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#039 Das simpelste Werkzeug für "Stress raus - Ruhe rein"

19m 45s

#039 Das simpelste Werkzeug für "Stress raus - Ruhe rein"

In dieser Podcastfolge erklärt die Gastgeberin die biologische, philosophische und praktische Bedeutung der Atmung. Sie betont, dass Atmung lebensnotwendig ist: Der Körper nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab, wobei jede Zelle Sauerstoff zur Energiegewinnung braucht. Besonders faszinierend ist, dass die Atmung sowohl automatisch als auch willentlich gesteuert werden kann – ein Alleinstellungsmerkmal im vegetativen Nervensystem. Bei Stress wird die Atmung flach und schnell, was Anspannung verstärkt. Bewusste Atmung, insbesondere verlängertes Ausatmen, aktiviert den Parasympathikus und hilft, zur Ruhe zu kommen. Die Gastgeberin empfiehlt, den Atem mit Neugier zu beobachten, ohne ihn verändern zu wollen – allein diese achtsame Wahrnehmung aktiviert körpereigene Selbstregulationskräfte und bringt einen ins Hier und Jetzt. Philosophisch gesehen verbindet die Atmung Körper und Geist: Sie ist ein Akt der Selbstbestimmung, aber auch ein spirituelles Symbol für Lebensenergie, das in vielen Kulturen verehrt wird. Die Folge endet mit der Einladung, sich Momente für die bewusste Atembeobachtung zu nehmen, um innere Ruhe und Verbundenheit mit sich selbst zu stärken.

Transcription

2818 Words, 17316 Characters

German
Du hörst den endlich entspannt erfolgreich Podcast. Für Frauen mit anspruchsvollem Job oder eigenen Business, die berufliche Erfolg und private Glück steigern wollen, aber ohne dabei nur noch gestresst und überreizt zu sein. Es darf so viel leichter und trotzdem maximal erfolgreich und erfüllen sein. Ich bin Korridierichs, Unternehmerin, Coach und Inspiratoren und ladet ich einen Indie-Magie in spannenden Erfolgs und echter Lebensfreude. Du arschmest, gerade jetzt. Ist dir das bewusst? Du atwas natürlich den ganzen Tag und die ganze Nacht und zwar ohne, dass du etwas dafür tun musst. Und du bist lebendig, weil du atmest. Und die spannende Frage ist, wie oft bist du dir dessen eigentlich bewusst? Und heute in dieser Folge wird es biologisch, philosophisch praktisch. Wir wollen uns mal für ein paar Minuten mit der Atmung auseinandersetzen. Und viele kennen mich aus dem Coaching und dem Führungskräfte Mentoring-Context. Aber viele wissen nicht, dass ich jahrelang in München auch Yoga-Unterrichtet habe. Und das hat natürlich immer wieder mit der Atmung zu tun gehabt. Oder dass ich vier Jahre lang eine sehr körperbasierte Ausbildung zur Persönlichkeitsentwicklung in den USA gemacht habe und auch da war Atmung immer wieder ein Thema. Und ja, vielleicht ist dir das noch gar nicht so bekannt über mich, dass sei an der Stelle erwähnt, damit du weißt, warum ich in den Polz hatte mal eine Podcastfolge über die Atmung zu machen. Und viele wissen allerdings auch, die mich schon länger verfolgen, dass das Thema in Nervensystem auch in mein Coaching reingehört. Und auch da ist natürlich Atmung immer wieder ein Thema. Und deswegen widmen wir uns dem heute für ein paar Minuten mit einer ganz wertvollen Anregung, Schreckstrich, Übung am Ende, die dir so forthilft aus dem Stress rauszukommen. Und ja, an der Stelle vielleicht eine persönliche Geschichte von mir, die mir mal gezeigt hat, wie kraftvoll die Atmung ist. Und zwar tatsächlich noch, bevor ich so viel damit experimentiert hatte, wie das heute der Fall ist und bevor ich das so viel in meinem täglichen Arbeiten hatte, wie das heute der Fall ist. Und zwar lebte ich damals auf Mallorca und habe plötzlich Flugangst entwickelt. Denkbar ungünstig, wenn man auf einer Insel lebt und Kunden, so wie Freunde und Angehörige, in Deutschland hat. Aber es hatte sich irgendwie Flugangst in meinen System eingeschlichen. Und ich habe mir tatsächlich auf diesen Flügen gesagt, irgendwas muss es geben, was mir jetzt hilft. Es muss irgendwas geben, an dem ich mich quasi festhalten kann, wobei ich gerade das Gefühl habe, nichts ist sicher. Ich fliege in so einer riesen Kiste durch die Luft. Und da habe ich ganz intuitiv den Fokus zu meiner Atmung gebracht und bin wirklich mit mir selbst durch diese Atembeobachtung gegangen und konnte spürbar merken, wie die Flugangst zwar nicht komplett verschwunden ist. Aber so, dass ich das aushalten konnte und dass ich sogar für ein paar Momente, die eigentlich dann immer mal wieder vergessen konnte und mich auch mit etwas anderen beschäftigen konnte. Und dann ist immer wieder aufgeflackert, aber es war absolut machbar damit umzugehen. Und einzig und allein, weil ich intuitiv auf die Idee kam, mit mir selbst zu Atmen und meine Atmung zu verändern und zu beobachten. Okay, für alle, die mit Atmung vielleicht noch nicht so viel zu tun gehabt haben, ganz kurz, was ist denn Atmung überhaupt? Warum ist das spannend? Du kannst ein paar Tage ohne Wasser auskommen. Du kannst sogar ein paar Wochen ohne Nahrung auskommen. Aber du kannst nur ein paar wenige Minuten ohne Sauerstoff auskommen. Das heißt, ohne Atmung kein Leben. Das heißt, Atmung ist ein absolut lebenswichtiger Prozess, was da ganz grob passiert. Dein Körper nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlendioktsied ab. Es ist oft was, was viele Menschen gar nicht so auf dem Schirm haben. Wir denken immer nur Luft holen, heißt ich, braucht Sauerstoff. Aber Atmprozess ist auch ein Reinigungsprozess. Wir geben Kohlendioktsied ab. Ganz kurz erklärt, die Lunge ist ein passives Organ. Die bewegt sich nicht von selbst. Das ist jetzt nicht irgendwie der Lungemuskel oder so der Atmet, sondern was die Lunge sich bewegen lässt, das sind deine Atemmuskeln. Ganz kurz nochmal erwähnt das Zwerchfell, die Zwischenrippenmuskulatur. Und dadurch, dass die sich bewegen, diese Muskeln, wird Sauerstoff in deine Lunge reingesaugt sozusagen. Und dann in der Lunge wird Sauerstoff in die Blutbahn abgegeben und durch den ganzen Körper transportiert. Und gleichzeitig wird Kohlendioktsied ein Abfallprodukt, wie vorhin schon erwähnt, aus deinem Blut wieder in die Lunge gegeben und dann beim Ausatmen, aus deinem Körper, raus befördert. Es ist ein Zusammenspiel, was doch wirklich an ein Wunder grenzt oder nicht. Also ich finde das vollkommen faszinierend, dass wir uns in einer Atmosphäre bewegen, wo Sauerstoff da ist und unser Körper, da ganz genau weiß, wie er das für sich nutzt und wie er da Abfallstoffe wieder abgibt. Vielleicht noch an der Stelle, warum brauchen wir denn überhaupt Sauerstoff? Jede Körperzelle braucht Sauerstoff, um Energie zu gewinnen. Vielleicht ein plantes Beispiel, aber im Prinzip ist es so, kannst du es dir vorstellen, ein Auto ohne Benzin, fährt nicht, ein Körper ohne Sauerstoff, kann keine Energie gewinnen, kann keine Energie produzieren und kann dann nichts tun. Wenn kein Sauerstoff kommt, dann stopp die Energieproduktion. Wenn zu wenig Sauerstoff da ist, wird die runtergedrosselt, du hörst müde, du wirst unkonzentriert. Und glücklicherweise überwacht dein Hirn, aber deine Atmung, die ganze Zeit, überwacht die Sauerstoff-Settigung, bzw. die Kohle und Dioksythdichte in deinem Körper, es wird ständig überwacht und reguliert, sodass du zum Beispiel, wenn wenig Sauerstoff da ist, du musst, nun ist es so der Versuch des Körpers, jetzt mal auf einen Schlag viel Sauerstoff reinzukriegen oder es ist der die Regulation, wenn dein Körper Sauerstoff braucht, weil er mehr Energie braucht, also beispielsweise beim Joggen, ja, da brauchst du mehr Energie als beim Sitzen auf der Couch und dann atmet dein Körper schneller, weil er weiß, wir brauchen hier mehr Energie, also muss mehr Sauerstoff rein. Und das ist einfach nur ein faszinierendes Phänomen, was unser Körper da macht. Und was auch noch spannend ist, die Atmung ist ein Teil unseres vegetativen Systems, und es ist das der einzige Teil dieses vegetativen Systems, dass du willendlich steuern kannst und das sich gleichzeitig aber auch automatisch steuert. Ja, nicht gleichzeitig. Also, passiert entweder steuerstes willendlich oder es wird automatisch steuert. Aber auf jeden Fall hat es quasi so den hybriden Ansatz, du kannst es entweder willendlich verändern oder es übernimmt einfach der Autopilot. Und dieses Phänomen, ja, dass es diese Zweigleisigkeit aufweist, macht die Atmung so mächtig, weil du damit aktiv Einfluss auf deinen Zustand nehmen kannst. Atmung ist ja eigentlich so ein Körper eigener Rhythmus, wie auch Verdauung oder ein Hormon Rhythmus. Und so weiter, das sind ja so Rhythmien, die passieren in deinem Körper und die werden gesteuert, ohne dass du aktiv was dazu tun musst. Atmung ist genau so, aber gleichzeitig ist es etwas, dass du beeinflussen kannst. Und dadurch, dass es dieses Phänomen gibt, wird die Atmung dein Werkzeug. Und warum ist das wiederum so wichtig zu wissen, weil Atmung und Stress eine Wechselwirkung haben? Also, lass uns kurz darauf eingehen, was passiert mit deiner Atmung, wenn du Stress hast? Im Stress ist dein Sympathikus aktiv. Das ist der Teil in deinem Nervensystem, der dann dafür sorgt, dass du vorbereitet bist und auch mit diesen Stress umgehen kannst. Und wenn der Sympathikus sehr aktiviert ist, dann wird eine Atmung flacher und schneller. Geht oft nur so in den oberen Bereich des Brustraums. Du art bist nicht so tief wie in der Entspannung. Und was ist die Folge davon? Es kommt zu weniger Sauerstoffversorgung. Es kommt zu coolen Dioksy-Trückstau in deinem Körper. Es führt dazu, dass so innere Druck steigt, unruhe, dein Fokus wird enger, die Anspannung nimmt zu. Das sind also Dinge, die passieren, wenn der Sympathikus sehr, sehr aktiv ist. Und dein System sagt dir dadurch im Prinzip, "Hey, da ist irgendwas gerade nicht okay. Lass uns mal rausgehen, lasst mal an die frische Luft gehen." Oder "Man lieber Mensch, schaff hier mal Aphilfe, hol mich mal aus der Situation raus." Hier ist irgendwas nicht okay. Aber leider haben wir oft die Verbindung zu uns selbst so sehr verloren, dass wir das gar nicht merken. Oder erst sehr, sehr spät merken, dass unser System eigentlich uns hier gerade eine Message setzt durch die veränderte Atmung. Also im Prinzip ist es so "Hey, Mensch, hier ist. " "Das ist das nicht okay, alarm, bitte kümmert dich." Das ist das, was die Stressartmung dir sagen will. Aber wenn wir die Verbindung zu uns selbst verloren haben, oder wenn wir da auch nicht draufhören, dann ist es wie so ein Alarmknopf der Dauern gedrückt ist, deine Stressartmung. Dann bleibt die oft über Stunden hinweg. Und ein Alarm ist eigentlich nicht dazu gedacht, über Stunden zu laufen, sondern der soll kurz auf etwas Aufmerksam machen und dann soll Abhilfe geschaffen werden. Aber viele Menschen sind eben chronisch in dieser Stressartmung und oft ohne das zu merken, weil sie sich daran gewöhnt haben. Ja, du kannst es dir so vorstellen, wenn du in irgendeiner Deadline hektik bist, dann wird deine Atmung flacher, weil dein Sympathikus aktiviert ist. Und dann atmest du quasi wie beim wegrennen Formsäbelzahntiger, obwohl du gerade am Schreibtisch sitzt. Du kannst es auch gerne mal Spaßesheiber beobachten. Vielleicht hast du ein Teenager oder ein Partner zu Hause, der gerne mal Video Games zockt am Handy beispielsweise. Und macht dir mal den Spaß, wenn ihr gemeinsam auf dem Sofa sitzt und du liest mein wegen ein Buch und er hat Kopfhörer auf und spielt das Video Game, beobachten mal, wie sich die Atmung bei der Person verändert, die das Video Games zockt. Da kannst du oft höheren, wie das flacher und mehr stoßweise geschieht, im Gegensatz zu, wenn du einfach ganz entspannt auf der Couch schilst. Kannst du mal Spaßesheiber beobachten. Vielleicht kannst du sogar bei dir selbst beobachten, aber das erfordert ein bisschen mehr Feind-Tuning, wenn du gleichzeitig in dem Tunnel des Video Games bist, dann auch noch deine Atmung zu beobachten. So, aber ich hatte jetzt von dem genialen Feature gesprochen, dass unsere Atmung hat, nämlich, dass sie sozusagen in zwei Richtungen funktioniert, einmal verändert der Stress die Atmung. Aber bewusste Atmung lindert auch Stress. Und das ist jetzt das Kuhle, den tiefe lange Atemzüge beispielsweise, die aktivieren deinen Parasempartikus. Also den Teil, der dein System wieder in die Ruhe bringt, in die Erholung bringt. Das kannst du zum Beispiel machen, tiefe lange Atemzüge hat gar nicht so viel mit dem Einatmen zu tun, sondern eher erst mal länger aus Atmen, platz schaffen sozusagen. Und dann kommt die Einatmen von ganz alleine. Und dadurch, dass du mehr Platz geschaffen hast, wird die Einatmung auch tiefer. Und das ist wie so ein Signal an dein vegetatives System. Hey, Gefahr ist vorbei, Stress ist gebannt. Wir können wieder lang und tiefer Atmen. Also das kannst du gerne schon mal so als Einwerk zu euch nehmen, deine Ausatmung zu verlängern, um vom Stress wieder in die Entspannung zu kommen. Was ich aber heute in dieser Folge auch noch tun möchte, ich möchte deine Selbstregulationskräfte ansprechen. Und zwar möchte ich dir dazu ans Herz legen, dass du einfach mal in die Beobachtung deines Atemskäst. Und zwar mit Neugier. Gar nicht immer dieses, jetzt muss ich diese Übung machen, sondern dass du sagst, ich beobachte meinen Atem jetzt mit Neugier. Das kann so was sein, dass du dich fragst, wie lange Atmung eigentlich ein? Wie viele Sekunden geht das? Wie lange Atmung eigentlich aus? Ist das gleich lang ein und aus Atmen oder ist da das eine länger als das andere? Oder die Frage, mach ich eigentlich Pausen dazwischen? Also wenn ich das Gefühl habe, meine Einatmung ist jetzt beendet, geht es dann direkt in die Ausatmung über oder mache ich eine kleine Pause, zum Beispiel. Oder dass du dich fragst, was es mir eigentlich lieber, finde ich das Einatmen schöner als das Ausatmen? Oder dass du beobachtest, was bewegt sich eigentlich in mir, wenn ich Atme? Und es kann durchaus anstrengend sein, diese Art von Selbstregulationskräften erst mal aufzurufen durch die Beobachtung. Es kann total anstrengend für uns Menschen sein, Dinge einfach mal zu beobachten, ohne gleich was zu tun. Das hilft aber schon ungemein für dein Nervensystem, wenn du dich ein bisschen dran gewöhnt hast, den Atem immer mal wieder zu beobachten, dann kann der Atem dein Anker in der Gegenwart werden. Also dich ins viel zitierte hier und jetzt bringen, wenn du zum Beispiel Bammel hast vor irgendeiner Präsentation, die du halten musst, die aber erst im Nervochestadt findet, die Atmung kann dich zurück in die Gegenwart bringen. Oder wenn du eine Situation, die schon längst vorbei ist, die aber immer noch an der Nahrung, wenn du die Atmung beobachtest, dann kann ich das wieder ins hier und jetzt bringen, und zwar in die Gegenwart und nicht mehr in der Vergangenheit hängen lassen. Gleichzeitig ist es so, dass der Atem ja auch wie so ein Spiegel deiner inneren Verfassung ist. Das heißt, durch dieses schlechte Beobachten kannst du die Verbindung zu dir selbst wieder aufbauen, indem du dich wirklich fragst, hey, sag mal, wie atme ich eigentlich gerade. Also wie geht's mir eigentlich gerade wirklich? Geht's mir grad gut oder bin ich angespannt? Bin ich relaxed oder bin ich besorgt? Nutt, dass du den Atem nutzt, um auch dich selbst zu fragen, wie geht's mir eigentlich? Und wenn du mit dieser neugierigen Haltung, die ich angesprochen habe, dieses bloße Beobachten nichts verändern, sondern beobachten, wenn du damit experimentierst, dann wirst du merken, es beginnt sich zu verändern. Das ist wie in der Quantenphysik. Da ist es auch so, dass die Beobachtung den Ausgang des Experiments verändert. Und genauso ist es, wenn du anfängst, deine Atmung zu beobachten. Und zwar mit neugier und dem Vertrauen in deinen Körper, das der das kann atmen, der kann das. Und dieses bloße Beobachten führt dann sehr häufig dazu, dass der Körper, dein Nervensystem, deine Atmung reguliert. Also quasi sie ist selbst reguliert. Das sind diese Selbstregulationskräfte. Die hat unser Körper und durchs Beobachten und neugierig anwesend sein, können wir sie aktivieren. Also viel Freude erst mal mit der Beobachtung, deiner Atmung in der nächsten Zeit. Und bei allem Pragmatismus, den ich liebe, bei allen Fakten, die ich jetzt liebe, mit euch in dem Podcast zu teilen, liebe ich es außerdem auch noch philosophische Sichtweisen auf die Dinge zu haben. Und da möchte ich jetzt gerade beim Thema Atmung auch noch mal eine ja, einen philosophischen Aspekt mit euch teilen. Denn wir hatten ja schon gesagt, der Atem ist das einzige physiologische System, dass du bewusst und unbewusst steuern kannst. Und da ist es wie so ein faszinierendes Tor, irgendwie oder so ein faszinierendes Bindeglied zwischen Körper und Geist. Also was meine ich damit? Wir können den Atem ja bewusst steuern. Also wir können sagen, der Atem ist was körperliches. Wir können wissen, um den Atem haben. Der Verstand kann sich einschalten. Wir können planen, eine Atemübung zu machen. Wir können das umsetzen. Und wir können dann zum Beispiel den Atem nutzen als ein Akt, der Selbstbestimmung, statt sich von äußeren Dingen beeinflusst und zu lassen, aufregend zu lassen. Entscheide ich mich ruhig zu Atmen, im Her und jetzt zu bleiben, bei mir zu bleiben. Und dadurch mein Inneres zu steuern. Und dadurch bin ich selbst bestimmt und nicht den Reizen von da draußen ausgeliefert. Aber gleichzeitig ist der Atem ja auch, wie gesagt, etwas was gesteuert wird. Also was wie durch Zauberhand passiert, wie durch so eine höhere Instanz, was durch die Intelligenz deiner Zellen gesteuert wird. Und das kann man so sehen, wie das Geistige, das Übergeordnete, das spirituelle. Und nicht von ungefähr ist ja der Atem auch ein spirituelles Symbol in ganz vielen Kulturen. Da gilt der Atem als die Lebensenergie. Ja, und da wird Bedeutung beigemessen, dem ersten Atemzug, den ein Lebewesen macht, so als der Beginn des Lebens. Ja, da wird Bedeutung beigemessen, dem letzten Atemzug, den das ein Lebewesen macht. Das Ende seines Lebens. Also, wie gesagt, in vielen Kulturen gilt der Atem auch als etwas spirituelles. Und vielleicht ist auch das der Grund, weshalb die Atemung eben so oft zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt wird. Und warum bewusste Atemung viel mehr ist als nur Entspannung. Und zum Schluss möchte ich dich einladen, dich einfach mal zu fragen. Wann hast du das letzte Mal wirklich tief durchgeatmet? Oder wann hast du dir das letzte Mal ein Moment genommen, um deine Atemung zu beobachten? Und was glaubst du, könnt du passieren, wenn du diesem Phänomen der Atemung mehr Achtsamkeit schenkt, mehr Aufmerksamkeit schenkt? Geh gerne, wie schon erwähnt, in die Beobachtung. Denn der Atem ist immer da. Und du kannst in jedem Moment entscheiden, in diese Beachtung zu schenken. Und damit bei dir zu sein und bei dem größten Schatz, den du hast. Den ohne Atem kein Leben.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Atmung ist lebensnotwendig
  2. Die Atmung ist einzigartig, da sie sowohl willentlich als auch automatisch gesteuert werden kann – dies macht sie zu einem mächtigen Werkzeug zur Stressregulation.
  3. Stress aktiviert den Sympathikus, was zu flacher, schneller Atmung führt; bewusste, tiefe Atmung (besonders verlängertes Ausatmen) aktiviert den Parasympathikus und fördert Entspannung.
  4. Die neugierige Beobachtung des eigenen Atems (ohne Veränderungszwang) aktiviert Selbstregulationskräfte des Körpers und kann als Anker in die Gegenwart dienen.
  5. Atmung verbindet Körper und Geist

Summary:

In dieser Podcastfolge erklärt die Gastgeberin die biologische, philosophische und praktische Bedeutung der Atmung. Sie betont, dass Atmung lebensnotwendig ist: Der Körper nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab, wobei jede Zelle Sauerstoff zur Energiegewinnung braucht. Besonders faszinierend ist, dass die Atmung sowohl automatisch als auch willentlich gesteuert werden kann – ein Alleinstellungsmerkmal im vegetativen Nervensystem.

Bei Stress wird die Atmung flach und schnell, was Anspannung verstärkt. Bewusste Atmung, insbesondere verlängertes Ausatmen, aktiviert den Parasympathikus und hilft, zur Ruhe zu kommen. Die Gastgeberin empfiehlt, den Atem mit Neugier zu beobachten, ohne ihn verändern zu wollen – allein diese achtsame Wahrnehmung aktiviert körpereigene Selbstregulationskräfte und bringt einen ins Hier und Jetzt.

Philosophisch gesehen verbindet die Atmung Körper und Geist: Sie ist ein Akt der Selbstbestimmung, aber auch ein spirituelles Symbol für Lebensenergie, das in vielen Kulturen verehrt wird. Die Folge endet mit der Einladung, sich Momente für die bewusste Atembeobachtung zu nehmen, um innere Ruhe und Verbundenheit mit sich selbst zu stärken.

FAQs

Ohne Sauerstoff können wir nur wenige Minuten überleben. Die Atmung versorgt jede Körperzelle mit Sauerstoff zur Energiegewinnung und reinigt den Körper, indem sie Kohlendioxid abgibt.

Bei Stress aktiviert der Sympathikus die Atmung, die dann flacher und schneller wird. Dies führt zu weniger Sauerstoffversorgung, innerem Druck und Unruhe.

Ja, tiefe und lange Atemzüge, besonders eine verlängerte Ausatmung, aktivieren den Parasympathikus. Das signalisiert dem Körper, dass die Gefahr vorbei ist, und fördert die Entspannung.

Die Atmung ist der einzige Teil des vegetativen Systems, den du sowohl willentlich steuern als auch automatisch laufen lassen kannst. Diese Zweigleisigkeit macht sie zu einem mächtigen Werkzeug, um deinen Zustand zu beeinflussen.

Beobachte deinen Atem mit Neugier: Wie lange dauert Ein- und Ausatmung? Gibt es Pausen? Was bewegt sich? Allein durch diese achtsame Beobachtung aktivierst du die Selbstregulationskräfte deines Körpers.

Die Atmung kann ein Anker in der Gegenwart sein. Wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst, bringt er dich aus der Vergangenheit oder Zukunft zurück ins Jetzt, zum Beispiel vor einer Präsentation.

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