Go back

#03 Pränataldiagnostik: Welche Tests soll ich machen?

45m 15s

#03 Pränataldiagnostik: Welche Tests soll ich machen?

In dieser Folge des Podcasts „Tatsächlich schwanger“ diskutieren die Moderatorin Lucy und die Ärztin Dr. Manuela Tabares das sensible Thema Pränataldiagnostik. Sie betonen, dass über 95 % der Kinder gesund zur Welt kommen und die Diagnostik nur für einen kleinen Teil der Schwangerschaften relevant ist. Ziel ist es, werdende Eltern zu informieren, damit sie eigenständig entscheiden können, ob sie zusätzliche Untersuchungen wünschen. Im Fokus stehen die vier häufigsten Missverständnisse. Das erste betrifft den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT), der seit Juli 2022 von Krankenkassen bezahlt wird. Dieser Bluttest untersucht auf Trisomien 13, 18 und 21, gibt aber keine Garantie für die vollständige Gesundheit des Kindes – ein unauffälliges Ergebnis schließt nur diese drei Erkrankungen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung, da falsch-positive Resultate möglich sind. Zur endgültigen Abklärung ist eine invasive Diagnostik (Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie) nötig. Die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 steigt kontinuierlich mit dem mütterlichen Alter, nicht sprunghaft ab 35; auch das Alter des Vaters beeinflusst das Risiko für Neumutationen. Die Kosten für das Ersttrimester-Screening liegen bei etwa 150–250 Euro. Die Ärztin betont, dass Pränataldiagnostik freiwillig ist und Schwangere ein Recht auf Nichtwissen haben – jede Entscheidung sollte gut überlegt sein.

Transcription

7777 Words, 48377 Characters

German
* Musik * ARD. Die aller meisten Kinder, also über 95 Prozent der Kinder, kommen wirklich ganz gesund auf die Welt. Die wenigsten haben eine Veränderung, wenn sie geboren werden. Das heißt, es geht jetzt um einen kleinen Teil. Und da geht es darum, dass du gut informiert deine Entscheidung treffen kannst, ob du diese Untersuchung machen möchtest oder nicht. Tatsächlich schwanger. Alles, was ihr jetzt wissen müsst. Ein Podcast von Enjoy. From In The Air. Hallo, herzlich willkommen. Schön, dass ihr dabei seid. Ich bin Tim. Wir heißen hier ausdrücklich alle willkommen. Egal, ob ihr gerade selbst schwanger seid oder ob ihr der Partner oder die Partnerin einer schwangeren seid. Klar ist tatsächlich schwanger. Das ist der Podcast, den ihr jetzt braucht. Jeden Donnerstag, eine neue Folge in der kostenlosen App der ARD-Audiothek und überall, wo sonst noch Podcast gibt. Folgt uns gerne und teilt unsere Folgen. Hallo, auch von mir. Ich bin Lucy. Und wir reisen hier quasi zusammen durch die Schwangerschaft vom positiven Schwangerschafts-Test bis zur Geburt. Und dann klettern wir auch ins Wochenbett. Hier bekommt ihr kompakt der Infos für diese besonderen Monate. Und diese Reise machen wir zusammen mit unserer Expertin und Ärztin Dr. Manuela Tabares. Hallo, in die Runde. Das bin ich. Ich bin Oberärztin am Universitätsklinikum Hamuk-Appendorf. Und arbeite auch in einer eigenen Praxis in Hamburg. Und du bist wirklich die Expertin. Also Manu liefert hier das, was in vielen Internetfohren gesucht wird. Und was man dort aber nicht findet, aktuelle, glaubwürdige und wissenschaftliche Antworten auf die wichtigsten Fragen, die man eben hat, wenn man Schwanger ist oder der Partner oder Partnerin von jemanden ist. Der Schwanger ist. Das hätte ich mir gewünscht. Ich bin ja auch selbst Mama. Und auch als Journalistin habe ich ja viel recherchiert und bin da ja abgestiegen in die Welt der Müten und Halbbarren. In die Rabbit-Told der Schwangerschaft. Auf jeden Fall bin froh, dass wir diesen Podcast hier machen. Und von mir kommt noch aus meinem Alltag so ganz viele Informationen, wo ich mich eigentlich immer frage. Warum steht das eigentlich nicht im Internet? Und warum wissen das nicht alle Schwangerin? Dafür sitze ich hier in dieser Runde. Wir sind ja sonst immer sehr locker hier. Heute denke ich, wird es ein bisschen anders. Es geht um ein sensibles Thema. Heute geht es um das große Thema prenatal diagnostik. Und das ist wirklich dein Thema Manu und damit ist es auch deine Folge. Genau. Ich habe mich auf die prenatal diagnostik spezialisiert. Inzwischen mache ich fast auch schließlich Ultraschall in der Schwangerschaft, in Krankenhaus als auch in der eigenen Praxis. Und los sie, wie du gerade gesagt hast, es kann ein sensibles Thema sein. Und sollte es das für dich gerade sein, die du zuhörst, überlegt dir, ob du die Folge weiter anhören möchtest. Denn die heutige Folge ist vor allem für alle gedacht, die noch gar nicht viel mit dem Thema zu tun hatten und sich generell informieren wollen. Für euch habe ich heute die vier größten Missverständnisse mitgebracht zur prenatal diagnostik, die mir wirklich fast täglich begegnen. Aber erst mal, bevor wir uns um diese großen Missverständnisse kümmern, klären wir erst mal, was hinter dem Begriff prenatal diagnostik steckt. Also prenatal, das heißt, vor der Geburt, also alle Untersuchungen, die vor der Geburt stattfinden. Trotzdem, wenn wir über prenatal diagnostik sprechen, dann meint das, was anderes. Also nur so ganz spezielle Untersuchungen, die eben zusätzlich zu den regulären Vorsorgeuntersuchungen gemacht werden, über die wir ja schon in der letzten Folge, also Folge 2 gesprochen haben. Also, wie du gerade sagst, die Pelosi, prenatal ist ja alles, was vor der Geburt ist. Und das bezieht sich nicht nur auf das Kind, sondern auch auf die Mutter im Grunde genommen. Im Allgemein ist es aber so, dass die prenatal diagnostik damit verbunden ist, Untersuchungen durchzuführen. Das kann ultraschall sein, können auch andere Blutests sein, die darauf abzielen, zum Beispiel eine genetische Erkrankung zu finden, beim Kind, wie zum Beispiel die Trissomie 21, das Down syndrome. Also im Kern geht es wahrscheinlich immer um die Frage, ist mein Kind gesund? Und direkt an dieser Stelle muss ich sagen, es gibt gar keine Untersuchungen, die wirklich aussagt, dein Kind ist ganz gesund. Es ist eher im Ausschlussverfahren, das heißt, ich schaue mir das Kind an und stelle fest, ich sehe jetzt keine Auffälligkeiten und daher nehme ich an, dass einfach alles in Ordnung ist. Du hast jetzt gerade schon aufgezählt, Ultraschall und Blutest. Gibt es da noch andere Untersuchungen? Um eine genetische Erkrankung zum Beispiel festzustellen, kann neben dem Ultraschall, wo man so eine Wahrscheinlichkeitsberechnung macht, als auch dem Blutest eine invasive Diagnostik durchgeführt werden. Das heißt, dass man mit einer ganz kleinen Nadel in den Bauch geht unter Ultraschall sicht und dort zum Beispiel genetische Zellen des Kindes aus Mutterkuchen oder Fruchtwasser nimmt, um diese zu untersuchen. Das klingt jetzt schon sehr speche. Ich vermute mal, das macht nicht einfach jeder Frauenarzt, Frauenärztin. Die Prinataldiagnostik wird eigentlich immer angeboten, wenn du einen speziellen Schwerpunkt dafür hast, das kann auch mal deine Gönne-Kologin, deine Gönne-Kologe sein. Inzwischen hat sich aber auch etabliert, dass es so Prinatalzentren gibt. Ich arbeite z.B. in so einem, wo Ärzteinnen und Ärzte arbeiten, die sich eigentlich den ganzen Tag nur mit diesem Thema beschäftigen. Prinataldiagnostik ist keine Pflicht. Also diese Untersuchungen muss man nicht machen. Man kann das selbst bestimmen, ob man das machen möchte oder nicht. Wir haben uns dagegen entschieden. Wir haben keine speziellen Untersuchungen in Anspruch genommen. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Du hast als Patienten das Recht auf nicht wissen. Also es ist so, dass dir keiner sagen sollte, was du tun soll, sondern du entscheidest selber, was möchte ich genau wissen, welche Untersuchungen mache ich dafür, um das herauszufinden. Du kannst jeden Test auch nicht machen oder eben bewusst dich entscheiden, den Test durchzuführen, weil du eben das Ergebnis kennen möchtest. Genau so was bei uns. Wir haben damals den Test gemacht, weil wir einfach wissen wollten, können wir uns irgendwie, wenn das Kinderkrankheit hat, können wir uns dann schon darauf vorbereiten, weil das ist eingangs gesagt, vielleicht so eine Journalistenkrankheit. Wir wollen recherchieren uns vorbereiten und darum war für uns der Test wichtig, den zu machen. Und wenn du entscheiden möchtest, ob du einen Test durchführst oder nicht, ist nicht nur das nicht wissen oder wissen, sondern auch die Überlegung, was machen wir denn, wenn ein auffälliges Ergebnis kommt, also welche Konsequenzt sie ich dann eigentlich aus, welchem Ergebnis, das ist für mich immer ein wichtiger Punkt, dass das natürlich klar ist, bevor du eine Untersuchung machst, dass du dir ein bisschen Gedanken machst, was könnte das dann für uns bedeuten? In welcher Zeit werden denn diese Prinataluntersuchungen durchgeführt? Also in welchen Schwangerschaftswochen? Es gibt eine Untersuchung, die ist im Erstrehmester, so sagen wir mal grob, in der zwölften Woche, in der zwölften Schwangerschaftswoche. Dann gibt es den Ultraschall, wo Organe angeschaut werden. Das ist so eine 20. Schwangerschaftswoche. Und sehr ähnlich, die zeigten, die wir ja schon in der Vorsorge besprochen haben. Gibt es noch den Ultraschall in der 30. Schwangerschaftswoche etwa, wo es mehr daum geht, wie das Kind sich auch weiterentwickelt. Als wir uns damit beschäftigt haben, stand so eine Sache im Raum, nämlich mein Alter. Ich war ja schon über 35. D. D. D. D. D. D. D. 35. Und da hatte ich gelesen und es wurde mir auch dazu geraten, eigentlich primatal, diagnostikuntersuchungen durchführen zu lassen. Wenn wir uns das Down-Syndrom anschauen, also die Trisomie 21, ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind davon betroffen ist, mit dem mütterlichen Alter steigt. Das ist jetzt nicht so ein Kipschalter 35, vorher gar kein Risiko, danach total hohes Risiko, sondern mit jedem Jahr, was du älterwürst, steigt auch das Risiko, das Kind erkrankt. Das sind super guter hin, weil ich glaube, bei vielen im Kopf ist das wirklich wie so ein Kipschalter, das man denkt, "Oh Gott, jetzt habe ich die 34 hinter mir gelassen, ab jetzt Risikoschwangerschaft." Genau, so ist das eigentlich nicht, sondern mit jedem Jahr, nimmt das Risiko dafür zu. Du hast aber den gleichen Gedanken wie ich jetzt, ja? Ja, ich schlüpfe jetzt wieder in meine Partnerrolle und denke, ja, okay, wir reden jetzt über das Alter der Frau ganz selbstverständlich. Was ist denn mit uns Partnern? Also die Partner, die das Kind zeugen, von denen vom biologischen Vater spreche ich jetzt. Spielt da das Alter auch eine Rolle? Vielleicht überraschend für euch, weiß nicht, ob ihr das auch wusste, dass auch dieses Alter eine Rolle spielt. Da ist jetzt nicht 35, also es ist auch kein Kipschalter. Und wenn man so ein Kipschalter legen wollte, dann wär es deutlich später, nämlich eher so bei um die 50 Lebensjahr. Dann hab ich noch ein bisschen Zeit. Genau. Es ist so, dass da nicht das Downsyndrom eine Rolle spielt. Also das Kind erkrankt nicht häufiger an Dansyndrom, wenn die biologischen Väter älter werden, sondern es gibt Neumutationen, also ganz neu aufgetretenen genetische Veränderungen, die können relevante Erkrankungen hervorrufen. Vor allem zum Beispiel Skeletterkrankungen, Kleinwuchs oder andere Schwerwiegendes-Geletteerkrankungen sind etwas häufiger, wenn die Kinsweter älter sind. Also, Alter von beiden spielten Rolle. Bei vielen spielt auch Geld eine Rolle. Was kosten solche Tests oder sind die Kosten los? Ja, das sprichst du ein gutes Thema an, wenn wir uns den Ultraschall im Erstrehmester anschauen. Das erste Mester screening. Das ist keine Krankenkassenleistung. Das musst du in der Regel selbst bezahlen. Da hatten wir auch den Begriff "Igelleistung" schon ein paar Mal fallen lassen in den anderen Freuden. Die Ultraschall-Untersuchungen, die dann später nach Mutterschaftsrichtlinien empfohlen werden, sind Krankenkassenleistungen. Und wenn wir jetzt mal ganz konkret über Zahlen sprechen, ist das überall ein bisschen unterschiedlich. Aber ich würde so kalkulieren, so zwischen 150 und 250 Euro kostet diese Untersuchung. Damit sind wir jetzt schon ganz gut eingestiegen. In das große Thema "Prenataldiagnostik" und haben zumindest mal ein Überblick, was die "Prenataldiagnostik" so grob ist. Und ich kann von mir sagen, dabei bleibt auch immer so ein bisschen das Gefühl und der Gedanke, was können wir? Da möchte ich hier gleich sagen, die aller meisten Kinder, also über 95% der Kinder, kommen wirklich ganz gesund auf die Welt. Das heißt, es geht um einen kleinen Teil und da geht es darum, dass du gut informiert deine Entscheidung treffen kannst, ob du diese Untersuchung machen möchtest oder nicht. Du hast es eben schon gesagt, dass du heute die vier häufigsten Missverständnisse, die so an dich rangetragen werden, die willst du heute klären. Dazu kommen wir jetzt auch, aber davor echt noch mal so ein ganz ehrlicher Blick hinter die Kulissen, weil, als wir diese Folge hier vorbereitet haben, da muss man wirklich sagen, das war für uns die schwerste Folge, weil es geht natürlich schnell in so ethisch moralische Diskussion, die könnte man noch mit aufnehmen. Das haben wir jetzt aber nicht gemacht, weil wir wollen heute uns wirklich fokussieren auf die medizinische Sicht, auf die Fakten. Und ich kann das total bestätigen. Wir haben ja noch ein paar Folgen vor uns, aber ich würde, behaupten, ich glaube, am Ende unserer Reihe, können wir bestimmt sagen, das war die Folge, die unser meisten Zeit beansprucht hat. Weil es ein riesen Thema ist. Es ist ein total großes Thema. Ich sitze ja als Expertin und natürlich war irgendwie die Erwartung, wir müssen es jetzt so aufbauen, dass wirklich alles in das Detail verstanden wird, wenn ich hier schon mal sitze, kann man alle Fragen mal stellen. Und zeitgleich habe ich auch festgestellt, also die Dinge, die wir im Alltag begegnen sind häufig die gleichen Fragen. Also diese vier Missverständnisse, die ich mitgebracht habe. Und ich glaube, die können wir in dieser kurzen Zeit heute klären. Und der Anspruch soll gar nicht sein, alles in das Detail zu besprechen. Denn das gehst du ja eben mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenärzt auch durch und auch mit den Ärztinnen, wo die die Untersuchungen durchfürsst. Wir wollen eher was an die Hand geben, Dinge gut entscheiden zu können. Da lass uns doch direkt einsteigen mit dem Missverständnissen. Ich habe mich wirklich sehr regelmäßig von meinen Patienten nennen. Wenn der Nipptest unaufwärig ist, das Ergebnis, dann ist auch mein Kind gesund. Jetzt müssen wir erstmal klären, was ist denn überhaupt der Nipptest? Das ist ein Blutest. Viel in der Presse auch in meinem Freundeskreis heißt diskutiert, weil der inzwischen von der Kasse bezahlt wird. Also dadurch zumindest in meinem Freundeskreis lassen den jetzt viel mehr Leute machen. Und was ist das eigentlich für ein Test genau? Also erst mal will ich noch mal die Abkürzung erklären. Nippt, das steht für nicht-invasiva-Pränerteiltest-NEPT. Und seit Juli 2022 ist dieser Test auch Krankenkassenleistung. Davor musst du es selbst bezahlen, war also eine Selbstzeilerinleistung. Und der Test, das ist technisch wirklich sehr faszinierend. Der untersucht im Grunde genommen die Gene des Kindes im mütterlichen Blut. Das funktioniert so, dass der Mutterkuchen, der enelt genetisch dem Kind, und zählen aus dem Mutterkuchen werden in die Blutbahn der Schwangerin versendet und können dort untersucht werden. Das heißt nicht invasiv, weil wir nicht in die Gebermutter hingehen, um zählen zu erlangen. Sondern im Grunde ist es trotzdem invasiv, weil eine Nadel braucht man schon, aber eben nur für die Wene der Mutter. Und man geht nicht in die Gebermutter. Trotzdem hat man Informationen von dem Kind. Und dann nimmt der Mutter das Blut ab. Man nimmt der Mutter das Blut ab. Vielleicht noch ein ganz guter Hinweis. Wenn ihr jetzt denkt, nippt, habe ich noch nie gehört. Es haben sich zum Teil auch so Markennahmen durchgesetzt. Also andere kennen die vielleicht auch unter anderem begriffen. Aber dieser Blutest, den du grad beschrieben hast, ist immer der, der damit gemeint ist. Das ist der Oberbegriff dafür. Je nachdem, wo du in Deutschland bist, werden eben den Markennahmen haben sich dadurch gesetzt. Aber alle Tests, egal von welcher Firma sie durchgeführt werden, sind eben nicht invasive Brennerteiltestungen. Und was wird denn da immer getestet? Was kann ich damit rausfinden? In Deutschland wird auf die Trisomie 13, 18 und 21 im miterlichen Put untersucht. Und die Trisomie 21 kennt man auch als. Da ist ein Dome. Genau. Und jetzt aber nochmal konkret zum Missverständnis-Marnu. Du sagst oder du erlebst, dass Patienten ja sagen oder glauben, wenn der nippt unauffällig ist, dann ist ihr Kind gesund. Aber das ist nicht so. Das Missverständnis hier ist, dass wenn das Ergebnis unauffällig ist, heißt es nicht, dass das Kind gesund ist, sondern dass es sehr wahrscheinlich nicht ein Down syndrome hat und auch nicht eine Trisomie 13 oder 18. Du kannst nicht sagen, es ist gesund. Sondern du kannst sagen, mein Testergebnis ist unauffällig. Es hat sehr wahrscheinlich diese drei Erkrankungen nicht. Okay, und andere Krankheiten oder Fehlbildung werden damit nicht untersucht. Kann ich denn zumindest sagen, wenn ich den Test gemacht hab, kann ich mir dann wenigstens zu 100 Prozent sicher sein, dass mein Kind keine Trisomie hat. Du kannst nur mit einer in-versiven Diagnostekunheit-Prozent-Sicher sein. Das heißt, da muss man echt mit der Nadel in den Bauch, die Zählen des Kindes untersuchen. Mit dem nicht-in-versiven Prenatal-Test berechnest du nur Wahrscheinlichkeiten, ob das Kind betroffen ist. Wenn der Test unauffällig ist und wir uns jetzt die Trisomie 21 anschauen, dass Down syndrome, dann hat es in etwa 99 Prozent kein Down syndrome. Damit erkennt es eigentlich ganz gut. Das ist ja eine 100 Prozent. Genau, aber 99 Prozent für die Trisomie 13 und 18 ist der Test etwas weniger aussagekräftig. Diese sind aber auch deutlich selten. Meistens kommt man auch das allererste Mal damit in Berührung, wenn man schwanger ist. Eigentlich gucken wir mich immer alle an, "Hab ich noch nie gehört, dass ich mit 13, 18, wenn man schwanger ist." Dann kennt man das, weil das dann immer so ein Rutsches, Trisomie 13, 18, 21. Der Unterschied zu Trisomie 21 ist, dass man oft Menschen kennt. Sei es persönlich oder aus der Öffentlichkeit, die Trisomie 21 haben. Man kennt aber jetzt niemand mit einer Trisomie 13 oder 18, denn das sind sehr schwerwiegende Erkrankungen, die nicht mit dem langfristigen Leben einhergehen oder sogar im Mutterleib ist schon das zuführt, dass die Kinder verstärben. Also, wir haben jetzt einmal diesen Punkt. Der Test ist unauffällig. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mein Kind keine Trisomie 21 hat. Das kann man schon sagen. Man kann aber nicht sagen, es ist ganz gesund. Jetzt kommen wir aber zu dem Punkt, der Test ist auch fällig. Ich habe eine Ergebnisse, das sagt, verdacht auf einer dieser drei Erkrankungen. Da ist das so, dass es nichts wangsläufig krank ist. Das ist auch sehr wichtig zu wissen. Wenn der Test unauffällig ist, ist es sehr wahrscheinlich gesund. Wenn der Test aber auffällig ist, heißt das nicht, dass das Kind auf jeden Fall erkrankt ist. Wenn der Test auffällig ist, dann ist man ja auch erst mal verunsichert. Das finde ich es auch völlig normal. Was macht man dann? Ich möchte ja als erstes wissen, ist das Kind wirklich erkrankt. Ich mache einmal einen Ultraschall. Ich schau mir einmal an, ob es irgendwelche Ultraschallauffälligkeiten gibt, die auf einer dieser drei Erkrankungen hindeuten können. Dann würde ich mir zum Beispiel bei der Trisomie 13/18 auch dein Alter noch mal anschauen. Es ist ja eher wahrscheinlich, dass ein Kind erkrankt, dass wenn die schwangere Älter ist, sei es bei einer Jungpatienten, wo der Ultraschall ganz unauffällig ist, besteht eine sehr hohe Chance, dass das Kind wirklich gesund ist und der Test war auffällig ist, aber das nicht bedeutet, dass das Kind erkrankt. Weil das Ergebnis falsch ist. Und das möchte ich natürlich wissen und würde anbieten, das inversiv abzuklären, eben wieder die Fruchtwasseruntersuchung oder dem Mutterkuchen zu punktieren. Und je älter die Mutter ist, umso hörst dann auch die Wahrscheinlichkeit, dass wenn ein Test dann auf Fälligkeiten hat, dass das Ergebnis dann auch richtig ist. Ja, genau. Das liegt daran, dass in der Gruppe der älteren Schwangeren mehr Kinder sind, die wirklich betroffen sind. Und daher ist der Test häufiger richtig, als in der Gruppe der Jungpatienten, wo sehr selten Kinder erkrankt sind. Wenn du jetzt danach noch mal so Untersuchungen machst, wir haben ja schon viel über Naderengesprochen und Funktion. Was genau wird da gemacht? Meinst du die Fruchtwasseruntersuchung? Genau. Da ist das so, dass wir unter Ultraschall Sicht mit einer sehr, sehr dünnen Nadel-Gewebe, also genetisches Material gewinnen möchten, eben aus Fruchtwasser, da sind Zellen des Kindes oder eben richtig aus dem Mutterkuchen. Da geht man mit einer kleinen Nadel, eben entweder in den Mutterkuchen oder in die Fruchthöhle. Ja, das ist wahrscheinlich eine ganz, ganz dünne Nadel klingt, aber trotzdem sehr unangenehm. Ja, es sind, haben auch die meisten, wo wir darüber sprechen haben, auch ein bisschen Angst natürlich, man weiß gar nicht, was auf einen dazu kommt. Ich kann jetzt ja an dieser Stelle sagen, natürlich die Aufklärung machte, die durchführende Ärztin oder Ärzt. Es ist deutlich weniger schlimm, als man sich vorstellt. Wir machen ja unter Ultraschall, sehe ich, man guckt ganz genau, wo die Nadel hingeht. Und es dauert wirklich ganz wenige Sekunden quasi einmal die Nadel rein und einmal die Nadel wieder raus. Ich glaube, hier können wir einmal einen Punkt machen. Das erste Missverständnis, das haben wir damit geklärt. Wobei es witzig ist, weil du als Ärzt, denn hast natürlich jetzt viel über Krankheiten erzählt und was du da untersuchst. In meinem Freundeskreis, ehrlicherweise, wird dieser Test in der Regel gemacht. Na ja, weil man damit das Geschlecht sehr, sehr früh erkennen kann. Also ich glaube, das ist so die Hauptmotivation bei mir im Freundeskreis. Das ist auch in meinem Alltag so tatsächlich. Ja, genau. Also man darf das Geschlecht erst nach 14 Wochen bekannt geben. Aber das ist ja schon sehr, sehr früh. Hier an dieser Stelle nochmal der ganz, ganz wichtige Punkt. Wir haben ja eben schon so über positive Test gesprochen und das meist gar nicht viel heißt. Wenn du ein Test machst, nur um das Geschlecht zu wissen, ist das immer in Kombination, dass du auch die Untersuchung machst auf die Trise mit 13, 18, 21. Und das könnte natürlich sein, dass genau bei dir der Test auffällig ist. Und dass man wirklich einmal abwegt, ist das es mir eigentlich wert, nur um das Geschlecht zu früh zu wissen. Und was würde das konkret für mich bedeuten? Also ich bin eher als Ärzt, dann würde ich sagen, nicht nur wegen des Geschlechtes diesen Test zu machen. Man hat ja auch genug Zeit später noch das Geschlecht herauszufinden. Also das sollte man sich gut überlegen mit dem Test. Das hat uns auch Lara für diesen Podcast erzählt. Sie hat selbst ein Kind mit Trisomie 21. Ich glaube, das ist vor allen Dingen wichtig, dass ich von niemand erinnere. reinreden zu lassen. Wenn man für sich entscheidet, einen Test zu machen, dann ist das so, wenn man für sich entscheidet, keinen Test zu machen, man ist das auch so. Und dann ist es egal, was Freundin oder Verwandte drumherum davon halten. Ich glaube, bei sich zu bleiben. Und im Endeffekt ist das ja auch der erste Schritt in die Elternschaft hinein. Genau das muss man anschließend ja auch permanent tun, sich nicht von anderen reinreden lassen. Das ist im Endeffekt ist das der Grundstellen. Ja, schöner Gedanke. Der erste Schritt in die Elternschaft und auch um Verantwortung zu übernehmen. Larad übrigens auch das Projekt von Mutter zu Mutter und die Initiative Lavanya ins Leben gerufen. Dort können sich Eltern mit Kindern mit Trisumi 21 austauschen. Und wir haben noch einige weitere Beratungsstellen aufgelistet. Die findet ihr unter NDR.de/tatsächlich-Schwanger und tatsächlich mit AE. Ja. Das zweite große Misverständnis, was ich heute mitgebracht habe, ist, dass Downside-Rom spielt eine sehr große Rolle in der Brennerteildiagnostik. Da fühle ich mich direkt so ein bisschen ertappt, weil ich jetzt weiß, es scheint ein Misverständnis zu sein. Also ich weiß schon, dass es auch noch andere Erkrankungen gibt und so, aber auch wenn ich mit meiner Freundin Sarah darüber gesprochen habe, das eventuell was bei solchen Test rauskommen kann, dann ging es auch bei uns meistens darum, was ist, wenn unser Kind das Downside-Rom hat. Und so ganz kann man das nicht übertragen. Also wir hatten schon einmal ganz kurz angedeutet, dass die Trisumi 21 mit dem mütterlichen Alter einhergeht. Wenn wir jetzt beispielsweise eine schwangerer anschauen, die 35 Jahre ist und wir gehen jetzt in ein Raum mit 350 Frauen, dann ist rein statistisch aufgrund des Alters ein Kind vom Downside-Rom betroffen mit 35. Wenn wir jetzt uns in dem gleichen Raum befinden und einmal schauen zum Beispiel auf Herzfehler, dann ist das so, dass nicht 350 Frauen in diesem Raum sind, sondern 100. Und von diesen 100 ist statistisch gesprochen, ein Kind von einem Herzfehler betroffen und diese Frauen, dass das besonders sind alle ganz unterschiedlich alt. Das hat nämlich gar nicht mit dem mütterlichen Alter zu tun. Es kann mal eine ältere schwangere sein, aber es kann genauso gut auch eine jüngere schwangere sein. Das heißt ihr schaut in der Primataldiagnostik vor allem dann auch auf organische Vielbildung. Ja und die sind in meinem Alltag sehr viel häufiger als das Thema Trisumi 21. Wenn wir nochmal die Zahlen 350 und 100 miteinander vergleichen, dann kann man sich eigentlich ganz einfach vorstellen, dass in meinem Alltag viel häufiger kindliche Herzfehler ein Thema sind als ein Kind mit Trisumi 21. Also Herzfehler ist so das, was du am häufigsten siehst in deinem Praxisalltag. Bei der Geburt die meisten Kinder kommen ja gesund auf die Welt, also über 95 Prozent. Es ist so, dass etwa 1 Prozent aller Kinder irgendein Herzfehler bei der Geburtart. Das zwei häufigste sind so Nierenveränderungen, so eine Nierentzüste oder eine Veränderung des Nieren gewesen, was gar nicht behandelt werden muss. Aber einige Herzfehler müssen auch nachgeburtlich, also nachdem das Kind geboren ist, behandelt werden zeitnah. Das wisst du wahrscheinlich im Ultraschall dann sehen, was genau siehst du denn da am Herzen? Also wir schauen uns die Herzkammern an, die Vorhöfe, die großen Gefäße und diese Untersuchung in der Schwangerschaft, nennen wir ECHO-Kadioch IV, also die Darstellung des Herzens im Ultraschall. Das meist sehr großes Thema in der 20. Schwangerschaftswoche, da wird das Herz sehr genau angeschaut. Und 1 Prozent aller Menschen wird mit einem kleinen Loch in der Herzscheidewand geboren. Erfreulicherweise muss bei diesen Meist überhaupt gar nichts gemacht werden, sondern es wird einfach nur kontrolliert, wie geht es da weiter, viele verschließen sich ganz alleine. Aber auf der anderen Seite gibt es auch Herzfehler, die müssen direkt nach der Geburt operiert werden. Das trifft vor allem Herzfehler, die die großen Gefäße sind. Also wir haben eingefäß, das bringt sauerstoffreiches Blut in den Kopf, das andere sauerstoffarm ist in die Lunge. Und wenn irgend eins dieser Gefäße eine Verengung hat oder es geht gar nicht richtig weiter, dann ist das so, dass dieses Kind direkt nach der Geburt operiert werden muss, meist in den ersten 10 Lebenstagen. Und daher ist das wirklich sehr wichtig zu wissen, dass dein Kind davon betroffen ist, damit du den richtigen Geburt sort wählen kannst und das wäre eine Klinik mit angeschlossener Kinderherz chirurgie. Ja, also super wichtig, sowas herauszufinden. Jetzt frage ich mich, zählt das noch zu den Standarduntersuchung oder muss ich dann eben immer zu Spezialärztin wie du eine bist. In den Mutterschaftsrichtlinien ist ja in Ultraschall vorgesehen. Da spielt Herz auch ein großes Thema, die vier kann man, also zwei kann man und Vorhöfe sollen angeschaut werden. Und im Grunde genommen ist es so, dass wenn irgendwie ein höheres Risiko in der Familie, also wichtig nochmal über herumzufragen, hatten wir irgendwie Herzerkrankungen angebohrene in der Familie, dass dann man eventuell weitergeschickt wird oder auch dass deine eigene Ärztin eben noch etwas ausführlicher auf das Herz schaut. Und reicht es nicht, wenn ich dann einfach bei dem Ultraschall sage hier, guck mal nicht nur auf die Herzkammern, sondern schau auch noch mal, wie das mit der Sauerstoffersorgung aussieht. Das reicht nicht, es können nicht alle Ärztinnen einfachen. Im Grunde ist es ja trotzdem, was sehr, sehr selten ist, aber aus meiner Sicht, warum ich prinatal diagnostikerin geworden bin, ist dass ich natürlich genau da sitze, solche Erkrankungen erkenne und dann die schwangere so gut weiterleiten kann, dass das Kind die besten Möglichkeiten bekommt, ein gesundes und gutes Leben zu führen. Und für die heutige Folge habe ich eine Patientin angesprochen, da habe ich einen Herzweiler vorgebutlich gesehen und sie erzählt uns, wie es sich für sie angefühlt hat und wie es dann auch weitergegangen ist, nach der Geburt. Ich glaube, der erste Gedanke ist, dass passiert nur anderen, einem selber passiert so was nicht und man hat natürlich irgendwie Angst, Angst um das eigene Kind, Angst darum, was passiert, wenn das Kind auf der Welt ist. Ja, und dann glaube ich, befindet man sich in so einem Tunnel, und man funktioniert einfach nur noch, weil man es irgendwie muss und kommt da irgendwie so durch. Das waren schwerer Weg, aber wir haben so das Bestmögliche für unsere Tochter gemacht, so dass sie heute abgesehen davon, dass wir das beim Kadiologen halbjährlich untersuchen müssen. Genauso ist wie andere gesunde Kinder. Ich glaube, wir hatten einfach am Ende Vertrauen darin, dass die Ärzte im UKI wissen, was sie tun, dass sie ihr Bestes geben und wir haben einfach nie daran gedacht, dass irgendwas schiefgehen könnte, sondern wir haben immer nur daran gedacht, das wird alles gut und wir können sie irgendwann quasi gesund nach Hause nehmen. Als sie war, dank der Untersuchungen, letztendlich im richtigen Krankenhaus hat dort ihre Tochter bekommen, was wurde denn da nach der Gurt gemacht, Manu? Also bei ihrer Tochter, Emilia lag eine Veränderung der großen Gefäße vor, also eins, dass Sauerstoffreiches brutte in den Kopf bringt, war gar nicht durchgängig und ihre Tochter wurde am 8. Lebenstag operiert. Sie ist inzwischen 1,5 Jahre, ich kriege immer schöne Fotos, vielen Dank an dieser Stelle, freut mich immer sehr. Und es ist wirklich davon auszugehen, dass Emilia ein ganz unaufälliges Leben vorsichert. Ja, schon echt ein super sensibles Thema, aber die Geschichte, die du uns davon deiner Patientin mitgebracht hast, macht ja auch irgendwie Mut, weil da ist ja dann hinten raus, alles gut gegangen. Ja. Und jetzt kommen wir zum dritten Missverständnis. Und das ist, dass Patientinnen sagen, ich brauche eigentlich gar nicht die Präner Taljagnostik. Wir nehmen das Kind einfach so, wie es ist und für uns kommt ein Schwangerschaftsabbruch überhaupt nicht in Frage. Und genau so war es bei uns. Also, das ist fast wortgleich sozusagen das, was wir zu allen Freunden und Bekannten gesagt haben. Also wir haben ja auch keine Präner Taljagnostik machen lassen, weil wir genau diesen Gedanken hatten. Aber ich merke natürlich auch durch unser Gespräch jetzt, Manu, dass das auch ein bisschen einfach gedacht war, weil es ja nicht nur um einen Abbruch geht. Ja, also der Schwangerschaftsabbruch kann für dich eine Möglichkeit sein. Bei der Präner Taljagnostik geht es aber auch darum, dass den Kind am richtigen Ort geboren wird. Haben wir eben schon gehört, zum Beispiel bei einem Herzfehler in einem Krankenhaus. Es geht also nicht nur darum, sich gegen eine Schwangerschaft, also für einen Abbruch zu entscheiden, sondern es kann auch darum gehen, sich ganz bewusst dafür zu entscheiden. Und durch die richtige Wahl des Geburtseordes, auch das Leben deines Kindes zu verbessern. Also wenn du sagst, richtige Ort, dann heißt das, wenn mein Kind zum Beispiel einen Herzfehler hat, dann ist wahrscheinlich allein im Wald der falsche Ort für dieses Kind, sondern das ist dann. Nicht der perfekte Ort. Ja, an sich eigentlich einen schönen Ort und ein Kind zu bekommen. Aber für dieses Kind, für diese Geburt wäre dann das Krankenhaus der beste Ort. Aber was ja so ein bisschen hinter diesem Missverständnis steckt, Manu ist ja Präner Taljagnostik gleich Schwangerschaftsabbruch. Ja und da sprichst du für mich auch was sensibles an, weil. Als ich noch mehr am Kreishergearbeitet hat, weil ich so gefragt werde, was ich denn mache, bin im Kreisherl tätig, dann kommt erstmal so ein "oh, so verschön", "herd ich auszugehene gemacht" und wenn ich die jetzt erzähle, ich mache Präner Taljagnostik, dann ist er erstmal so ein bisschen gedämpfte Stimmung, weil ich auch glaube, dass dann eher so alle denken, "hmmm, geht immer um Abbruch". Also es kann sein, es ist eine Option, die in Deutschland möglich ist. Meine Aufgabe als Ärztin ist an dieser Stelle dazu beizutragen, dass in einem solchen Fall alle Informationen vorliegen, die gebraucht werden, um wirklich informiert, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber warum ich natürlich auch da sitze, ist genau für solche Kinder wie Emilia, von der wir vorhin gehört haben, denn eine vorgeburtliche Diagnose kann das Leben eben ganz positiv beeinflussen und sogar verbessern. Aber es ist eben auch ein Thema in deinem Berufsalltag. Ich würde vielleicht nicht Alltag sagen, aber. Es ist sehr häufig ein Thema. In Deutschland ist das so, dass du ja verschiedene Optionen hast, bezüglich eine Schwangerschaftsabbruch. Das eine ist ja der nicht medizinische Schwangerschaftsabbruch. Das kennt man so die ersten drei Monate. Du darfst einfach selbst entscheiden, ob du die Schwangerschaft weiter austrägst oder nicht. Und in meinem Themengebiet ist dann eher der medizinische Schwangerschaftsabbruch. Also die Beendigung einer Schwangerschaft, weil die Mutter so belastet ist, dass sie sich nicht vorstellen kann, die Schwangerschaft weiter auszutragen. Also es geht eigentlich nie ganz konkret darum, dass das Kind etwas hat oder was das Kind hat, sondern im Grunde-Schauende immer, wie geht es der Schwangerin damit? Und ist sie so sehr davon belastet, im Grunde hat es natürlich dann irgendwie ein Zusammenhang. Aber bist du jetzt so sehr davon belastet, dass du dich nicht in der Lage siehst, die Schwangerschaft auszutragen und dass das einfach der beste Weg ist für dich, diese zu beenden? Gibt es in Deutschland eine Grenze, also bis wann man so ein Abbruch durchführen kann? In Deutschland und da sind wir in Europa einer der eher offeneren Länder. Gibt es kein konkreten Punkt, ab dem du die Schwangerschaft nicht beenden kannst. Kursieren immer so diese 14 Wochen, die haben eher damit zu tun, dass du innerhalb der ersten 14 Wochen einen Schwangerschaftsabbruch operativ durchführen kannst. Also eine Absaugung nennt man das. Kannst du auch natürlich wählen, das Kind vaginal zu entbinden und so eine kleine Geburt zu machen. Aber nach 14 Wochen ist der operative Eingriff nicht mehr möglich. Und dann kommt das Kind auf jeden Fall vaginal auf die Welt. Okay, krass, ich glaube, das weiß man nicht. Und erwartet man wahrscheinlich auch nicht, weil man sich nur nicht vorher mit diesem Thema beschäftigt hat, dass man dann sein Kind bei einem Schwangerschaftsabbruch nach 14 Wochen vaginal auf die Welt bringt. Ja, und die meisten sind auch so betroffen, wie du jetzt gerade spürst, dass man erst mal so ein bisschen im Schock ist. Hab ich noch gar nie gehört. Jetzt muss ich mein Kind wirklich vaginal gebeeren. Zum einen die Informationen, das Kind ist ja nicht groß, wie am errechneten Termin. Das ist ein kleines Kind, vielleicht ist der Kopf nur 4 Zentimeter breit. Die Geburt geht dann natürlich deutlich schneller. Du hast auf weniger Schmerzen, du kannst andere Schmerzmittel bekommen. Es kann eine leichtere Geburt für dich werden. Und das Kind kommt auch tot auf die Welt. Und du kannst Abschied nehmen von dem Kind. Das finde ich ein wirklich sehr wichtigen Prozess. Also, durch den Prozess kann man Abschied nehmen. Einmal körperlich. Und einmal, siehst du ja, das Kind auch nach der Geburt. Und kannst dich wirklich richtig aktiv von dem Kind verabschieden. Und es geht ja immer darum, etwas eine schöne Erinnerung zu schaffen, wenn man jetzt schön als Wort in dieser Situation nutzen kann. Aber ich glaube fest, dass Trauer auch nicht nur immer schwarz und nicht schön ist, sondern dass man auch traurig sein darf, dass das Kind jetzt tot geboren wurde und dass man wirklich einen schönen Abschied voneinander hat. Und hier an dir Stelle, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber merk ich auch so eine gewisse Schwere so direkt. Und da würde ich gerne immer diese Schwere ein bisschen auflösen. Wir haben es ja schon ein paar mal gesagt. Aber ich glaube, hier kann man es wirklich noch mal betonen, die aller, aller meisten Kinder für über 95 Prozent kommen wirklich gesund auf die Welt. Und du wirst sehr wahrscheinlich gar nicht in dieser Situation sein. Und jetzt kommen wir zu meinem vierten Missverständnis. Und das ist aus Patientinnen und Sicht, ich brauche überhaupt gar keine prenatal diagnostik, weil man kann ja überhaupt nichts machen, wenn das Ergebnis auffällig ist. Und das haben wir an dieser Stelle begriffen, dass das nicht stimmt. Genau, also ich kann das Kind informiert am richtigen Ort bekommen. Das Kind kann sogar schon ganz kurz nach der Geburt operiert werden. Jetzt hab ich schon ein paar Mal gehört, weil ich weiß nicht, ob das so ein Mythos ist, aber man kann zum Teil auch Kinder schon im Mutterleib operieren. Das ist richtig. Also es gibt ganz seltene, ganz wenige Erkrankungen und das auch in sehr hochspezialisierten Zentren, wo auch im Mutterleib bereits Operation durchgeführt werden. Und da muss man natürlich wissen, dass das Kind das hart ist. Aber warum wolltest du denn dieses Missverständnis hier ausbringen? Ja, weil es ausbringen. Genau, ich merke, ihr habt eigentlich alles verstanden. Trotzdem ist das Missverständnis noch im Raum. Denn man kann nämlich, was machen. Aber die Mutter ist ein Teil der Schwangerschaft. Und die kann ja auch eine Erkrankung haben. Und vielleicht erinnert die euch an die Folge 2. Man macht ja vorsorge Untersuchung, um den Bluthochdruck in der Schwangerschaft zu erkennen. Das heißt, der Pre-Eklamsie, wenn du das erst mal in der Schwangerschaft bekommst. Und das Besondere ist, dass man auch ein Screening, also eine Untersuchung machen kann, um herauszufinden, ob du ein hohes Risiko dafür hast, einen Bluthochdruck in der Schwangerschaft zu bekommen. Das ist in der zwölften Schwangerschaftswoche, also auch im Rahmen des Erstremasters Screenings. Und solltest du individuellen Hörers Risiko haben? Kann man was tun nämlich Asperin einnehmen? Ach so. Aber Asperin, da dachte ich, das darf man nicht nehmen, als schwere. In höheren Dosierungen wird er davon abgeraten zu einem späteren Zeitpunkt. In der Dosierung, die gefunden wurde, die tatsächlich dieser Erkrankung vermeidet. Kannst du es und solltest du es sogar nehmen bis vier Wochen vor den errechneten Termin? Ist eine einfache, aber doch irgendwie für mich gerade eine Krasse erkennen, dass natürlich nicht nur das ungebrochene Kind untersucht werden kann bei der Prinataldiagnostik, sondern natürlich auch die Schwangere. Aber manu, warum ist diese Präeklamm Sie denn so gefährlich? Also warum ist es gut, wenn das früh herausgefunden wird, dass man das hat? Zum einen, wenn wir uns wieder Wahrscheinlichkeiten angucken, ist es was sehr häufig ist. Zwei bis drei Prozent aller Schwangeren entwickelt diesen Bluthochdruck. Und zwar so ausgeprägt, dass wir gar nicht behandeln können, dass es dann schon da ist und dann die einzige Möglichkeit ist, die Entbindung. Und dass einer der häufigsten Gründe weswegen auch Kinder früh geboren werden, zwei bis drei Prozent vor 32 Schwangerschaftswochen, also mehr als acht Wochen vor dem errechneten Termin, aufgrund dieser Bluthochdruckerkrankung. Und für dich selbst als Schwangerer, wenn du einen sehr hohen Blutdruck hast, ist es ziemlich ähnlich wie außerhalb der Schwangerschaft, dass man eben hohes Risiko hat für so Hirnblutungen, Kampfanfälle. Und daher ist das eine wirklich relevante Erkrankung, die wir vermeiden können, sogar mit der Einnahme von Asperin. Ja, voll gut, dass das geht. Ja. Damit haben wir die vier großen Missverständnisse geklärt. Vielen Dank. Ich hab mir ja nebenbei nur Siegzen gemacht. Und hab so eine Frage, die hat jetzt eben nicht richtig reingepasst. Ich würze dir die gerne jetzt stellen. Ich hab mich nämlich immer gefragt, du bist ja die erste, die beinahe Fehlbildung oder wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, die das weißt. Du weißt es ja noch vor der Schwangerin. Wie ist für dich so ein Moment, wie er lebst du den? Und wie sagst du das dann der Patientin, wenn Sie es wissen will? Ja, also ich sehe es natürlich meist zuerst, weil die meisten, die da sind, die kenne ich mit Ultraschall gar nicht so gut aus. Und wenn ich einmal deine erste Frage, also wie erlebe ich das einmal überdenke, dann kann ich jetzt nach den vielen Jahren, die ich das mache, die Schwangerin begleite, sagen, das wird irgendwie nicht einfacher. Ich mache dann Raum auf für diese Schwangerin und dieses Paar, den wollte ich eigentlich gar nicht beginn mit denen. Und ich weiß natürlich nicht ganz individuell, wie es für diese Menschen wird, aber ich weiß, dass sich ein Raum aufmache, der ganz anders wird, als er gedacht war. Und das es bedeutet, sich auf andere Dinge einzustellen, die man vielleicht gar nicht so überlegen wollte. Und wie erläuter ich es diesen Paar oder dieser Schwangerin, ich versuche natürlich sehr viele Informationen zu geben, einmal zu schauen, was braucht sie mehr emotionale Unterstützung oder mehr Informationen. Dann gibt es andere Ärzte, denn die auch noch mit dieser Schwangerin sprechen werden, die sie informieren, einmal erzählen, was bedeutet das ganz konkret zum einen für das Leben dieses Kindes und im Umkehrschluss. Was bedeutet das auch für dich als Schwangerin und als Paar, wie möchtest du ganz individuell damit für dich umgehen? Jetzt Jetzt habe ich noch mal eine Frage zu den Untersuchungen. Wir haben überhaupt nicht über die Nacken-Falte geschmolzt. Also, weil von der hört man ja ziemlich viel im Zusammenhang mit Prinatal Diagnostek. Ja, das habe ich gar nicht als Missverständnis mitgebracht, weil da habe ich den Eindruck, irgendwie haben das alles schon mal gehört und auch so mehr oder weniger gut verstanden. Nämlich, wir sagen ja gar nicht, Nacken-Falters. Wenn man ganz technisch drauf schaut nämlich keine Falte, sondern eine Transparenz, das ist im Bereich hinten im Nacken des Kindes. Da ist bei allen Kindern Flüssigkeit, je dünner, je weniger Flüssigkeit, dass du unwahrscheinlicher hat, das Kind, egal, welche Erkrankung, je breiter dieser Bereich ist, also je mehr Flüssigkeit im Nacken des Kindes ist, dass du wahrscheinlicher hat das Kind zum Beispiel Trésomir 21, kann aber auch eine andere Erkrankung sein oder zum Beispiel sogar ein Herz-Welau. Diese Kinder haben häufiger etwas mehr Flüssigkeit im Nacken. Guck mal, da gibt es doch ein Missverständnis. Zumindest bei mir, ich dachte, die Untersuchungen wird nur gemacht, um herauszufinden, ob das Kind womöglich daun sind, noch mal hat. Das spielt eine Rolle, weil die Wahrscheinlichkeiten anhand dessen berechnet werden, für dich individuell. Wie wahrscheinlich hat dein Kind Trésomir 21? Aber auch andere Erkrankungen machen etwas mehr Flüssigkeit. Im Grunde kannst du, wenn du die Untersuchung machst. Und die Nacken-Transparenz ist sehr dünn. Kannst du davon ausgehen, dass meistens das Kind lebend geboren wird und gesund ist. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, es gibt nun sehr kurzen Zeitraum, in dem diese Messung durchgeführt wird. Das ist ganz genau 11 plus 0 bis 13 plus 6 Schwangerschaftswochen. Das ist der Zeitraum, wo das sogenannte "erstremester screening" durchgeführt wird. Das heißt, man schaut nicht nur auf die Nacken-Transparenz, sondern auch aufs Nasenbein und das gesamte Kind wird angeschaut im Ultraschall. Das nennt sich "erstremester screening" in dieser Zeit. Ja, und mein Tipp, also plant in dieser kurzen Zeit kein Schiurlaub. Das ist nämlich der Grund, warum bei Sarahs erstes Schwangerschaft, erst der Schwangerschaft, das nicht durchgeführt wird. weil wir da gar nicht da waren. Na ja. Ich hab noch eine Begrifflichkeit hier bei mir, die ich gerne klären möchte. Nämlich Feind Diagnostik. Ist das Synonym zur Prinataldiagnostik? Bei der Feind Diagnostik meint man in der Regel den Ultraschall in der 20. Das kann auch den Begriff haben. Viel Bildungsausschluss, organ Diagnostik. 20 Wochen Ultraschall, großer Ultraschall. Diese Begriffe werden alle miteinander verhindert. Das ist eine gewendet für die Untersuchung in der 20. Man kann sich so merken, Fein, man guckt ganz genau alle Organe an. Das ist der 20-Wochen Ultraschall. Ah, okay. Hatte ihr noch andere Fragen mitgebracht? Nee, ich bin durch. Lasst mich kurz checken, ich bin auch durch. Genau, da wundere ich mich zum Ende. Hab ich noch so, ich gedacht, vielleicht fragte ihr, dass noch, kann man eine Untersuchung machen, wenn man zum Beispiel nicht wissen möchte, dass das Kind Trisomie 21 hat. Zum Beispiel, ich möchte das Pre-Klamsy-Screening machen. Das ist ja auch im ersten Remaster. Ich weiß, in der Zeit wird auch auf die Trisomie 21 geschaut. Das möchte ich aber gar nicht. Nee, habt ihr euch gar nicht gefragt. Nee, nee. Dass du das gar nicht dazu warst. Was man wissen möchte, was dieoretisch werden darf. Das ist wichtig, dass du es vorher bespricht. Was möchtest du? Ich sag mal, du solltest nicht davon abgehalten werden, ein Pre-Klamsy-Screening zu machen. Das Kind Trisomie 21 hat. Du kannst natürlich besprechen. Ich gehe da hin. Es wird eine Untersuchung des Kindes gemacht. Aber ich möchte keine Berechnung für die Wahrscheinlichkeiten dieser Erkrankung, aber ich will schon ein Pre-Klamsy-Screening machen. Du kannst auch zur Feind-diagnostik gehen in der 20. Und sagen, ich bin hier, weil ich möchte wissen, ob mein Kind ein Herzfehler hat oder nicht. Weil ich Plane jetzt zum Beispiel im Geburtshaus zu entbinden. Ich möchte aber keine Hinweiszeichen auf das Down-Syndrom von Ihnen hören. Das sind dann meist keine relevanten Herzfehler, sondern zum Beispiel ist bekannt, dass Kinder mit Down-Syndrom etwas kürzeres Nasenbein haben. Das muss ich ja nicht untersuchen. Es hat keine Bedeutung. Du kannst vorher ganz genau abklärend, was möchtest du wissen? Und was möchtest du auch nicht wissen? Das ist auch noch mal richtig gut dahin, weil ich mir nie Gedanken gemacht habe, dass man vor den Untersuchungen nicht nur klärt, was wollen wir wissen, sondern auch was wollen wir nicht wissen. Guck mal, es ist goldwert, dass wir dich hier haben. Und noch eine kurze Info für euch, worum es in der nächsten Folge geht, da geht es nämlich um Veränderung im Körper. Was verändert sich so im Laufe einer Schwangerschaft? Eigentlich in meinem Körper. Was regeln die Hormone alles? Eine große Frage, wie viel zunehmend ist, eigentlich okay. Jeder Schwangerschaftsglow hört man auch oft. Gibt es den tatsächlich, gibt es das medizinisch? Und was hilft gegen denungsstreifen? Jetzt denkt ihr, okay, alles Sachen irgendwie, die Schwangere betreffen. Aber nee, Spoiler, auch bei Partner*innen passiert tatsächlich, was während der Schwangerschaft. Gibt es dann nächsten Donnerstag? Der hört ihr, dass alles ab jetzt, nämlich jeden Donnerstag, eine neue Folge, überall, wo es Podcast gibt und in der AR-Ed-Audiothek. Die gibt es übrigens auch als App. Und wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und wenn ihr diese Folgen mit anderen teilt. Und wenn ihr eine Möglichkeit habt, uns in eurer Podcast App zu bewerten, dann tut ihr uns einen ganz großen Gefallen. Und wir sagen an dieser Stelle, viel, vielen Dank, wenn ihr das nämlich macht. Und schreibt uns auch gerne eine Mail. An tatsächlich [email protected] tatsächlich mit A-E. Schreibt uns gerne, wie euch der Podcast gefällt. Und auch was eure Themen, während der Schwangerschaft sind oder waren, wo ihr besonders unsicher wart und was euch geholfen hat. Und ganz zum Schluss noch mal von mir. Wenn du jetzt heute denkst, oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich entscheiden soll, nimmt ihr einfach ganz in Ruhe Zeit. Ich bin mir sicher, du findest deine eigenen richtigen Weg. Und in allermeisten Fällen ist wirklich alles gut. So, und ich hab noch 'nen Podcast für euch, der gut zu unserem Thema heute passt. Denn bei der prenatal-diagnostik geht's ja auch mal ein bisschen umsorgen und enkste. Hört wahrscheinlich bei uns Eltern auch nie ganz auf. Also, selbst meine Eltern haben wir heute noch manchmal Angst um mich. Ist eigentlich an ziemlich unschönes Gefühl. Dabei ist Angst, aber auch sehr wertvoll. Wir sagen unsere Kollegen von Quarks Daily. Das ist ein täglicher Wissenspodcast, der wissenschaftliche Antworten auf ganz unterschiedliche Fragen hat. Zum Beispiel, wie wir uns von Angst steuern lassen, wie wir uns davor schützen, zu viel Angst zu haben und wie Angst unser Leben sogar verbessern kann. Quarks Daily findet ihr in der AR-ID-Audiothek, den Link zur Folge Angst, wie sie uns steuert und wie wir sie nutzen können, packen wir euch in die Schoen mit. Tatsächlich schwanger ist ein Podcast von "Enjoy", vom NDR. Gehostet von "Lose Clude", Dr. Metmanuela Tarares der Sosa und Tim Winterscheid, Predaktion, Isabel Scholz, Katharina Marrenholz und Alin König. Redaktionelle Mitarbeit und Produktion, Merle Hemberg und Lena Beeling. Online-Redaktion, Sabine Klein, Sabine Leipass, Christina Marciewski und Stephanie Grossmann. Sound, Dennis Terrei. Mehr Infos kriegt ihr auch auf NDR.DE/Taziclich-Schwanger.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Über 95 % der Kinder kommen gesund zur Welt; Pränataldiagnostik betrifft nur einen kleinen Teil und dient der informierten Entscheidungsfindung.
  2. Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) untersucht mütterliches Blut auf Trisomien 13, 18 und 21, ist aber kein Beweis für vollständige Gesundheit des Kindes.
  3. Ein unauffälliger NIPT schließt Trisomie 21 mit etwa 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit aus, garantiert aber keine 100-prozentige Sicherheit – dafür ist eine invasive Diagnostik nötig.
  4. Ein auffälliger NIPT bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Kind erkrankt ist; falsch-positive Ergebnisse sind möglich, besonders bei jüngeren Schwangeren.
  5. Invasive Verfahren wie Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie liefern definitive Ergebnisse, werden unter Ultraschallkontrolle durchgeführt und sind in der Regel weniger schlimm als befürchtet.
  6. Die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 steigt mit dem mütterlichen Alter kontinuierlich, nicht abrupt ab 35; auch das Alter des Vaters spielt eine Rolle bei Neumutationen.
  7. Das Ersttrimester-Screening ist eine Selbstzahlerleistung (ca. 150–250 Euro), während die regulären Ultraschalluntersuchungen von der Krankenkasse übernommen werden.
  8. Pränataldiagnostik ist freiwillig; Schwangere haben ein Recht auf Nichtwissen und sollten vor Tests über mögliche Konsequenzen nachdenken.

Summary:

In dieser Folge des Podcasts „Tatsächlich schwanger“ diskutieren die Moderatorin Lucy und die Ärztin Dr. Manuela Tabares das sensible Thema Pränataldiagnostik. Sie betonen, dass über 95 % der Kinder gesund zur Welt kommen und die Diagnostik nur für einen kleinen Teil der Schwangerschaften relevant ist.

Ziel ist es, werdende Eltern zu informieren, damit sie eigenständig entscheiden können, ob sie zusätzliche Untersuchungen wünschen. Im Fokus stehen die vier häufigsten Missverständnisse. Das erste betrifft den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT), der seit Juli 2022 von Krankenkassen bezahlt wird.

Dieser Bluttest untersucht auf Trisomien 13, 18 und 21, gibt aber keine Garantie für die vollständige Gesundheit des Kindes – ein unauffälliges Ergebnis schließt nur diese drei Erkrankungen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung, da falsch-positive Resultate möglich sind. Zur endgültigen Abklärung ist eine invasive Diagnostik (Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie) nötig.

Die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 steigt kontinuierlich mit dem mütterlichen Alter, nicht sprunghaft ab 35; auch das Alter des Vaters beeinflusst das Risiko für Neumutationen. Die Kosten für das Ersttrimester-Screening liegen bei etwa 150–250 Euro. Die Ärztin betont, dass Pränataldiagnostik freiwillig ist und Schwangere ein Recht auf Nichtwissen haben – jede Entscheidung sollte gut überlegt sein.

FAQs

Pränataldiagnostik umfasst spezielle Untersuchungen vor der Geburt, die zusätzlich zu den regulären Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, um z. B. genetische Erkrankungen wie Trisomie 21 beim Kind zu erkennen.

Nein, diese Untersuchungen sind nicht verpflichtend. Sie sind freiwillig, und du hast das Recht auf Nichtwissen – du entscheidest selbst, ob du Tests durchführen möchtest.

Der NIPT ist ein Bluttest, der aus dem mütterlichen Blut die Gene des Kindes untersucht. Er testet auf Trisomie 13, 18 und 21 und wird seit Juli 2022 von der Krankenkasse bezahlt.

Nein, ein unauffälliger NIPT bedeutet nur, dass das Kind sehr wahrscheinlich keine Trisomie 21, 13 oder 18 hat. Er schließt andere Erkrankungen oder Fehlbildungen nicht aus.

Nein, der NIPT berechnet nur Wahrscheinlichkeiten. Für Trisomie 21 liegt die Sicherheit bei etwa 99 %, aber nur eine invasive Diagnostik kann 100 % Sicherheit geben.

Ein auffälliger NIPT bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Kind erkrankt ist. Es wird oft ein Ultraschall gemacht und eine invasive Abklärung wie eine Fruchtwasseruntersuchung angeboten.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.