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#040 Sag nein, wenn du nein meinst: so stehst du für dich ein und setzt Grenzen

24m 19s

#040 Sag nein, wenn du nein meinst: so stehst du für dich ein und setzt Grenzen

In dieser Podcastfolge spricht die Gastgeberin über ein häufiges Phänomen im Berufs- und Privatleben vieler Frauen: Sie erleben, dass ihre Grenzen überschritten werden – sei es durch Entscheidungen über ihren Kopf hinweg, ungefragte Aufgaben oder subtile Forderungen –, doch sie sagen nichts, lächeln und funktionieren weiter. Dieses Verhalten bezeichnet sie als „Selbstvernachlässigung“ (self abandonment). Die Ursachen liegen oft in der Kindheit, wo Botschaften wie „Sei brav“ oder „Mach keine Sorgen“ dazu führten, dass die eigenen Bedürfnisse hinter der Erwartungshaltung anderer zurückgestellt wurden. Mit der Zeit verlernen viele Frauen, ihre eigenen Impulse überhaupt noch wahrzunehmen. Die Lösung liegt darin, sich bewusst wieder mit sich selbst zu verbinden. Drei konkrete Schritte helfen dabei: erstens eine Pause einzulegen, bevor man automatisch zustimmt; zweitens in Ich-Botschaften zu sprechen, um klar die eigenen Gefühle zu benennen; und drittens im Alltag kleine Situationen zu nutzen, um für sich einzustehen – etwa beim Friseur oder im Restaurant. Wer diese Übungen praktiziert, erlebt oft überraschend positive Reaktionen von außen, mehr Respekt und eine tiefere Selbstverbindung. Die Folge ermutigt dazu, das „brave Mädchen“ loszulassen und eine selbstsichere Frau zu etablieren, die klare Grenzen setzt und sich selbst ernst nimmt.

Transcription

3725 Words, 22268 Characters

German
Du hörst den endlich entspannt erfolgreich Podcast. Für Frauen mit anspruchsvollem Job oder eigenen Business, die beruflichen Erfolg und private Glück steigern wollen, aber ohne dabei nur noch gestresst und überreizt zu sein. Es darf so viel leichter und trotzdem maximal erfolgreich und erfüllen sein. Ich bin Korridierichs, Unternehmerin, Coach und Inspiratoren und ladet ich einen Indie-Magie in spannenden Erfolgs und echter Lebensfreude. Ein herzliches Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge und ich möchte heute mit dir über etwas sprechen, dass mir in den letzten Wochen im Coaching so häufig begegnet ist, dass ich irgendwann dachte, okay, das muss jetzt draus, das braucht eine Podcastfolge, weil wenn es mir in diesem heiligen Kosmos, in denen wir im Coaching unterwegs sind, schon mehrfach begegnet, dann heißt das, dass es da draußen noch viel, viel, viel, öfter der Fall ist, dass es passiert und deswegen dürfen wir uns das Ganze anschauen. Und es geht um diesem Moment, den ganz viele Frauen kennen, dass du merkst, da passiert gerade was, was dir nicht gut tut. Und zwar wo jemand deine Grenzen überschreitet, wo etwas entschieden wird, wo über deinen Kopf hinweg gehandelt wird. Und es könnten Beispiele sein, wie das eine Entscheidung über dein Kopf hinweg getroffen wird. Also zum Beispiel, dass der Vorgesetzte sagt, ja, sie müssen in besseres Standing im Vorstand haben, deswegen habe ich sie für die nächste Präsentation eingetragen. Also, etwas, wo wir vielleicht sogar sagen können, ja, ist doch gut gemeint, da kümmert sich jemand darum, dass sich mein Standing verbessert, aber es ist eben über den Kopf hinweg getroffen worden. Man wird vor vollendete Hatsachen gesetzt. Oder jemand setzt etwas voraus, dem du so nie zugestimmt hast. Zum Beispiel hatte ich jetzt nörlich eine Klientin, die sollte die Aufgaben einer anderen Person im Krankenstand übernehmen, aber statt, dass sie gefragt wurde, wurde das vorausgesetzt, dass sie das macht. Es können auch solche Beispiele sein, dass jemand eine Forderung an dich stellt, entweder ganz direkt oder auch subtilen. Also ganz direkt kann sein, so was, was ich damals oft als Geschäftsführerin in der Veranstaltungsagentur erlebt habe, dass der Kunde sagt, ja, wir haben jetzt zwei Angebote von ihnen erhalten. Wir brauchen jetzt noch ein drittes Konzept. Das können wir ja wohl von ihnen erwarten, dass sie jetzt noch ein drittes Konzept erstellen. Und dann, wächst einfalls bis morgen. Das ist so was ganz direktes fordern. Es kann aber auch was subtil ist sein. Ja, ich gebe dir ein Beispiel aus einem privaten Setting. Da wird vielleicht dann eine Verabredung so gedreht, dass etwas, was ursprünglichen Kaffee trinken sein sollte. Also etwas, was, was kurz dauert eine Stunde vielleicht an der Teilb. Wird auf einmal ein Tagesausflug, weil die Person ganz subtil noch irgendwie einbringt. Ach, das Wetter ist so schön. Da könnte man doch dann zum Kaffee noch hinlaufen. Und dann spazieren wir noch zurück. Und eigentlich, wolltest du Zeit für dich haben. Aber dieses subtile, sauselnde Vorschlagen, der anderen Person ist auch eine Art Forderung. Und das, was jetzt passiert ist, dir stinkt das. Es ist dir zu viel. Ja, sei das die Entscheidung, die über deinen Kopf hinweg getroffen wird oder das, was man dir unterschiebt, dem du nie zugestimmt hast oder diese Forderung. Es ist dir zu viel und du sagst aber nichts. Du lächelst, du nix des ab, du funktionierst, du liefst ab, du spielst mit. Und das war da passiert, das nenne ich sich selbst verlassen oder sich selbst vernachlässigen. Und by the way, ich hatte nicht immer einen Ausdruck dafür, für das was passiert. Es braucht nicht unbedingt einen Ausdruck dafür, dass es passiert. Es passiert so, so, so häufig. Aber als ich vier Jahre lange meine Ausbildung in den USA gemacht habe, da viel dann irgendwann recht zu Beginn der Begriff "self abandonment" und dieser Begriff, der hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. "self abandonment" also dieses "selbst vernachlässigung". Dieser Begriff, der ging mir durch Mark und Bein, weil ich hatte ihn auf Deutsch zuvor noch nie gehört, aber ich wusste in dem Moment, als ich ihn auf Englisch hörte, ja, das ist es, was ich viel zu lange zugelasten habe und jetzt hatte ich ein Begriff dafür. Und genau darüber wollen wir heute in dieser Folge sprechen. Ich hatte neulich eine Klientin, die erzählte mir, dass sie seit Wochen bei einem Projekt mitarbeitet, das eigentlich gar nicht so sehr ihr Kernthema ist innerhalb der Firma. Und sie wurde gefragt von ein paar Wochen, ob sie kurz einspringen könnte, hat ja gesagt, damals hat sie ja gesagt und es war wirklich wie so ein kurzes Aushelfen geplant. Also es ging was um eine Sache, die vielleicht ein, zwei Tage hätte brauchen sollen und da hat sie gesagt, ja, da kann ich aus helfen. Und irgendwie hat man dann aber immer mehr und mehr daraus gemacht und jetzt machte sie seit sechs Wochen die komplette Verantwortung für dieses Projekt. Und das Idee, je mals wirklich zugestimmt hat. Es fing so schleichend an die ersten, ein, zwei Wochen war es noch okay und dann hat das immer mehr übernommen und dann hat sie plötzlich die komplette Verantwortung gehabt. Und als ich sie dann gefragt habe, warum hast du das denn nicht stoppt oder warum sagst du jetzt dazu nicht, nein, dass du das nicht mehr machen wirst. Da hat sie ganz bedrückt gesagt, ja, es hat sich nie richtig angefühlt, einfach so nein zu sagen aus heiterem Himmel. Es gibt ja auch nicht wirklich einen Grund dafür. Ich hatte halt nur zum Aushelfen ja gesagt, aber nicht zur kompletten Verantwortungsübernahme, aber ich will auch nicht, dass jemand denkt, dass ich unkooperativ bin oder irgendwie unkollegial, dass ich das jetzt einfach so fallen lasse. Und das waren ihre Gedanken, ja, dass wenn sie nein sagt, dass sie dann als unkooperativ oder unkollegial gesehen wird. Und vielleicht kennst du sowas auch, dass du merkst, dir passt etwas nicht, aber du sagst nichts, weil du eben nicht sein willst, kooperativ sein willst, eine gute Kollegin sein willst. Weil du vielleicht Angst davor hast, als schwierig zu gelten, weil du vielleicht in dir verinnerlich hast, schwierige Menschen, die werden nicht gemocht und ich bin lieber unkompliziert. Oder weil du gelernt hast, dass Harmonie wichtiger ist, als eine ganz klare Aussage zu machen und Nein zu sagen. Und das jetzt natürlich spannend zu gucken, warum wir das tun. Und das beginnt tatsächlich ganz, ganz früh, also viel früher als die Situation, die jetzt zum Beispiel diese Klientin berichtet hat. Ja, das ist nicht erst mit diesem einen Vorfall entstanden. Diese Tendenz, dass wir uns selbst verlassen oder uns selbst vernachlässigen, das beginnt oft sehr, sehr früh. Und zwar, weil wir in unserer Kindheit solche Sätze hören, wie sei brav, mach kein Ärger oder reist dich jetzt ja zusammen oder macht der Mama keine Sorgen oder passt gut auf die Mama auf. Ja, das sind so Appelle, die an uns gerichtet werden als Kinder, die wird direkt hören und aus denen bin natürlich Rückschlüsse ziehen. Ja, und dann kommt dabei so was raus, dass wir später denken, okay, reist dich zusammen, mach keine Sorgen, sei brav, sei kooperativ, sei kollegial, übernimmt das, was in deine Richtung geschoben wird und sagt auf gar keinen Fall nein. Diese Art der Appelle geht übrigens auch subtiler, zum Beispiel das Eltern zu dritten sagen, oh, sie ist aber so ein Pflegeleichtes Kind, sie macht ja gar keinen Ärger und sie übernimmt immer ganz toll die Verantwortung für ihren kleinen Bruder, auch da können wir immer ganz unbesorgt sein, wenn die beiden zusammen spielen, sie hat das immer alles im Griff. Ja, und du hörst so was, das ist genau das gleiche Prinzip, du wirst da in dir verinnerlichen, sei brav, mach keine Sorgen, übernimmt die Dinge auch, wenn sie dir stinken, weil das kommt gut an. Und ich will daraus überhaupt kein Vorwurf machen, denn die Eltern, die so was sagen, die sagen, dass mit Sicherheit mit liebevollem Herzen, ja, meine Eltern haben auch so was gesagt und sie haben das ganz, ganz bestimmt gut gemeint. Ach, sie ist aber ein Pflegeleichtes Kind und sie macht gar keine Probleme in der Schule und sie nimmt ihren kleineren Bruder immer mit, wenn sie zu Freundinnen geht und dann ist er auch gut aufgehoben. Die haben das sicherlich gut gemeint und das war voll lobes, aber trotzdem was ich gelernt habe und was du dann eben vielleicht auch kennst, dass meine Wirkung auf andere wichtiger ist als mein persönliches Bedürfnis. Dieses nimm dein kleinen Bruder mit, das habe ich mit Sicherheit viele Male gut gefunden, aber manchmal eben auch nicht. Aber ich wusste nicht, dass es eine Option ist, hier zu sagen, nein, das will ich nicht machen. Denn ich habe sie ja gelernt, ich kriege Lob dafür, wenn ich übernehme und wenn ich so Pflegeleichtes Kind bin und wenn ich so Verantwortung voll bin. Das heißt, ich habe gelernt, das, was die anderen schätzen, das, was für die anderen bequem ist, das ist wichtiger als mein eigenes Empfinden. Und ich habe gelernt, dass es gut ankommt, wenn ich mich anpasse und wenn meine eigenen Bedürfnisse im Prinzip ja verhandelbar sind bzw. zurückgestellt werden müssen oder sogar überflüssig sind. Ja, wenn ich gelernt habe, es ist wichtiger, dass ich verantwortlich bin oder dass ich für gute Stimmung sorge. Und wenn du solche oder ähnliche Situationen auch kennst, dann ist das die Wurzel dessen, dass du heute nicht für dich selbst einstehst, denn du hast gelernt, zu funktionieren. Und wenn wir das lange genug machen, wenn wir lange genug funktionieren und unseren Radar danach ausrichten, was für die anderen gut ist und dann darauf reagieren, darauf antworten, dann verlehrnen wir uns selbst zu fühlen. Wir verlehrnen irgendwann unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, weil irgendwann haben wir sie wahrgenommen, aber dann sind wir sie übergangen und und das ist wie so ein Hünchen, was uns den Ball vor die Füße legt und uns anschaut und mit dem Schwänzchen wedelt und sagt, bitte spielen mit mir, ja, so melden sich unsere eigenen Bedürfnisse bei uns und sagen, bitte, bitte beachte mich, mach was mit mir und wenn wir aber das Hünchen mit seinem Belchen zu oft ignorieren, dann kommt er irgendwann nicht mehr und wedelt uns an und legt das Belchen vor die Füße und genauso ist das mit unseren Bedürfnissen. Wenn wir die oft genug ignoriert haben, dann hören sie auf, sich auf eine deutlich wahrnehmbare Art und Weise bei uns zu melden. Und das kann dann Auswirkungen haben im Alltag, du sitzt im Restaurant und vielleicht geht es dir wie mir und du trinkst zum Essen nicht so gerne riesige Mengenwasser und der Kellner kommt und setzt voraus, ja, auf Flaschen Wasser möchten sie aber schogel und du nixst und bestellst die Flasche Wasser dazu, obwohl du die gar nicht haben möchtest. Also statt nein zu sagen, nix du es einfach ab aus diesem ganz spontanen Impuls raus, das was der andere dir da anbietet oder auch aufdrängt, je nachdem ihr das formulieren willst, das sei eher zu befriedigen als das, was dir eigentlich gut tut und nachher agers du dich, weil du dich drauf eingelassen hast auf dieses Angebot von außen und weil du dich nicht auf dich selbst verlassen hast, weil du gar nicht erst in dich rein gespürt hast. Und das ist etwas, wozu ich dich herzlich einlade, das in deinem Leben zu verändern. Denn deine Lebensqualität wird so sehr davon profitieren, wenn du lernst für dich einzustehen, denn es muss wirklich nicht so bleiben, dass du deine eigenen Bedürfnis zurückstellst oder dass du eben über dich bestimmen lässt. Du kannst es erneut lernen, deine eigenen Impulse zu hören und vor allem auch ihnen dann zu folgen. Und wenn man sowas tut, wenn man das lernt, wenn du wieder deine eigenen Impulse hörst und ihnen folgst, dann passiert etwas magisches. Denn auf einmal und das berichten mir die Frauen im Coaching regelmäßig. Auf einmal bekommen wir ein positives Feedback von außen, du bekommst Respekt, auch von Menschen, die dich sonst übergangen haben. Und du beginst dir selbst zu vertrauen und auf einmal Fragenmenschen ist es in Ordnung für dich. Sie holen sich dein OK ab, sie begegnen dir auf Augenhöhe und das ist die Magie, die dann passiert. Ich hatte zum Beispiel eine Kundin, die hat sich monatelang übernommen. Die hat immer über Stunden gemacht, am Wochenende gearbeitet, teilweise hat sie es kommuniziert, teilweise hat sie es versteckt, weil es irgendwie unangenehm war, dass sie so viele Stunden für die Arbeit einräumt. Und dann kam der Punkt, wo sie in einem Meeting zu ihrer vorgesetzten gesagt hat, ich verstehe das, was jetzt dringend ist, aber ich kann das nicht zusätzlich übernehmen. Wir hatten an der Formulierung gearbeitet, wie sie das sagen kann, sodass es sich für sie auch gut anfühlt, aber so die Bottom-Line war, ich verstehe das, es dringend ist, aber ich kann das jetzt nicht zusätzlich übernehmen. Und ihre Vorgesetzte ist danach auf sie zugekommen und hat ihr gesagt, das war großartig, dass sie mir so ehrlich gesagt haben, wo sie stehen. Mir war das gar nicht klar, ich hätte mir das viel früher von ihnen gewünscht. Hier ist die Lösung. Und dann hat sie ihr eine Lösung gegeben, auf die wäre, die clienten selbst gar nicht gekommen, aber dadurch, dass sie eben kommuniziert hat, für sich eingestanden ist, konnte das Außen auf eine Lösung kommen, die viel besser war, als sie sich das selbst hätte überlegen können. Und deswegen möchte ich dir jetzt ein paar Dinge mitgeben, wie du diese Selbstverbindung wieder stärken kannst. Also statt in die Selbstvernachlässigung zu gehen, was kannst du tun, um diese Selbstverbindung und das für dich einstehen, wieder herzustellen? Schritt Nummer eins, den du tun kannst, ist eine Pause einzulegen, statt einer sofortigen Reaktion. Also wenn jemand etwas an dich heranträgt, das du für einen kurzen Moment in der Hälfte, so ein irrliches "oha" momentmal, ja und dass du wirklich die Zeit, nimmst rein zu spüren, wir fühlt sich das anders, dass gerade von außen an dich herangetragen wird. Oder wenn du merkst, dass dein Körper sich vorbereitet zum Abnicken, Pause statt Reaktion, statt sofort zu nicken, drück innertlich mal ganz kurz auf den Pause knopf, gewinn ein bisschen Zeit, zum Beispiel durch den Satz "oh ja, ich brauche Zeit, um mir das kurz zu überlegen." Ich komme zurück auf dich, ja, diese Pause ist goldwert. Je mehr du dann bei dir selber wieder ankommst, desto weniger wirst du diese Pause brauchen. Aber selbst wenn du das geübt hast, so wie ich das in den Jahren meiner eigenen Reise, meiner eigenen Veränderung geübt habe, selbst ich brauche heute in manchen Situationen noch die Pause, um mir bewusst zu werden, was ist es jetzt gerade wirklich, was ich dazu empfinde, was brauche ich hier, was möchte ich hier. Und das ist aber ein Wahnsinnss Schritt, wenn wir uns erlaubene Pause statt einer sofortigen Reaktion zu machen. Dann etwas weiteres, was du dir angewöhnen kannst, dass du in ich Botschaften sprichst. Wer sich schon mit Kommunikation befallst hat, weiß, dass das eine goldenen Regel in der Kommunikation ist, dass du mit ich Botschaften sprichst. Aber gerade in dieser Selbstverbindung, wenn du das wieder etablieren möchtest in dir, es ist ganz wichtig, dass du mehr über dich selbst sprichst. Statt also zu sagen, ja, man will ja nicht negativ auffallen, sagt dir wirklich, ich will nicht negativ auffallen. Weil dann merkt ein System, oh, hier geht es um mich, okay, ich will nicht negativ auffallen. Alles klar. Und dann habe ich eine Chance, dass ich weiter nachforschen kann, was es damit eigentlich aufsicht hat. Oder statt vorauszusetzen, dass du bei dem anderen etwas auslöst, also zum Beispiel sowas wie ja, ich will ja keine Unernämlichkeiten machen. Das ist ja eine Vermutung. Du weißt ja gar nicht, ob etwas Unernämlichkeiten macht. Formulier lieber eine ich Botschaft und sagt, wo ich merke, das wird mir gerade zu viel oder das tut mir nicht gut. Bleib also mit dein Formulierungen bei dir und du wirst merken, wie das dazu beiträgt, dass du dich weniger selbst vernachlässigst, sondern mehr mit dir selbst in Verbindung bist. Und der dritte Tipp ist, beginn, im kleinen zu üben. Also fangen im Alltag an, zu dir selbst zu stehen. Das kann zum Beispiel sein beim Friseur. Nur Freundin ist neulich nicht zufriedengewesen mit dem Ergebnis, hatte aber in irgendein tollen Friseursalong, dafür 360 Euro bezahlt, ist erstmal bedröppelt rausmaschiert und hat dann gemerkt, da habe ich mich jetzt gerade selbst vernachlässigt. Ich habe einfach bezahlt, gelächelt dazu und gesagt, ja, passt wunderbar und bin rausmaschiert. Und da wäre jetzt das üben im kleinen, wieder zurück in den Friseursalong zu gehen und zu sagen, ich habe gerade nochmal festgestellt, so wie der Schnitt hier in der Stelle geworden ist, das gefällt mir nicht. Ich möchte sie bitten, da nochmal nachzuarbeiten. Also für sich einstehen, heißt auch nochmal hingehen und eine Korrektur fordern. Wieder ist gelingt es dir dann auch, die Korrektur sofort ein zu fordern. Wenn dir das nicht gelingt und du hast den Friseursalong erst verlassen, du kannst auch am nächsten oder am übernächsten Tag zurückgehen oder im Restaurant. Wenn der Kellner kommt und dir das Wasser andreht, will sozusagen sagen, nein, danke, ich möchte das nicht, übe im kleinen. Bei der Frage, was willst du heute essen? Statt zu sagen, ist mir egal und den anderen entscheiden zu lassen. Fragt dich was, will ich wirklich essen? Hab ich heute wirklich Lust auf Pizza oder möchte ich eigentlich lieber was gesundes? Das sind so Dinge, die du im kleinen machen kannst. Also nochmal zusammengefasst, Schritt 1, Pause statt Reaktion, Schritt 2, Formuliere in Ich aussagen und Schritt 3, übe, das für dich einstehen im kleinen. Und ja, ich weiß oft ist das leichter gesagt als getan. Warum ist das so? Weil diese Automatismen eben automatisch über sich bestimmen zu lassen, die sind so, so stark. Und dann hat jetzt vielleicht der Verstandsuger gesagt, boah ja, hab ich kapiert super podcastfolge gecheckt, aber nur wenn's der Verstand kapiert, heißt es noch nicht, dass es auch wirklich so in deinem ganzes Seinein gedrungen ist. Es kann immer noch heißen, dass die Selbstvernachlässigung stärker ist. Dann kann man die Lösung natürlich auch in der Persönlichkeitsarbeit suchen. Der Podcast ist auf der Verstandesebene, der gibt dir Impulse, der gibt dir Ideen und damit wusstest du schon wahnsinnig weit kommen. Aber wenn du merkst, es reicht für dich noch nicht, dann wäre der nächste Schritt in die Persönlichkeitsarbeit ins Coaching beispielsweise. Und das ist übrigens auch ein wichtiger Bestandteil meiner Balance Mastery eines meiner Coachen. Programme, dass wir dieses brabe Mädchen auflösen und die selbst sichere Frau etablieren. Was meine ich damit? Also ich geh nochmal zurück auf meinen Fall. Ich musste auch irgendwann mal dieses brabe Mädchen was sagt. Ja okay ich nehme den kleinen Bruder mit, weil die Liebe Mutter das zu passen kommt dieses brabe Mädchen. Das musste ich irgendwann auflösen, was eben auch die ganzen Dinge auf Arbeitsniveau abgenickt hat und dadurch die selbst sichere Frau etablieren, die klar unterscheidet, was es in Ordnung zu übernehmen und wo es ist zu viel und wo möchte ich nein dazu sagen. Ja und das ist ganz ganz klar im Alltag zu üben, es ist nicht nur im Kopf zu verstehen, es ist im Alltag zu üben und dann gilt es natürlich auch die Erfolge zu feiern. Die Erfolge die nämlich dann geschehen, wenn wir anfangen das im Alltag zu üben. Die sind magisch, es ist magisch was passiert, wenn wir beginnen und selbst ernst zu nehmen und für uns einzustehen. Und das ist etwas was wir im Coaching auch immer wieder abfeiern, denn Erfolge zu feiern, zu sehen, das bedeutet zu wachsen. Und das was dann passiert, was die Kundinnen dann erzählen, wie sie ruhiger werden, wie sie mehr beisech sind, wie sich auch im übrigen körperliche Symptome lindern, weil jetzt hören wir ja auf uns, der Körper muss uns jetzt nicht mehr anschreiben, sondern wir hören jetzt ganz von selbst auf uns, das ist auch so eine Magie, wie auf einmal sich etwas auflösen kann, weil wir beginnen zu uns zu stehen. Oder wenn mehr Respekt und Behandlung auf Augenhöhe passiert, wenn wir zum Beispiel, was wir regelmäßig abfeiern im Coaching, wenn plötzlich um Rat gefragt wird, wo wir uns meinetwegen früher immer unwohl gefühlt haben. Also nehmen wir an, es gibt eine Person, von der du dich eher dominiert gefühlt hast und auf einmal fragt ich diese Person um Rat und begegnet dir auf Augenhöhe. Das sind so Dinge, die erleben wir dann im Alltag und das ist einfach grandios. Aber den ersten Schritt darfst du selbst machen und zwar dieses für dich selber einstehen, die selbst Vernachlässigung sein lassen, die beenden und stattdessen für dich selber einstehen. Und wenn du dich jetzt wieder erkannt hast, in den Beispielen, die ich dir in dieser Folge genannt habe, dann wüsse bitte du bist nicht allein, es ist ein Muster, dass viele, viele Frauen betrifft und es geht nicht darum, das irgendwie mit Wut wegbekommen zu wollen und mit Widerstand und Kampf, ich will aufhören, meine Bedürfnisse hinten anzustellen und so weiter. Das ist nichts, was du mit ganz viel Druck und Bockigkeit und Sturtheit hinbekommst. Es ist etwas, was du einlässt und was du in dir verwandelt. Und vielleicht noch ein letzter Satz für dich einstehen bedeutet, keinesfalls egoistisch zu sein. Denn das ist etwas, was mir meine Kurschis auch oft zu Beginnen sagen. Oh, ich will ja aber nicht egoistisch wirken. Hat damit überhaupt nichts zu tun. Es bedeutet, dass du Verantwortung für dich übernimmst, denn niemand sonst als du lebt dein Leben und niemand sonst als du würde ich retten und wenn du dich selbst nicht ernst nimmst, warum sollte es dann jemand Anlass tun. Und wenn du mehr in diese thematik einsteigen willst, dann kommen sehr gerne in einem meiner nächsten Masterclasses und schau dir da, ja, die ganze Bandbreite an, was du in dir verändern kannst, um eben nicht mehr übergangen zu werden oder nicht mehr fremdgesteuert zu sein, sondern für dich einzustehen. Die Infos zur Masterclass finde es durch den Show-Nodes, falls du das vorbei zu kommen, freue ich mich auf dich und ansonsten hören wir uns in den nächsten Podcastfolge. Bis dahin, deine Kore!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Viele Frauen neigen dazu, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten, indem sie fremde Forderungen, Entscheidungen über ihren Kopf hinweg oder ungewollte Aufgaben stillschweigend akzeptieren.
  2. Dieses Verhalten wird als „Selbstvernachlässigung“ oder „self abandonment“ bezeichnet, dessen Wurzeln oft in der Kindheit liegen, wo Gehorsam, Harmonie und Anpassung belohnt wurden.
  3. Die Folge ist, dass die eigenen Bedürfnisse und Impulse immer mehr ignoriert werden, bis sie kaum noch wahrnehmbar sind.
  4. Durch bewusste Übungen wie eine Pause vor der Reaktion, das Formulieren in Ich-Botschaften und das Üben im Kleinen (z. B. beim Friseur oder im Restaurant) kann die Selbstverbindung wieder gestärkt werden.
  5. Wer für sich einsteht, erntet oft überraschend Respekt und Lösungen von außen, was zu mehr Selbstvertrauen und Lebensqualität führt.

Summary:

In dieser Podcastfolge spricht die Gastgeberin über ein häufiges Phänomen im Berufs- und Privatleben vieler Frauen: Sie erleben, dass ihre Grenzen überschritten werden – sei es durch Entscheidungen über ihren Kopf hinweg, ungefragte Aufgaben oder subtile Forderungen –, doch sie sagen nichts, lächeln und funktionieren weiter. Dieses Verhalten bezeichnet sie als „Selbstvernachlässigung“ (self abandonment). Die Ursachen liegen oft in der Kindheit, wo Botschaften wie „Sei brav“ oder „Mach keine Sorgen“ dazu führten, dass die eigenen Bedürfnisse hinter der Erwartungshaltung anderer zurückgestellt wurden.

Mit der Zeit verlernen viele Frauen, ihre eigenen Impulse überhaupt noch wahrzunehmen. Die Lösung liegt darin, sich bewusst wieder mit sich selbst zu verbinden. Drei konkrete Schritte helfen dabei: erstens eine Pause einzulegen, bevor man automatisch zustimmt; zweitens in Ich-Botschaften zu sprechen, um klar die eigenen Gefühle zu benennen; und drittens im Alltag kleine Situationen zu nutzen, um für sich einzustehen – etwa beim Friseur oder im Restaurant.

Wer diese Übungen praktiziert, erlebt oft überraschend positive Reaktionen von außen, mehr Respekt und eine tiefere Selbstverbindung. Die Folge ermutigt dazu, das „brave Mädchen“ loszulassen und eine selbstsichere Frau zu etablieren, die klare Grenzen setzt und sich selbst ernst nimmt.

FAQs

Es bedeutet, dass du deine eigenen Bedürfnisse ignorierst und stattdessen funktionierst, lächelst und zustimmst, obwohl dir etwas nicht guttut – zum Beispiel wenn jemand deine Grenzen überschreitet oder Forderungen stellt.

Oft liegt es an früh gelernten Botschaften wie 'sei brav' oder 'mach keinen Ärger', die dazu führen, dass Harmonie und die Wirkung auf andere wichtiger erscheinen als die eigenen Bedürfnisse.

In der Kindheit lernen wir durch Lob für Anpassung und Verantwortung, dass die Erwartungen anderer wichtiger sind als unser eigenes Empfinden – das prägt unser Verhalten bis ins Erwachsenenalter.

Beginne mit drei Schritten: 1) Mache eine Pause statt sofort zu reagieren, 2) Formuliere in Ich-Botschaften, und 3) Übe im Kleinen, z. B. beim Friseur oder im Restaurant.

Der erste Schritt ist, eine Pause einzulegen, bevor du automatisch zustimmst. Sage zum Beispiel: 'Ich brauche Zeit, um mir das kurz zu überlegen' und spüre in dich hinein.

Ich-Botschaften helfen dir, bei dir zu bleiben und deine eigenen Gefühle klar zu benennen, statt Annahmen über andere zu treffen – das stärkt dein Bewusstsein für eigene Bedürfnisse.

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