#02 Status Quo: Wie du jetzt das goldene Zeitalter von Social Media…
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Schichtarbeit ist in Deutschland weit verbreitet und betrifft etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen, wobei viele auch nachts arbeiten. Sie stellt ein Gesundheitsrisiko dar, das mit erhöhten Raten an Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und sogar Krebs verbunden ist. Die WHO bewertet Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend, da Schlafmangel das Stresssystem aktiviert, das Immunsystem schwächt und die Melatoninproduktion reduziert, was den Schutz vor Krebs verringern kann. Allerdings sind Beobachtungsstudien vorsichtig zu interpretieren, da Schichtarbeiter häufiger rauchen, sich ungesünder ernähren und oft weniger Geld haben – Faktoren, die ebenfalls die Gesundheit beeinflussen. Kurzfristige Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sind nach einer Rückkehr zu normalen Arbeitszeiten gut überwindbar, aber chronische Erkrankungen bleiben bestehen. Um gesund zu bleiben, empfehlen Experten guten Schlaf, soziale Kontakte und einen gesunden Lebensstil. Arbeitgeber sollten vorwärts rotierende Schichten, maximal drei Nachtschichten hintereinander, ausreichende Pausen und Mitbestimmung bei der Planung ermöglichen. Ein weiteres Thema ist das Zeitgefühl am Smartphone: Beim Scrollen durch soziale Medien verlieren wir die Zeit, weil Algorithmen nahtlos passende Inhalte liefern und ein Flow ohne Ziel entsteht, wodurch Minuten wie Sekunden erscheinen.
# ARD Sounds Liebe und größter Respekt geht raus an alle, die Schichtarbeit machen. Und das sind Millionen Menschen, wir uns in Deutschland. Nicht jeder und jede Kanda, denn manchmal, sendet der Körper Kopf, mag schmerz, und ist gleich so richtig fertig. Ich kenne das Gefühl, nach einer Schicht, in der ich mitten in der Nacht aufstehen musste. Den Rest des Tages, so ab bin ich Wienschlugwasser in der Kurve, und fühlen mich nach nur einer Schicht, wie nach drei Tage Rockfestival und um Jahre gealtert. Vielleicht aber auch, weil ich einiges nicht bedacht habe, bei meiner Schichtarbeit, denn da gibt es tatsächlich einiges zu beachten, was uns dabei hilft, bestmöglich durch die Arbeitschicht und durch den Tag zu kommen. Außerdem blicken wir darauf, welche Gesundheitsrisiken Schichtarbeit mit sich bringen kann, und wie groß das Gesundheitsrisiko zu erkranken in jungen Jahren und auch in älteren Jahren ist. Und danach gehen wir der Frage nach, warum die Zeit nur so verfliegt, wenn wir auf Smartphone schauen, z.B. in Social Media und verraten euch, wie ihr die Zeit besser einschätzen könnt und euer Verhalten steuern. Schön, dass ihr da seid. Ich bin Iwi Struwing. Hi. Es gibt nichts besseres, als ausreichend und gut schlafen zu können, oder? Aber manchmal zwingt uns der Job dazu, auch mal gegen den Biorhythmus zu arbeiten. Wir arbeiten lange in den Abend rein, weil wir noch diese eine Abgabe haben oder arbeiten im Schichtdienst früh, spät, nachtschichten. Und ich habe auch die letzten Jahre regelmäßig morgens um vier meine Arbeit begonnen, heißt drei Uhr nachts aufstehen und das war hart. Mit einer Nacht raus. Wie belastend ist das für den Körper? Was wissen wir wissenschaftlich über die gesundheitlichen Risiken? Die Frage geht an so viel Kulmahn aus unserem Quarks-Team. Hi. Hi. Kann ich überhaupt im Schichtdienst arbeiten, ohne dass es mich irgendwann krank macht? Ja, kannst du. Also, ganz pauschal zu sagen, dass Schichtarbeit immer krank macht. Das ist so viel falsch. Man kann das auf jeden Fall auch viele Jahre machen und gesund bleiben. Aber wir müssen trotzdem auch ganz klar sagen, Schichtarbeit ist ein Gesundheitsrisiko. Und wir sehen auch, dass Menschen, die lange am Schichtdienst arbeiten, die auf der Krankheiten haben. Also Bluthochdruck, die erbittest die 2. Depressionen, Krebs, Zyklus-Schirrung und und und. Da kommt ganz viel zusammen. Eingrund ist, dass man dagegen sein Bioretmos, also gegen seine innere Uhr arbeitet. Aber es gibt auf jeden Fall auch einige Faktoren, die man beeinflussen kann und die das Krankheitsrisiko dann auch wieder deutlich reduzieren. Das klingt gut, das klingt beruhigend, weil ohne Schichtarbeit geht es ja auch in vielen Berufen nicht. Ja, also es betrifft wirklich Millionen Menschen in Deutschland. Ich habe das mal nachgeschaut, die Zahlen, also 15 Prozent, die arbeiten mindestens gelegentlich im Schichtsystem. 9 Prozent arbeiten auch nach zwischen 23 und 6 Uhr. Also das ist wirklich eine von 10 Personen. Das finde ich schon, das sind schon echt viele. Ja, unten 4. arbeitet öfter mal abends, also zwischen 18 und 23 Uhr. Und sind ja auch viele Bereiche, die man vielleicht. Also ich habe auch erst mal, muss sich mir so selber klarmachen, was das ja alles betrifft. Also es ist ja der ÖPNV, der medizinische Bereich. Das war so das erste, woran ich gedacht habe. Ja, ich auch. Aber auch die Gastro-Kunst- und Unterhaltung in Lagern wird auch viel nachts gearbeitet. Und auch, wie du eben meintest bei uns hier im VDR oder auch. Sonst wo in den Medien, weil man muss ja am Org zum Beispiel Nachrichten machen oder eine Radio-Sendung fahren. Richtig. Und viele Schichtarbeiter machen ja ihren Job auch richtig gerne. Also ich kann zumindest von meinen Kollegen sagen, die in der Schicht arbeiten hier im VDR. Die machen das echt gerne und mögen das. Ja. Also umso wichtiger, dass diese Leute ja die besten Voraussetzungen kriegen, um auch gesund zu bleiben. Ja, klar. Das ist ja aber auch für unsere Gesellschaft total wichtig, weil wenn die Leute krank werden und ausfallen, dann belastet das in Arbeitsmarkt und verstärkt so einen Arbeitskräftemangel in Bereichen, die schon unter Druck stehen. Jetzt zum Beispiel im Krankenhaus. Und kann man ja sagen, Schichtarbeiter, Schichtarbeiterinnen werden häufiger krank. Also auch chronisch krank als Menschen, die nicht in Schichten arbeiten. Ja, das kann man so sagen. Aber man muss da ein bisschen vorsichtig sein, weil dieses Wissen, das wir dazu haben, das kommt vor allem aus großen Beobachtungsstudien. So Beobachtungsstudien, die sind super praktisch, weil man eben eine ganz große Gruppe relativ schnell befragen kann. Die kriegen dann Fragebögen, fühlen das aus. Aber wenn man sich dann die Ergebnisse von diesen Fragebögen anschaut, dann muss man einfach ein bisschen vorsichtig sein, was die aussagen und was sie eben nicht aussagen. Es ist einfach so, Menschen, die in der Schicht arbeiten, die sind jetzt nicht repräsentativ für die Bevölkerung. Also die sind jetzt nicht der Durchschnitt, weil da kommen einfach ein paar Dinge häufiger vor. Schichtarbeiter rauchen im Schnitt ein bisschen öfter. Sie ernähren sich um gesünder und haben oft auch weniger Geld zur Verfügung. Und das sind ja alles Dinge, die auch die Gesundheit beeinflussen können. Und da ist so ein bisschen diese Hände eifrage. Also rauchen Leute häufiger, weil sie in der Schicht arbeiten. Oder machen eben rauchau häufiger Schichtarbeit. Auch das kannst du aus Beobachtungsstudien nicht immer rauslesen. Jetzt ist es so, beim Rauchen, da wissen wir tatsächlich relativ gut, wer mit der Schichtarbeit anfängt, der hat ein höheres Risiko raucher zu werden. Also das Risiko in den nächsten zwei Jahren mit dem Rauchen anzufangen, das ist erhöht. Also viel das ist ja interessant, weil ich tatsächlich auch, als ich diese Schichtarbeit gemacht habe, mit dem Rauchen angefangen habe. Und das hätte ich mir vorher nicht vorstellen können, dass ich das tour. Ja, und es ist ja auch bei anderen Sachen so. Also wie um gesunde Ernährung, da habe ich eine persönliche Erfahrung. Ich habe eine Zeit als Barkeeperin gearbeitet, also auch viel nachts. Und ganz ehrlich, wenn ich dann nach einer anstrengenden, barschicht müde und ausgelockt nach Hause komme, dann habe ich wirklich gar keine Lust mehr, was gesundes zu kochen. Oder habe irgendwie auf der Arbeit schon so, irgendwie promisgesnäckte übrig waren. Und auch generell am nächsten Tag war ich dann oft richtig müde. Und wirklich das letzte, worauf ich dann Lust hatte, war mir was gesundes zu kochen. Da war irgendwie so eine tiefküppe, zwar schneller und leichter. Ja, ich hatte das Gefühl, wenn ich drei und nachts aufstehen muss, ich muss mein Körper echt krass navigieren, sagen. Hoppa, aufstehen jetzt so. Und irgendwie habe ich so ein bisschen in Kontakt zu meinem Körper verloren dadurch. Und ich musste ja auch auf dem Point arbeiten. Und ich glaube, das hat dazu geführt, dass ich graucht habe. Und so wird jeder jede von euch, die jetzt in Schichtarbeit unterwegs ist, vielleicht ihre ganz eigene Geschichte haben. Aber interessant ist es tatsächlich so viel, dass du das so sagst, weil ich mich schon gefragt habe, vor ein paar Jahren, warum ich das jetzt mache. Und ich arbeite jetzt nicht mehr in Schicht und ich rauche auch nicht mehr. Gibt es denn Gesundheitsschäden, die direkt durch die Schichtarbeit entstehen und nicht durch gleichzeitig auftrittene Faktoren. Also, weil man zum Beispiel nachts wach ist, stattzuschlafen. Ja, also die gibt es auf jeden Fall. Ich glaube, das wird deutlich, wenn ich einfach mal ein konkretes Beispiel mache, die Weltgesundheitsorganisation, also die WHO, die gibt an, dass nachtschichtarbeit wahrscheinlich Krebs erringt ist. Also, da geht es jetzt um Nachtschichtarbeit, nöhn ich um früher das Spätschicht, sondern wirklich um Nachtsarbeiten. Weil wir sehen Menschen, die in der Nachtschicht häufig arbeiten, bekommen häufiger Krebs. Und da gibt es jetzt Gründe, die diskutiert werden. Also, die wirklich direkt durch die Schicht kommen. Weil einmal ist es so, wer zu wenig schleft, der aktiviert sein Stresssystem, seine Stress-Axse und das kann dafür zu schön, dass das Immunsystem runter reguliert wird. Ja. Es kann auch sein, dass Menschen weniger Sondicht bekommen, weil sie eben tagsüber schlafen und dadurch gegebenenfalls auch weniger Vitamin D. Und es ist auch so, wenn man jetzt während der Nacht viel Licht ausgesetzt ist, dann kann es einer sehr körper weniger Melatonin produziert. Das ist ja unser Schlafvermohn. Aber es ist eben auch ein Antioxidant. Und wenn es das weniger in unserem Körper gibt, dann ist man potenziell schlechter gegenüber Krebs geschützt. Ja. So, das sind jetzt alles Sachen, die diskutiert werden. Aber die Experten sagen auch, da gibt es jetzt noch nicht so viel Evidenz, dass man sicher sagen kann, wie schädlich diese einzelnen Punkte sind und wie groß der Effekt ist und wie stark die auch ins Gewicht fallen. Gerade, wenn man es eben auch vergleicht, mit so was wie umgeso ne Ernährung, Alkohol und Zigarettenkonsumder bei diesen Menschen auch erhöht ist. Oft. Und kann man sich von der Schichtarbeit auch wieder erholen, wenn man wieder zu normalen Arbeitszeiten wechselt? Ja, also von so kurzfristigen Sachen, wie Schlafmangel, Müdigkeit, Verdammungsbeschwerden, Konzentrationsprobleme und so weiter, davon kann man sich relativ gut wieder erholen. Ja. Es wird natürlich ein bisschen schwieriger, wenn man schon Krankheiten entwickelt hat. Also so was wie Bluthochdruck oder Diabetes, wenn es immer da ist, dann ist es natürlich jetzt nicht von heute auf morgen wieder weg. Für diese Krankheiten kann man auch festhalten, wie älter man ist und je länger man im Schicht dienst arbeitet. Also vor allem, wenn man viele und lange Nachtschichten macht, das ist großes Risiko. Wenn man sehr viel Schicht wechselt, also die zwischen frühspät, nachts immer wieder wechselt, dass so höher ist das Gesundheitsrisiko für eben diese Krankheiten. Das betrifft auch viele Menschen und deswegen müssen wir darüber sprechen, wie man am besten mit der Schichtarbeit umgeht und auch was Arbeitgebne tun können. Dann lass uns mal damit anfangen, was kann ich denn selber tun? Also das eher erste liegt ein bisschen auf der Hand, gut schlafen, ne? Trotz der Schichtarbeit, aber es ist einfach gesagt, dass getan. Da kann man schon auch einige Sachen machen, also dunkelheit, eine gute Schlafrotine, Lärm möglichst vermeiden und vor allem auch was ganz wichtig ist, dass man keinen Koffeeen oder Alkohol so ganz kurz vom Schlafen gehen, also in den Stundenforms Schlafen gehen, trinkt, so Schlafrotine irgendwie hinbekommen und dann zweitens, dass man seine sozialen Kontakte pflegt. Und das liegt vielleicht nicht so auf der Hand, aber wir wissen, Schichtarbeiter haben ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und vor allem Depression ist da auffällig, weil sie eben arbeiten oder schlafen, wenn andere frei haben. Und das kann natürlich dann zur Einsamkeit führen. Und deshalb muss man einfach dieses ganze soziale Ding priorisieren, also Freundschaften und Familien neben fliegen, so was wie, dass man versucht, wenn man mit seiner Familie zusammenwohnen, dass man eine Malzeit mit denen am Tag irgendwie zusammen ist oder sonst dann an seinen freien Tagen wirklich Zeit findet für seine sozialen Kontakte und das auch wirklich einplanen. Also was auch hilft ist, Freunden einfach Bescheid zu sagen, dann und dann schlafig und dann bin ich erreichbar und dann reißt du mich auch. Und dann gibt es noch einen dritten Punkt, der ist auch wirklich ganz wichtig, Lebensstil. Also dazu gehört sowas wie Bewegung und Sport, dass man das nicht vernachlässigt, dass man so wenig wie möglich braucht, dass man möglicherweise
gesund ist und auch feste Mahlzeiten hat und nicht dazu verleitet wird, die ganze Zeit zu snacken, gerade in der Schicht, dass man möglichst viel Tageslicht mitnimmt. Also das gilt vor allem für Leute, die vielen Frischichten arbeiten, so wie du, als wenn du um vier oder vier Uhr nach, so eine drei Uhr nachs Aufstehen musst. Weil dann ist es ja so, dann hört noch vielleicht um 11 Uhr morgens auf zu arbeiten und geht dann schlafen und verpasst halt eben das Tageslicht. Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass alles ist super schwer, weil man sicher meistens eh schon sehr kaputt und ausgelaugt fühlt. Trotzdem, wenn man diese Punkte hinbekommt, dann kann das für die Gesundheit dankfristig einen Unterschied machen. Und was können denn Arbeitgebene für die Schichtarbeiter und Schichtarbeiterin tun? Ja, ganz wichtiger Punkt, also es ist ja auch wichtig, dass die Leute möglichst beste Voraussetzungen bekommen. Die deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin, die hat sich die Wissenschaft mal ganz genau angeschaut und die hat da konkrete Empfehlungen draus abgeleitet. Das ist sowas wie es ist ein viel, ich habe es mal ein paar rausgesucht. Einmal ist es sowas, wenn die Schichten rotieren, also man verschiedene Arten von Schichten hat, also früh spät Nacht. Dann ist es gut, das vorwärts rotierende Schichtsystem zu wählen. Also, dass man mit einer Früschicht anfängt, dann eine Spätschicht hat und dann eine Nachtschicht oder halt drei Tage, früh drei Tage, spät drei Tage Nacht und eben nicht anders rum. Also erste Nachtschicht, dann eine Spätschicht, dann eine Früschicht. Das ist für den Körper einfach besser, wenn man es nicht so macht. Dann ist es gut, wenn man maximal drei Nächte hintereinander, also drei Nachtschichten hintereinander macht und nicht mehr. Und am besten auch keine einzelnen Tage zwischen Freintagen. Also, das ist, sondern wenn man Schicht macht dann einen Blog quasi, dann sowas wie elf Stunden Pause zwischen den Schichten einhalten, sollte selbstverständlich sein, ist es herber dann oft irgendwie doch nicht, dass der Arbeitgeber regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen anbietet, damit eben sowas wie Krebs früh erkannt wird und das angestellt, ihre Gesundheit einfach einmal komplett durchchecken lassen können und auch so was wie Dienstplanung. Also beschäftigte einfach mit in die Dienstplanung einbeziehen, weil wir alle sind anders, wir alle haben andere Bedürfnisse. Manchen machen lieber früh Schichten, manchen machen lieber Spätschichten und im Idealfall habe ich da einfach mit Sprachrecht bei der Schichtplanung und auch bei der Planung meiner Freizeit und Freintage kann ich einfach, also kann meine Arbeitslinderan anpassen. Und was oft schwierig ist in der Schicht ist ja gesunde Ernährung und deshalb wäre es ja eigentlich auch super, wenn es überall wo in Schichten gearbeitet wird, dann auch die Möglichkeit gibt, was gesundes zu essen, damit ich nicht meine Freizeit, die ich habe, dann auch damit verbringen muss, mir was gesundes fortzupachen. Also was ich mir reingezogen habe als ich so meine ersten Schichten hatte, so viel morgens und sieben dann schon ein paar Stunden, so eine instant Nudelsuppe. Läckka! So viel cool man aus unserem Quarks-Team, über Schichtarbeit und welche Auswirkungen sie auf unser System hat. Danke dir. -Gerne. Verkürzt haben wir hier in Quarks daily auf den Julio-Effekt geschaut und auf das Thema abnehmen und das Fazit ist gewesen, abnehmen tut insgesamt gut. Auch wenn der Julio-Effekt zuschlägt. Karo aus der Quarks-Community hat dazu kommentiert, mir fehlt der Zusammenhang, dass der Julio-Effekt meistens nach Kräsch die Äten folgt. Von Kräsch die Äten ist abzuraten, Risiko für Fehl und Mangelernährung und psychische Belastung steigt starke Einschränkung der Lebensqualität, Empfehlung, immer eine langfristige Ernährungsumstellung angehen, beziehungsweise sich dazu begleiten lassen. Der Julio-Effekt ist vielleicht weniger schädlich als damals angenommen, aber irgendwie wird es in der Folge zu positiv dargestellt. Danke dir, liebe Karo, für deinen wertvollen Kommentar, für dein Feedback zum Julio-Effekt und ja, von Kräsch die Äten ist natürlich abzuraten. Und ihr habt ihr noch etwas, was euch beschäftigt, nachdem ihr eine Folge Quarks daily gehört habt oder ein ganz eigenes Thema, das wir genauer anschauen sollten, bei dem ihr einfach unsicher seid und das Gefühl habt, dieses Thema, das betrifft wirklich viele von uns, dann schreibt uns eine Mail oder lasst uns doch gerne eine Sprachnachrichter. Den Kontakt zu uns findet ihr in den Show Notes. Passiert mir immer wieder. Ich will kurz was gucken, nur eine Sache auf Social Media Instagram in meinem Fall und dann bleibe ich mindestens eine halbe Stunde hängen, weil der Tier-Videos aufploppen, Kunst, Gesang, Tanz, Gesundheit finde ich alles so spannend. Und wenn dann auch noch Comedy kommt, Leute, dann vergeht die Zeit, aber Ruki zuki. Und ich kann auch nicht aufhören zu schauen. Und wenn ich wieder rauskomme aus dem Sog, fühle ich mich irgendwie ja dann doch überladen, überfressen. Und die Zeit ist wie im Flugvergang. Man guckt auf die Uhr und denkt "Wow!" Und dass wir uns in kürzester Zeit viel Input geben, ist eine Sache, die andere um die es jetzt geht, ist die Zeit, die wir mit Scrollen verbringen, weil 30 Minuten auf Social Media vergehen so schnell wie gefühlt, 4 Minuten. Also so schnell das wir es oft gar nicht mehr. Warum ist das so, was passiert damit uns? Die Frage geht an Christiane Thorwa, die ist bei uns im Quarks-Team für Psychologie-Temen zuständig und hat sich schon häufig damit beschäftigt. Wie wir Zeit wahrnehmen, schön, dass du da bist. Hallo, Hey Evie! Christiane Woran liegt das, dass wir gerade am Smartphone so sehr die Zeit aus dem Blick verlieren und kaum noch einschätzen können, ob wir 5 oder 50 Minuten dran bleiben. Wir verlieren das Gefühl für die Zeit. Die Zeit, die Raustannrichtung, richtig an uns vorbei, gerade wenn man sich durch Apps wie Instagram oder TikToks callt, die Inhalte sind wegen der Algorithmen ja genau von zugeschnitten. Also ein Thema, ja, zu das nächste. Ich denke immer so toll, toll. Ja, toll, jetzt stelle ich aus. Nein, das ist noch toll. Und wir haben quasi so unseren eigenen Film, der dann abläuft und das alles das führt dazu, dass wir mit unserer Aufmerksamkeit dann sehr stark auf unser Smartphone fixiert sind. Und die Aufmerksamer wir uns auf etwas konzentrieren, desto mehr verlieren wir die Zeit aus dem Blick. Ja, also ich meine, du kennst das ja auch, wenn du ein tolles Bürokulierst oder einen spannenden Film dir anschaust oder eben vor dem Smartphone sitzt, dann ist das so und Forschungsteam der LMU München. Das hat das neu untersucht und da sollten probanten und probanten schätzen, wie viel Zeit verbringe ich denn vor dem Bildschirm und da kam raus, dass sie die Zeit eben grundsätzlich immer kürzer einschätzen, als sie tatsächlich war. Es gab aber Unterschiede, wenn sie einfach nur sich die Fotos auf dem Bildschirm anschaut, dann vergingen die Zeit für sie gefühlt nicht ganz so schnell, als wenn sie sich selbst durch die Inhaltes kreutend, aber immer noch schneller als in Wirklichkeit. Und könnte es daran liegen, dass wir am Smartphone auch in einer Art Flos sind? Ja, diesen Flowzustand, den haben wir uns ja öfter schon mal angeschaut, dass es eben, wenn man so alles um sich rumvergesst und dann eben auch die Zeit und es gibt ja auch Paralleelen, aber der entscheidende Unterschied der ist, beim Flow, da haben wir ja in meisten klare Stil, also wenn wir jetzt irgendwas machen, ich kenne das, wenn ich jetzt Texte schreibe, dann weiß ich ja, wo ich hin will. Also wir lösen sozusagen ein Problem, oder wir haben wir machen Musik und sind dann aber haben da eben auch Ziel oder wenn wir Sport machen, wenn wir zum Beispiel klättern, wissen wir ja auch, wo wir hin wollen. Wir merken, dass wir vorankommen und dann irgendwann ist die Aufgabe abgeschlossen. Beim Squall ist es anders, wie, also hier verlieren wir eben das Zeitgefühl und der Fiete hat ja gar kein Ende, das geht kein Ziel und auch kein Moment, in dem wir jetzt denken, so fertig, ne? Stattdessen wechseln wir ständig von einem Content zum Nächsten und wir sind im Grunde ja beschäftigt, aber wir kommen trotzdem nie irgendwo an. Ja, ich kenne das so gut und dann hat man super viel konsumiert und kann sich hinterher kaum noch an was erinnern. Und auch dafür gibt es eine Erklärung, also wenn wir scrollen, dann erleben wir ja nicht wirklich was, zumindest nicht was für unser episodisches Gedächtnis wichtig ist und das episodische Gedächtnis speichert, was ich in meinem Leben erlebe und was ich fühle und wenn mich was richtig berührt, also zum Beispiel ein Film, den ich ganz toll finde oder der mich eben emotional sehr berührt, den kann ich dann eben hinterher wieder abrufen. Ja, das habe ich nicht beim scrollen, wenn ich jetzt durch Instaskrolle zum Beispiel und diese fehlender Erinnerung auch die führt mit dazu, dass uns dann die Zeit durch die Finger erinnert. Aber wenn du sagst, Emotionschaffene Erinnerung, die habe ich ja beim scrollen durchaus auch, also zum Beispiel was mich total berührt hat, aber okay, das ungefähr auch das einzige was ich noch weiß, was ich gestern so gesehen habe, die ganz die mit dem Hund kuschelt, alles echt, ne? Keine KI, finde ich so süß, finde ich so toll, das berührt mich so, da blubalt mein Herz, ja und dann merkst du dir das ja auch, ne? Aber das meiste erleben wir ja gar nicht selber, also es kommt ja oft gar nicht dazu weiße, man schuld sich da so durch und das zieht alles so an uns vorbei und ne und letztlich ist es eben auch was anderes als wenn wir in der echten Welt unterwegs sind. Jetzt stell dir mal vor, du hättest diese, die ganz eben im real life gesehen und hätte dich viel mehr beeindruckt, nämlich ja und ne und es fehlen eben die Sinneseidrucke, also dieses weiße wem, dass man eben wirklich was sieht, dass man was hört, was riecht, was schmeckt und insofern ist es einfach ein großer Unterschied. Da würde ich auch mal meinen Finger, meine Hand ausstrecken zu der ganzen so niedlich und mal über den Kopf fahren, so wie das die Besitzerin, die da auch noch mit dazu gehört macht, ne? Also so schön. Würdest du denn so weit gehen, Christiane, dass es verlorene Zeit ist, die wir am Smartphone verbringen, eben weil wir alle aller meistens nicht emotional dran sind, klingt ja so ein bisschen so. Ja, also ich möchte das nicht werten, es gibt ja Situationen, da ist es gut, wenn die Zeit dann uns vorbei raust, also wenn du jetzt auf dem Bahnhof stehst, auf den Zug wartest, dann finde ich es ja auch mal ganz entspannt sein, ja, wenn man schon eben nicht die ganze Zeit nur auf diese Anzeige dafür guckt, ne? Oder auch wenn man jetzt an einem anstrengenden Abend auf dem Sofall liegt und sich ein paar Katzenvideos anschaut, finde ich es auch total ok, ne? Es muss uns aber eben schon klar sein,
dass wenn wir jetzt wirklich jede Sekunde Wartezeit, die wir haben, wenn wir die Füllen, dass wir uns dann selbst ein bisschen aus dem Blick verlieren. Also viel verlieren dann den Kontakt zu uns. Das sagt der Zeitvorscher Mark Wittmann, der hat ganz viel zur Zeitwahrnehmung geforst und auch zum Thema Zeitwahrnehmung über Körpersegnale. Und wenn wir jetzt ständig das Smartphone vor der Nase haben, dann nehmen wir nämlich gar nicht mehr Warr, wie wir atmen, wie unser Herz schlägt. Und das kostet uns gefühlt Lebenszeit, weil das fünf Minuten dann das einmal eben 50 geworden sind. Ja, genau. Und die Frage, wie wir unser Zeitempfinden beeinflussen können, die haben wir ja in einer anderen Folge in Quarks Daily aus fühllicher Beantwortet, den Link findet ihr in den Show Notes. Und ich frag mich gerade, wie das mit Büchern oder Filmen ist, kann man das vergleichen, da fall ich ja manchmal auch mein Zeitgefühl und erlebe auch keine tiefen Emotionen mit vor Ort sein. Ich bin dann nicht mit den Protagonisten wirklich im Real Life am Start. Das ist richtig. Und ich schmecke nichts, ich rieche nichts, wie du sagst. Aber trotzdem sind die Änderungen intensiv an, weil wir emotional näher dran sind. Also nimmte zum Beispiel Computerspieler. Da vergisst ja auch viele Raum und Zeit, aber trotzdem erinnert man sich hinterher und noch aufteinander was passiert ist. Also zum Beispiel, weil irgendwas besonders spannend war. Und beim Fernsehen hat man sich jetzt auch mal angeschaut, dass die Zeit sowohl im Moment als auch in der Erinnerung zusammenschnord. Also dass sie daneben kürzer wird. Und wenn wir lesen, das hat es ja eben auch gesagt, da vergeht es auch. Aber es bleibt eben trotzdem was hängen. Und möglicherweise liegt es daran, dass wir beim Lesen so die eigenen Bilder im Kopf haben. Also das bedeutet, wir sind viel aktiver an diesem Prozess beteiligt. Und beim Scrollen, da gibt es zwar auch viele Reize. Aber letztendlich wiederholen sich ja auch die Mussteue immer wieder. Und deswegen bleibt dann in der Erinnerung hinterher doch relativ wenig davon übrig. Aber ganz ehrlich, das so eigentlich Paradox. Auf der einen Seite holen wir bei jeder freien Sekunde das Matfonoz hat Hashtag. Check nachrichten-School-Nüch Instagram. Nur damit bloß keine lange Weile aufkommt. Auf der anderen Seite sprechen gerade alle von Achtsamkeits-Training, Joghary Treats, also nicht gerade schon länger. Und wir wollen die Zeit also eigentlich bewusst erleben und lassen sie uns beim Scrollen trotzdem klauen. Wie passt denn das zusammen? Ganz ehrlich, ich finde das passt überhaupt nicht zusammen. Aber jetzt, ja man muss ja auch mal daran denken, wir entscheiden uns ja nicht immer bewusst dafür, ob wir jetzt das Smartphone weglegen oder nicht. Das sind ja oft schon so Automatismen. Dann ist es einfach irgendwie immer dabei. Und ja klar, ne? Und dann muss ich auch mal darüber reden, was machen die großen Plattformen? Die haben ja auch ihre Tricks, wie sie uns bei der Stange halten. Aber natürlich. Und Menschen, die das entwickelt haben, sind selber gar nicht am Start. Weil die genau wissen, wie süchtig das macht. Ja, wie es man häufig, ne? Dass sie auch so meinen Kind bekommen, kein Smartphone für die interessant. Ja, genau. Lasst uns da mal kurz drauf schauen. Viele von uns hängen länger am Smartphone, als sie eigentlich wollen. Jetzt haben wir gerade schon so über die Mechanismen ganz kurz gesprochen. Oder wir haben sie so angestubst. Sind wir denn trotzdem wirklich selber schuld? Nein, das sind wir nicht. Und man muss ja wissen, die Plattformen verdienen ihr Geld mit unserer Aufmerksamkeit. Und je länger wir dran bleiben, klar, ne? Dass du besser ist das eben für die. Und dafür sorgt dann eben einmal der Algorithmus, aber nicht nur. Sondern anderer Punkt sind diese endlosen Feeds, ne? Also die uns pausendlos neuen Content präsentieren. Ja, das nennt man in der Forschung auch Aufmerksamkeitsökonomie. Und unsere Zeit ist quasi eine ganz, ganz wertvolle Währung. Und deshalb finde ich, kann man das jetzt auch nicht komplett bei uns abladen. Also das wäre mir jetzt so einfach. Und die Frage ist deshalb auch, welche Verantwortung haben denn die Techkonzerne? Und was kann die Politik auch tun? Also im Moment tut sich da hier einiges, wird jetzt auch in Deutschland über Social Media-Verbot für Jugendliche nachgedacht. Das wird ja gerade diskutiert. Und da muss man jetzt mal gucken, wo die Reise hingeht. So. Und im hier und jetzt, welche Strategien können uns den ganz konkret helfen, weniger am Smartphone zu sein? Man kann sich da selbst ein bisschen austricksen. Also man kann zum Beispiel die Lieblings-Apps verstecken. Denn die würde die ganz hinten irgendwo in unseren Ordnerpaks und die immer erst rausholen muss, wenn du dann anzähnst, die gehst. Und jede kleine Hürde wirklich, die kann dabei helfen, aus diesem Automatismus rauszukommen. Also oft entscheiden wir uns ja gar nicht aktiv dafür. Und was auch noch gut ist, dass man Benachrichtigungen ausschaltet oder auch den Bildschirm auf Graustelt, weil ohne diese knalligen Farben, da sind die Apps für unser Volonungssystem nicht so attraktiv. Das weiß man auch aus Studien. Ja und das wir uns aber nochmal klarmachen. Wir können das ja bewusst, auch ich sage mal in Anführungen genießen, so ein bisschen mal durch Instagram zu scrollen. Aber dann sollte man es, wenn es geht, auch gezielt machen und sich auch Zeitfenster dafür einfach frei halten. Und den hat man unter Umständen auch mehr davon. Ja, was ich auch so krass finde, dass du gesagt hast, Zeit ist die wertvollste Währung. Und dass man sich mal überlegt, will ich die den Tech-Konzern in den Rachen schmeißen. So sozusagen meine Zeit. Ja. Und wenn man vielleicht eine Sache sieht, wie zum Beispiel bei mir halt die GANS mit dem Hund und die Besitzerin noch dazu und so, ne? Dann kann man sagen, ey, das ist toll, was ich gesehen habe und das reicht dann jetzt auch. Also gerade wenn man merkt, oh, ich bin schon wieder offen wie ich in den Social Media so. Und dann erst mal kurz in der Halten. Und weißt du was, Christiane, wie ich das mittlerweile mache mit jetzt erzähl, Iwi. Ja, ich mach das morgens jetzt so, kein Smartphone. Und stattdessen vor meinem Fenster, Zwütchern die Vögel, wir haben sogar einen Papagei gegenüber. Meine Hündin, die liegt in der Sonne und ich sitze im Schaukelstuhl, drinken, Kaffee und flöte manchmal den Papagei zurück. Oh, ich wierde es ist eine wunderbar. Ich steh mir das gerade vor und ich finde es ist ein ganz schönes Bild. Ja, ich glaube, du machst es genau richtig. Genau, deswegen, Relive ist auch super. Off besser. Ja. Und kurz noch zum Smartphone, aber wir lassen das jetzt liegen, wo es ist, wo es früher noch alle ein bis zwei Jahre neues Gerät gab für uns, sich jetzt laut dem Branchenverband "Bitkom", der Neukauf auf alle drei bis vier Jahre. Das ist gut für unser Geld und auch für die Nachhaltigkeit. Und ja, wer weiß, vielleicht wird Elektronik in der Zukunft noch viel, viel nachhaltiger mit einer ganz neuen Art und zwar mit Elektronik, die aus Pilzen hergestellt wird. Was dahinter steckt und opfelt sind tatsächlich ein super Material für unsere Zukunft hergeben können. Er fahrt ihr bei den Kolleginnen und Kollegen von Iku. Gibt's werbefrei bei ARD Sounds, überall wo es Podcast gibt und den Link zu passenden Folge. Den findet ihr ganz bequem in unseren Show Notes. Und das war's mit Quarks Daily. Für heute toll, dass ihr dabei gewesen seid. Ich bin Iwi Struhwing. Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Schichtarbeit betrifft Millionen Menschen in Deutschland und ist mit Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und Krebs verbunden.
Wissenschaftliche Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge, aber auch begleitende Faktoren wie Rauchen und ungesunde Ernährung spielen eine Rolle.
Die WHO stuft Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend ein, unter anderem wegen gestörtem Schlaf, weniger Melatonin und Vitamin-D-Mangel.
Erholung ist bei kurzfristigen Beschwerden möglich, aber chronische Krankheiten können bleiben; Risiko steigt mit Alter und Dauer der Schichtarbeit.
Individuelle Maßnahmen
Arbeitgeber-Empfehlungen
Beim Smartphone-Scrollen verlieren wir das Zeitgefühl, weil Algorithmen personalisierte Inhalte liefern und ein Flow-Erlebnis ohne klares Ende entsteht.
Summary:
Schichtarbeit ist in Deutschland weit verbreitet und betrifft etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen, wobei viele auch nachts arbeiten. Sie stellt ein Gesundheitsrisiko dar, das mit erhöhten Raten an Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und sogar Krebs verbunden ist. Die WHO bewertet Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend, da Schlafmangel das Stresssystem aktiviert, das Immunsystem schwächt und die Melatoninproduktion reduziert, was den Schutz vor Krebs verringern kann.
Allerdings sind Beobachtungsstudien vorsichtig zu interpretieren, da Schichtarbeiter häufiger rauchen, sich ungesünder ernähren und oft weniger Geld haben – Faktoren, die ebenfalls die Gesundheit beeinflussen. Kurzfristige Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sind nach einer Rückkehr zu normalen Arbeitszeiten gut überwindbar, aber chronische Erkrankungen bleiben bestehen. Um gesund zu bleiben, empfehlen Experten guten Schlaf, soziale Kontakte und einen gesunden Lebensstil.
Arbeitgeber sollten vorwärts rotierende Schichten, maximal drei Nachtschichten hintereinander, ausreichende Pausen und Mitbestimmung bei der Planung ermöglichen. Ein weiteres Thema ist das Zeitgefühl am Smartphone: Beim Scrollen durch soziale Medien verlieren wir die Zeit, weil Algorithmen nahtlos passende Inhalte liefern und ein Flow ohne Ziel entsteht, wodurch Minuten wie Sekunden erscheinen.
FAQs
Ja, man kann viele Jahre im Schichtdienst arbeiten und gesund bleiben, auch wenn Schichtarbeit ein Gesundheitsrisiko darstellt. Bestimmte Faktoren wie Schlaf, soziale Kontakte und ein gesunder Lebensstil können das Krankheitsrisiko deutlich reduzieren.
Schichtarbeit, insbesondere Nachtschichtarbeit, ist mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen, Krebs und Zyklusstörungen verbunden. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend ein.
Menschen in Schichtarbeit rauchen häufiger, ernähren sich ungesünder und haben oft weniger Geld zur Verfügung, was zusätzlich die Gesundheit beeinflussen kann. Diese Faktoren können das Krankheitsrisiko erhöhen, sind aber nicht direkt durch die Schichtarbeit verursacht.
Kurzfristige Beschwerden wie Schlafmangel, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können sich nach einem Wechsel zu normalen Arbeitszeiten gut erholen. Bereits entwickelte Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes bleiben jedoch bestehen.
Achten Sie auf guten Schlaf, vermeiden Sie Koffein und Alkohol kurz vor dem Schlafengehen, pflegen Sie soziale Kontakte, bewegen Sie sich regelmäßig, ernähren Sie sich gesund und holen Sie möglichst viel Tageslicht, besonders bei Frühschichten.
Arbeitgeber sollten vorwärts rotierende Schichtsysteme wählen, maximal drei Nachtschichten hintereinander planen, mindestens elf Stunden Pause zwischen Schichten gewährleisten, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen anbieten und Beschäftigte in die Dienstplanung einbeziehen.
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