durch, dass da viele Gelegenheiten sind, wo du das Gefühl hast, eigentlich fühlt sich hier mein Tag mit Dingen, die ich gar nicht unbedingt wollte, bzw. die ich gar nicht aktiv in mein Leben gezogen hätte. Und dann ist es eben dieses Gefühl von in meinem Arbeitsalltag reagiere ich nur. Ich halte irgendwie die Bälle in der Luft, aber ich entscheide gar nicht wirklich, welcher Ball das jetzt ist und ob ich den überhaupt in der Luft halten will. Reagieren kann natürlich auch sein im privaten Bereich. Also was mir meine Kundinnen da erzählen kann zum Beispiel sein. Eine Freundin will sich verabreden, sie nennt den Tag die Uhrzeit und die Aktivität und meine Kundin stimmt einfach zu. Vielleicht, weil ihr der vorgeschlagene Plan selbst auch Freude macht, dann ist es fein natürlich. Vielleicht aber auch, obwohl sie lieber anders gehandelt hätte oder etwas anderes gemacht hätte. Oder sich vielleicht am liebsten gar nicht verabredet hätte, kann natürlich auch sein. Oder das Wochenende kommt und statt es aktiv zu gestalten und zu genießen, erzählen mir meine Kundinnen oft. Ich reagiere bloß auf die nötigen Dinge. Also ich kaufe ein, ich mach den Haushalt oder ich reagiere auf die Wünsche meines Umfels. Also das kann sein, die Wünsche der Kinder, die Wünsche der alt werdenden Eltern und deren Bedürfnisse, dass man auf diese Dinge reagiert. Und jetzt kannst du dich gerne mal fragen, ob du so was kennst. Das sind auch so Situationen, wo du vielleicht innerlich die Augen verdrehst. Weil du das Gefühl hast, dass man sie dir übergestilbt hat und weil das gar nicht so deinem freien Willen sozusagen entspricht, diese Dinge zu tun. Frag dich gerne mal, nimm das mal so als Reflexionsfrage aus dieser Podcast vollgemitt. Wo kennst du das auch in deinem Leben? In welchen Lebensbereichen, im Zusammenhang mit welchen Personen, würdest du dich da eben auch einsortieren in "Ja"? Ich fühle mich überwiegend in Reaktionsmodus. Jetzt ist natürlich interessant, dass wir uns als nächstes fragen, warum rutsch ich denn überhaupt ins reagieren rein. Also in eine so hohe Taktung von "Ich habe das Gefühl zu reagieren, dass ich mein Leben wie eine einzige Reaktion anfühlt." Wie kann das sein, dass ich da reinrutsche? Denn das ist ja oft auch nicht von Anfang an so. Wenn wir z.B. einen neuen Job beginnen, da fühlen wir uns nicht sofort, euch ich kann hier nur reagieren. Aber wie kommt das dazu, dass wir da reinrutschen? Und das hat mehrere Gründe. Das kann einmal sein, die Gewohnheit natürlich und dann so, wie unser Nervensystem gestrickt ist. Unser Gehirn liebt bekannte Bahnen, das liebt Gewohnheiten nachzugehen, weil die Synapsen hat es eh schon miteinander verkabelt. Dann geht das schnell, dann kennt es das, was ich so tut und es spart Energie. Denn wenn wir das schon kennen, wenn wir das eh immer so machen, dann erfordert das weniger Energie, als wenn ich jetzt zum Beispiel aktiv etwas anders mache oder aktiv entscheide zum Beispiel. Gewohnheit, Energie, Spamodos, deines Nervensystem ist einer der Gründe, weshalb wir ins reagieren rutschen. Passivität erfordert in den meisten Fällen zunächst erst mal weniger Kraft und Energie als Aktivität. Der zweite Grund sind ganz klar Glaubenssetze aus der Kindheit. Also vielleicht hast du früh gelernt, dass es gut war, sich anzupassen oder vielleicht wundest du auch oft zur Eile angetrieben. Mach schnell. Wir müssen los. Dieses, okay, ich reagiere auf dem Zugruf von außen. Vielleicht hat es du Aufgaben, pass auf deinen kleinen Bruder auf zum Beispiel oder vielleicht gab es autoritäre Ansagen, so was wie so lange du die Füße unter meintisch stellst, tust du was ich sage. Und dann ergeben sich daraus Regeln, die wir als Kind dann quasi für uns selbst entwerfen. Also zum Beispiel so eine Regel, wie ich muss sofort reagieren, sonst bin ich nicht okay. Wenn ich dauernd gehört habe, mach schnell, antworte mir, was willst du denn jetzt? Dann lerne ich, ja, ich muss sofort reagieren. Oder wenn ich zum Beispiel so was höre, wie pass auf deinen kleinen Bruder auf, dann lerne ich, aha, ich darf hier nicht selbst entscheiden über meine Zeit. Ich muss machen, was mir gesagt wird. Dann bin ich auch schneller in diesen Reaktionsmodus als jemand, der das vielleicht nicht als Erfahrung in der Kindheit gemacht hat. Oder wenn du so was hörst wie die Füße unter meintisch, dann bist du in deiner Wahrnehmung die Person, die Regeln ausführt, die Regeln beachtet, aber nicht die die Regeln erstellt. Und wenn da mehrere Parameter zum Beispiel zusammenkommen aus der Kindheit, Prägungen, Glaubenssätze, Erfahrungen und so weiter, die dich eher in so eine Reaktion bringen, dann nimmst du das natürlich auch in deinem Alltag mit. Der dritte Grund, der mir oft begegnet war, um Menschen in diesem Reaktionsmodus sind und insbesondere Frauen zu machen. weil ich ja nun hauptsächlich mit Frauen arbeite. Das ist wirklich so die Erziehung der Frau. Viele Frauen haben eben im Laufe des Lebens gelernt. Es ist gut, wenn man gut ankommt. Wenn man verfügbar ist, hilfsbereit. Wenn man sich gut anpassen kann. Und das haben Sie in Ihrer Kindheit erlebt. Es ist gesellschaftlich, etwas, was sich überwiegend durchzieht. Und das nehmen Sie natürlich auch mit in eine Führungsrolle. Und dann haben Sie das Gefühl, obwohl ich hier einen verantwortungsvollen Job mache. Viele meiner Kundinnen, die im Team lieht, sind oder im Management oder Eigentunternehmen leiten, haben trotzdem das Gefühl, nur zu reagieren, weil sie eben in dieser kollektiven Rolle der Frau zu Hause sind. Und sich da immer wieder einkaufen, dass man eben als Frau hilfsbereit verfügbar anpassungsfähig sein sollte. Und dann verlernt man dogrischerweise nein zu sagen, oder das gegenüber mal zu unterbrechen, um seinen eigenen Punkt zu machen, oder eigene Regeln aufzustellen und dadurch auch ein Exempel zu staturieren, beispielsweise. Das verlernen wir dann. Also das sind so die drei Gründe, die mir ganz oft begegnen, wenn Frauen eben darüber klagen, ich bin nur im Reaktionsmodus. Ich muss gefühlt immer nur funktionieren und reagieren. Und das sind natürlich diese drei Themen. Und die Gewohnheiten, Deines Gehirns und Deines Nervensystems, dann die Erfahrungen und Prägungen aus der Kindheit und natürlich auch die Prägungen der Gesellschaft. Das sind natürlich definitiv Themen, die ich mit meinen Kunden im Coaching anschaue. Denn wichtiger Punkt, wir können uns die provokante Frage stellen, ist reagieren wirklich passiv. Wenn ich sage, ich reagiere nur, ist es wirklich die Wahrheit? Bin ich da wirklich so fremdgesteuert, wie ich mich fühle. Und jetzt kommt der spannende Twist, denn wenn wir anfangen uns zu überlegen, ja momentmal, vielleicht ist auch das, was ich für reagieren halte, eine Form von agieren. Also eine Form von initiieren von aktiven Handeln. Denn in den seltensten Fällen werden wir heutzutage gezwungen, die Dinge so zu tun, wie wir sie tun. Ja, also du stehst deine Mehl, dann steht aber niemand hinter dir, der zwanghaft deine Maus dahin bewegt, dass du diese Mehl auch direkt beantwortest. Oder wenn du dich unterbrechen lässt und ja sagst, obwohl du nein meinst, es bedroht ja niemand dein Leben. Ja, das ist nicht so, dass du wirklich keine andere Wahl hättest. Und reagieren kommt uns oft so vor, als ob wir keine andere Wahl haben. Aber faktisch ist es tatsächlich in den meisten Fällen gar nicht so, dass wir keine andere Wahl haben. Das heißt, du kannst jetzt mal beginnen durch deinen Alltag zu schauen. Und da würd' du das Gefühl hast zu reagieren, kannst du mal schauen, ob das nicht auch eine Form des Agierens ist. Also das, ich entscheide mich dafür, ich initiiere das, ich mach das sogar selbst aus einem inneren Muster heraus. Vielleicht aus einer Bequemlichkeit heraus. Vielleicht ist da doch mehr aktives Zutun deinerseits dabei, als du meinst. Und ich weiß, es ist jetzt etwas provokant gefragt. Vielleicht rückt es auch ein bisschen klein, das jetzt so zu sehen. Denn mir ist schon klar, wenn jemand sagt und das Gefühl hat, ich reagiere nur. Also man hat auch immer eine eigene Entscheidung, damit ich hab das lange genug selbst gemacht. Ich hatte das Gefühl, die Bälle zu schon liern. Aber in dem Moment, wo ich verstanden habe, momentan, weil das ist de facto auch eine Entscheidung, so mich zu verhalten und so zur Verfügung zu stehen und mich so anzupassen und so mit mir umgehen zu lassen. Dann kommen wir schon in einen Bereich des Agierens, weil ich ja erkenne, aha, es ist doch eine Entscheidung meinerseits. Und das spannende ist tatsächlich, je mehr du deiner Muster erkennen, je mehr du erkennst, wie viel Entscheidung du da auch mit reingibst. Je mehr du das dann verändert, je mehr du neue Wege gehst, das so mehr fühlst du dich dann als ob du agierst. Und das spannende ist, dass ich das bei meinen Kunden immer wieder sehe, sie machen trotzdem noch das selben. Sie beantworten die Mail, sie gehen in ihre Meetings, sie haben Unterhaltungen mit den Kolleginnen, sie machen ihren Haushalts, sie machen ihren Einkauf. Aber indem sie innerricht, diesen Twist machen, hey, wie viel von meinem gefühlten reagieren ist denn auch agierend? Ja, wo stecke ich denn da aktiv drin? Desso mehr haben sie das Gefühl, ich bin in meinem Leben selbst wirksam unter Riggs und sie machen, wie gesagt, trotzdem noch das selber. Sprich, die Lösung liegt darin, dich zu beobachten. Die Lösung liegt jetzt im ersten Schritt darin zu gucken, welchen Muster kann ich denn erkennen, dass ich das Gefühl habe zu reagieren? Will ich allen gefallen? Will ich vielleicht nicht anecken? Will ich vielleicht lobe bekommen, anerkennung bekommen, weil ich so viele reagiere, weil ich so gut darin bin, die Bälle aufzufangen, die mir zugeworfen werden? Was ist das Bedürfnis, was dahinter liegt, dass ich die Bälle fange? Und du kannst jetzt anders rumfragen und dieser Sache auf den Grund gehen. Und zwar bietet ich dir noch eine Reflexionsfrage an, was vermeidest du durchs reagieren? Und das ist eine wahnsinnig tiefe Frage, über die du ein bisschen länger nachdenken darfst. Mach gerne mal so ein First Pass mit mir hier in der Podcastfolge, aber gerne nehmen die Frage auch mit. Denn wenn wir reagieren, wir werden irgendwie etwas anderes vermeiden. Reagieren ist oft also ein Schutzmechanismus. Ich schütze mich vor etwas anderem, ich vermeide etwas anderes. Das kann zum Beispiel sein, dass du sagst, ja, ich vermeide Konflikte. Also wenn ich zum Beispiel sofort reagiere und mich anpassen und klein beigeebe, dann kommt es gar nicht zum Streit. Also vermeide ich, dass ich einen Konflikt aushalten muss. Oder vielleicht heißt reagieren auch, ich vermeide Verantwortung. Denn wenn ich auf äußere Anforderungen reagiere, dann muss ich keine eigenen Ziele formulieren oder dann muss ich keine eigenen Entscheidungen treffen. Und dann kann man mich im Prinzip auch nicht zur Verantwortung ziehen. Denn ich habe ja nur in zweiter Instanz gehandelt. Es kann trotzdem sein, dass ich mich als sehr verantwortungsbewusst wahrnehme, aber wenn du im reagieren bist, geht deine Verantwortung halt nur bis zur Qualität deiner Reaktion. Aber die Verantwortung geht nicht darüber hinaus, über dieses initiieren Dessen, was dir zugetragen wurde. Also kann es, wie gesagt, sein, dass du Verantwortung vermeidest durchs reagieren. Es kann auch sein, dass du eine unangenehme Sichtbarkeit vermeidest. Nur wenn ich mitlaufe alles mit mache, dann muss ich auch nicht erklären, wofür ich stehe, dann muss ich meine eigene Meinung nicht vertreten, dann muss ich mich aus dem Mainstream auch nicht absondern und vielleicht etwas anderes vertreten zum Beispiel. Und was daraus entsteht, dass ich mich quasi so von der Gruppe isoliere, weil ich mich erkläre oder weil ich für eine bestimmte Sache einstehe oder weil ich andere Meinung bin oder weil ich Nein sage zum Beispiel, das ist für viele Menschen verbunden mit einer unangenehmen Sichtbarkeit, bis sie das nicht aufgelöst haben natürlich. Aber die vermeiden sie dadurch, dieses unangenehme Gefühl, alle Augen richten sich auf mich. Das wird vermieden, wenn ich nur reagiere. Und was ein weiterer Grund ist, der gar nicht häufig passiert, wenn ich nur reagiere, dann vermeide ich ablenum. Also wenn ich mich anpassen, dann werde ich ja gemocht. Wenn ich alles nach Vorschrift mache, dann werde ich gelobt. Wenn ich die Belle in der Luft halte, dann kriege ich gutes Feedback oder dann spricht mein Gut über mich oder dann bin ich wichtig. Und das ist natürlich das Gegenteil von Ablehnung und durch das reagieren, vermeide ich, dass ich eventuell abgelehnt werde. Das ist mal so als ein paar Dinge, die wir vermeiden, wenn wir reagieren. Es schützt uns also vor alten Wunden oder vor Angst nicht genug zu sein oder durch unangenehme Gefühle durchzumüssen. Und jetzt kann es natürlich sein, dass du sagst, ja Moment, Makora, aber reagieren ist ja für mich auch ein unangenehmes Gefühl. Wie kann ich unangenehme Gefühle durchs reagieren, vermeiden, wenn ich doch das reagieren als unangenehme empfinde, weil ich bin fremdgesteuert. Ich habe zu viel zu tun, ich fühl mich klein gemacht. Das kann sehr gut sein, aber vermutlich gibt es dann in dir eine Instanz, die noch mehr unangenehmes Gefühl vermutet, wenn sie ins agieren geht. Das ist jetzt was, das darf man auch gerne mal ein bisschen sacken lassen, was vermeide ich und welches unangenehme Gefühle befürchtet, irgendein Gedanke irgendein Anteil in mir, wenn ich anfange ab jetzt aktiv und gestalten durch mein Leben zu gehen. Die nächste Reflexionsfrage, die ich dir hier auch noch mitgeben möchte, du kannst es noch mal so ein bisschen drehen statt zu sagen, was vermeide ich denn durchs reagieren. Kannst du sagen, was habe? "Ich denke, ich däm davon, das ich reagiere". Vielleicht kommen dir da noch mal andere Ideen. Und es klingt wirklich vielleicht paradox, weil du sagst, was, wie so was habe ich davon? Ich finds, attsend, dass ich nur reagiere. Ich hasse, es so fremdgesteuert zu sein. Ich hab überhaupt keine Zeit, mein Leben zu gestalten weil immer alle mir alles zuwerfen. Und ich überhaupt nicht mehr da zu kommen, überhaupt mal Luft zu holen und überhaupt mal zu fühlen, was ich eigentlich will. Geschweige denn in die Richtung mein Leben zu gestalten. Deswegen kann es wirklich sein, dass jetzt ein Teil von ihr sagt, "Hell, das ist doch total paradox, was habe ich vom reagieren?" Quatsch. Aber wenn wir tief reingucken und wirklich ehrlich so sind, dann hat das reagieren eben auch Vorteile. Also wenn wir viel reagieren, wirken wir, bis sie beschäftigt, wichtig. Das ist eines der Grundbedürfnisse von uns Menschen Signifikanz zu haben, eine bestimmte Wichtigkeit zu haben. Die kann ich natürlich mir auch überstagieren holen, aber im reagieren geht es manchmal ein bisschen schneller, weil ich krieg ja alles zugerufen und ich kann viel schneller stöhnen. Wenn ich das aktiv alles mir in meinen Leben geholt hätte, dann könnte man ja auch sagen, "Ja, warum machst du das denn alles?" Und dann ist es irgendwie so selber Schuldfaktor. Aber in der allgemeinen Sichtweise der Menschen ist es reagieren, eher nicht selber Schuld. Wir haben es vorhin schon gesagt, "Nein, ja, wir haben einen eigenen Anteil." Aber im Mainstream ist er, der andere ist der böse, weil er dir so viel zuwirft und du bist die Arme, die reagieren muss, aber die dann eben eine Gewissewichtigkeit bekommt. Ein weiterer Vorteil vom reagieren kann natürlich aus einer Stoanaerkennung dafür bekommst. Wenn wir so eine Verteilung haben, aktiver Part, reaktiver Part, der aktive Part kann schon sein, dass er die Anerkennung dafür gibt, dass er dich wertschätzt. Dass er sagt, ohne da ein ständiges reagieren, wird das hier alles nicht funktionieren. Was wären wir nur ohne dich und so weiter? Und das ist dann auch ein Nutzen, den du vom reagieren hast. Oder auch dieses Gefühl, gebraucht zu werden. Ist auch ein vermeintlicher Nutzen, den wir vom reagieren haben, weil wir Menschen wir mögen, das gebraucht zu werden, anerkenn zu sein. Was hast du auch noch davon? Eine gewisse Sicherheit. Ich reagiere auf das, was kommt. Das kenne ich irgendwie, ich weiß ungefähr, wie ich mich da fortbewege. Ich muss mir keine Gedanken machen, wenn ich jetzt etwas ganz neues Inizieiere, was kommt da als unbekanntes auf mich zu. Und das sind so gründe, weshalb wir selber uns unbewusst im reagieren halten. Es hilft, uns gewisse Dinge zu vermeiden und es verschafft uns gewisse Vorteile. Aber ja, wenn wir uns darüber beschweren, dann ist das ein Zeichen dafür, dass der Preis aktuell zu hoch ist. Du verlierst zu viel Energie dadurch und du fühlst dich wie so eine getriebenen in dein Leben, statt die Gestalt darin zu sein. Und dieser Preis, der ist jetzt zu hoch geworden und deswegen beginnt es zu dich zu fragen, wie kann ich vom reagieren ins agieren kommen? Da wollen wir jetzt noch darauf eingehen, wie kannst du das machen? Also, erster und wichtigster Punkt räum in deinem Inneren auf. Werde zur Selbstsicheren, souveränen und reifen erwachsenen Frau, die eben auch ganz selbstbewusst für sich einstehen und ins agieren kommen kann? Die nicht diese Muster aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt, diese Prägungen, dieses kollektive, was die Gesellschaft vorgibt, sondern räume in deinem Inneren auf und richtet dir dein Inneres so ein, wie das dir passt und wie es zu deinem gewünschten Lebensstil passt. Was du tun kannst, um einen Moment zu haben, bevor du reagierst, das sind Mikropausen. Dass du dir angewüns nicht sofort zu antworten, sondern so eine kleine Verschnaufpause, ein, zwei Atemzüge reichen da auf schon, dass du dir aber angewünsene kleine Pause zu machen, um nicht immer automatisch in die Reaktionen zu verfallen. Drittens schaffe gerne Bewusstheit in deiner Ausrichtung. Also, dass du nicht einfach nur so durch den Tag läuft und das an dich dran getragen wird, was da eben so von außen kommt und du dem nachgehst, sondern dass du dich bewusst ausrichtest, dass du dich bewusst fokussierst. Dass du dich bewusst fragst, was will ich heute erreichen, unabhängig von anderen, was will ich heute erleben, unabhängig von anderen, was will ich heute schaffen, woran möchte ich heute arbeiten. Und das kannst du zum Beispiel in der Früh machen mit so einem kurzen Moment des inneren Sammeln, das mein Fokus ist heute punkt, punkt, punkt. Und das braucht ein bisschen Zeit, aber dann wirst du merken, aha, ich habe mir ein Fokus gesetzt und dann wird dein System quasi immer wieder abgleichen, das, was hier an mich herangetragen wird, passt es zu meinen Fokus? Wenn ja, gut, wenn nein, wie möchte ich jetzt mich entscheiden? Da kannst du auch gerne noch mal in Folge 44 reinhören. Da geht es auch um dieses absichtvolle Gestalten deines Lebens. Und der nächste Punkt ist ganz klar mindset. Dein mindset kennen, dein aktuelles mindset kennen, deine Themen kennen, deine Glaubensätze kennen, aber dann auch an dein mindset arbeiten, also dein Denken verändern. Und dieses mindset einer selbst wirksamen Person annehmen. Wie denken Menschen, die agieren? Bewegt dich in diesem Umfeld, frag nach, hör denen zu, denn dann wirst du in der Denkweise dich daran anpassen. Und vielleicht hast du in deiner Kind halten Rollmodell gehabt, wo jemand auch sehr reactiv war und somit hast du dieses mindset in dich aufgesogen. Jetzt geht es darum, das mindset eine selbst wirksamen Person anzunehmen, die die Themen kennt, die so in ihr schlummern, die aber auch weiß, wie sie damit umgehen kann. Und ja, wie man als Selbstwirksamer und so, wie eine selbstbestimmte Person denkt. Das mal als Hinweise, was du ab jetzt sofort tun kannst, um vom reagieren ins Agieren zu kommen. Wichtig ist mir aber auch noch zum Schluss, dass ich dir sage, wenn du merkst, dass du eben oft im Reaktionsmodus bist oder wenn du da drin bleibst, obwohl du jetzt diese Podcastfolge gehörn hast, weil es dir nicht gelingt, das zu verändern. Es ist erst mal kein Versagen, es ist ein Muster zu reagieren, es ist genau wie sehr dominant zu sein. Es sind alles Muster, die haben alle irgendwann mal gedient und irgendwann mal sinnvoll. Und man kann sie ändern. Die Frage ist, was kann ich tun, damit ich mit dem umgehen kann, was von außen auf mich zukommt, ohne mich dabei selbst zu verlieren? Denn du bist die Dierigentin deines Alltags. Das kann im Prinzip niemand anders für dich tun außer du selbst. Seid du nimmst diesen Dierigenten Stock nicht in die Hand, dann macht das jemand anders für dich und spielt deine Musik. Und wenn du tiefer als Emporthkast in diese Themen eintauchen möchtest, dann sei eingeladen in meinen Balance Club zu kommen. Da findest du alle relevanten Themen der Persönlichkeitsentwicklung, aufbereitet in tiefgehende Audios, die du dir beim Pendeln, beim Putzen, beim Sport anhören kannst, sodass diese Mindsetveränderung stattfindet, sodass du Handlungsanleitungen hast, wie du dich weiterentwickeln kannst. Aber auch andere Menschen mitnehmen kannst auf deinem Weg, denn es fühlt sich einfach gut an jemand anderen. Dabei behilflich zu sein, der vielleicht ein ähnliches Thema hat und dann zu sagen, komm, wir machen das gemeinsam, ich kenne den Weg. Also sei gerne eingeladen, dir diese Wegweiser im Balance Club zu holen, du findest den Link dahin in den Shownourns. Und jetzt wünsche ich dir noch einen schönen restlichen Tag und freue mich auf dich in der nächsten Folge.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Reagieren bedeutet, auf äußere Einflüsse zu antworten, während Agieren bedeutet, bewusst und eigeninitiativ zu handeln.
  2. Drei Hauptgründe für häufiges Reagieren sind Gewohnheit, kindliche Prägung und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen.
  3. Reagieren ist oft eine Form von Agieren, da wir in den meisten Fällen eine Wahl haben, wie wir uns verhalten.
  4. Durch Reagieren vermeiden wir unangenehme Gefühle wie Konflikte, Verantwortung, Sichtbarkeit oder Ablehnung.
  5. Die Lösung liegt in der Selbstbeobachtung, um Muster zu erkennen und zu fragen, was wir durch Reagieren gewinnen oder vermeiden.

Summary:

In dieser Podcastfolge geht es darum, wie man vom Reagieren ins Agieren kommt. Reagieren bedeutet, auf äußere Anforderungen zu antworten, sich anzupassen und Bälle in der Luft zu halten, während Agieren bedeutet, bewusst Entscheidungen zu treffen, den Tag zu gestalten und selbstwirksam zu sein. Die Sprecherin erklärt, dass viele Menschen, insbesondere Frauen, oft in den Reaktionsmodus rutschen – sei es im Beruf, wo sie auf E-Mails, Anrufe und Kollegenwünsche reagieren, oder im Privatleben, wo sie sich nach den Wünschen anderer richten.

B. ") und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen, verfügbar und anpassungsfähig zu sein. Ein wichtiger Twist ist, dass Reagieren oft eine Form von Agieren ist, da wir in den meisten Fällen eine Wahl haben.

Durch Reagieren vermeiden wir unangenehme Gefühle wie Konflikte, Verantwortung, Sichtbarkeit oder Ablehnung. Die Lösung besteht darin, die eigenen Muster zu erkennen, zu fragen, was man durch Reagieren gewinnt oder vermeidet, und bewusst ins Agieren zu kommen – auch wenn man zunächst dieselben Dinge tut, aber mit einer anderen inneren Haltung.

FAQs

Im Reaktionsmodus antwortest du auf das, was von außen kommt, statt selbst zu initiieren. Du passt dich an, hast das Gefühl, hinterherzulaufen und fremdbestimmt zu sein.

Agieren bedeutet, bewusst Entscheidungen aus dir heraus zu treffen, den Stein ins Rollen zu bringen und selbstwirksam zu sein. Reagieren ist eher ein Anpassen und Antworten auf äußere Anforderungen.

Das liegt an Gewohnheiten und Energiesparmodus des Gehirns, an Glaubenssätzen aus der Kindheit (z.B. ‚Ich muss sofort reagieren‘) und an gesellschaftlichen Prägungen, besonders bei Frauen, die oft lernen, verfügbar und hilfsbereit zu sein.

Nein, in den meisten Fällen ist es eine aktive Entscheidung, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Du entscheidest dich unbewusst, Mails sofort zu beantworten oder dich unterbrechen zu lassen, was eine Form des Agierens ist.

Durchs Reagieren vermeidest du oft unangenehme Gefühle wie Konflikte, Verantwortung, unangenehme Sichtbarkeit oder Ablehnung. Es ist ein Schutzmechanismus vor alten Wunden oder Ängsten.

Reagieren kann dir schnelle Signifikanz und Anerkennung bringen, weil du als wichtig und beschäftigt wahrgenommen wirst. Es gibt dir auch das Gefühl, gebraucht zu werden, und schützt vor Selbstverantwortung.

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