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01 | Zwischen ARTE und ZDF: Nazan Gökdemir

45m 32s

01 | Zwischen ARTE und ZDF: Nazan Gökdemir

Nasern, eine ehemalige Studierende des europäischen Medienkultur-Studiengangs (EMK), teilt in diesem Interview ihre Erfahrungen mit Studium, Beruf und kultureller Identität zwischen Deutschland und Frankreich. Sie erzählt, wie ihr Studium in Weimar und Lyon durch Austausch, Sprachlernprozesse und kulturelle Unterschiede geprägt wurde. Der Austausch mit Franzosen, insbesondere in Lyon, war ein entscheidender Faktor für ihre persönliche Entwicklung und ihr Interesse an Medien und Kultur. Im Beruf arbeitet sie bei Arte und ZDF, wo sie als Moderatorin und Journalistin tätig ist, mit einem pendelnden Lebensstil zwischen Strasbourg und Mainz. Sie betont, dass klischeehafte Vorurteile zwischen den beiden Ländern überbewertet werden und dass die Vielfalt der Menschen und deren Ansichten entscheidend ist. Ein zentrales Merkmal des EMK sei die Fähigkeit, sich kritisch und offen gegenüber der eigenen Kultur und den anderen zu verhalten. Sie empfiehlt Studierenden, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln, um ihren Berufsweg zu klären. Die Folge schließt mit der Botschaft, dass das Studium nicht nur wissenschaftliche Inhalte vermittelt, sondern auch das Leben, die Begegnung mit Menschen und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten fördert. Die Erfahrung zeigt, dass die Vielfalt und die Individualität von Menschen – unabhängig von Nationalität oder Sprache – die grundlegende Grundlage für eine erfolgreiche und menschliche Zusammenarbeit sind.

Transcription

6900 Words, 42229 Characters

German
Wie Flamete, Franco, Almond, Frankreich und Deutschland? Pluriel, E1. Schönste Zahl es 98, Kathrin, Wundi, Zwitt, 4x20. Pflanz, Pfeffer, Révé, guart! Vier die Franzosen und die Deutsch-Mittler, weil wir sind so was von guten Freunden. Der Elisabeth Rack hat viel bewegt. Es leben durch französische Reinschaften. Herzlich willkommen beim EM-Cast. Der Podcast-Bilang, die Träte de suge, passionnend. E-Bach vor Controversie. Wir sind studierende und alumnie des deutsch-französischen Studiengangs Europäische Medienkultur. Kurz EMK. Und jetzt machst du dir gemütlich und genieße diese neue Folge. Sepparty! Hallo und herzlich willkommen zum EM-Cast. Ihr hört heute die allererste Folge, welche vollständig auf Deutsch stattfinden wird. Ich bin Leonard Wandsleb und aktuell EMK-Student im dritten Semester. Ich bin Annika Wappelhorst und habe EMK Anfang 2020 beendet. Aktuell studiere ich ihr Master nachhaltige Kommunikation in der schwedischen Stadt Jan Schäpping. Für die heute Gefolge haben wir mit Nasangöckte mir gesprochen. Wahrscheinlich bin ich nicht die einzige, die schon mal Nasern als Erfolgspiel genannt hat, wenn ich mal wieder gefragt wurde. Und was macht man dann beruflich mit diesem EMK? 2001 hat Nasern begonnen, EMK zu studieren. Als der Studiengang erst seit zwei Jahren existierte. Heute arbeitet sie bei Art und beim ZDF als Nachrichtenmoderatoren und Journalistin. Dafür pendelt sie zwischen Strasbourg und Mainz. Mit Nasern haben wir über das Leben, Arbeiten und Studieren zwischen Deutschland und Frankreich gesprochen. Sie hat uns erzählt, was von EMK heute hängen geblieben ist. Wie und warum sie eigentlich Journalistin geworden ist und wie ein typischer Tag bei ihr aussieht. Außerdem werdet ihr erfahren, wie Nasern gelernt hat, vor der Kamera zu stehen und was sie aktuellen Studierenden empfiehlt. Also seid gespannt und viel Spaß beim Hören. Wir freuen uns sehr heute, dich Interviewen zu dürfen. Ich glaube, das kann man zweifellos sagen, was du die bekannteste EMK Alumnabist gibt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass fast alle Jahrgänge in den letzten Jahren zumindest einmal im Jahr nach Strasbourg fahren und dort dann auch Arte zu besuchen und meistens dann auch mit dir zu quatschen über das, was du dort so machst bei deine Arbeit. Und ich habe dich tatsächlich auch schon mal in Personen getroffen, das ist jetzt bestimmt schon drei, vier Jahre her. Beim Besuch in Strasbourg. Genau, deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute mit dir etwas genauer noch mal sprechen können. Lennard hat dich freut mich auch, da ist die Einladung. Lennard hat dich ja nicht kennenlernen können, weil er zwar im dritten Semester ist. Aber wegen Corona ist dieser Ausflug nach Strasbourg dieses Jahr ausgefallen. Genau, das hat dieses Jahr leider nicht geklappt, aber vielleicht kann man das ja noch mal nachholen. Ich studiere genau im dritten Semester jetzt, bin eigentlich in Leon, aber durch Corona. Und die Weihnachtszeit jetzt wieder in Deutschland, Interessen, in meiner Heimat. Und wo bist du denn Annika? Ich bin jetzt gerade in Bonn, auch erst seit zwei Tagen, bei meiner Familie für die Winterferien. Ich überwintere ich jetzt ein bisschen, und ja, rum ich ein bisschen aus. Und wo bist du gerade, Nasa? Also, ich bin jetzt gerade in Wiesbaden. Ich arbeite diese Woche im MCTF, deswegen bin ich in Wiesbaden. Und nächste Woche, also über Weihnachten bin ich in Strasbourg, weil ich da das Arte schon ein moderiere. Also, ich pendel zwischen diesen beiden Städten sozusagen. Und wie kommst du mit dem Lockdown so zurecht? Also, wenn ich ganz ehrlich bin, ich kriege dem Lockdown persönlich gar nicht so mit, außer, dass die Restaurants geschlossen sind. Das ist sozusagen. daran mache ich das am meisten fest, weil die Restaurantsbesuche jetzt einfach die Faktor ausfallen. Das ist auch schon seit längerer Zeit vor allem in Frankreich. Und ich muss sagen, ich arbeite relativ viel und tagsüber bin ich sowieso im Büro. Und wenn ich abends der Hause komme, dann gehe ich halt nicht interessieren, sondern koffe für mich selbst. Und gehen auch relativ zeitlich ins Bett, so dass ich gar nicht in die Versuchung komme, noch rauszugehen, wenn mich mit Freunden zu treffen. Ja, also es ist gerade eine relativ arbeitsintensive Zeit. Und deswegen merke ich dem Lockdown, wenn überhaupt am Wochenende. Und ich bin nicht sagen, dass man sich dran gewöhnt, aber dass die Restaurants jetzt zu sind. Ich weiß nicht, da hat man sich schon ein Stück weit gewöhnt, finde ich. Ja, das stimmt. Ja, dann fangen wir doch mal direkt an ein bisschen über dein EMK-Studium und deine EMK-Vergangenheit sozusagen zu sprechen. Weil uns das natürlich als EMK-Studierende, also Leonard oder als EMK-Alumnar, also mich sehr interessiert. Und du bist ja in der kleinen Stadt Gärbsen, in der Nähe von Hannover aufgewachsen. Die ist in etwa so groß wie Beimer. Und dann bist du nach dem Abi für ein Jahr nach Paris gegangen. Ist das richtig? Und das ist richtig genau. Das ist ja eigentlich ein sehr typischer Wertegang, sage ich jetzt mal, prä EMK. Ich kenne sehr viele, die auch in meinem Jahrgang das gemacht haben, irgendwie ein Gärbjör zu machen. Und dann entweder durch Frankreich zu reisen oder einen freiwilligen Dienst zu machen oder obher in Paris oder woanders in Frankreich. Ist es bei dir so gewesen, dass dieses Jahr dann deinen Wunsch so verstärkt hat, was Deutsch französisch zu studieren oder wie war das? Absolut. Ich hatte ja französisch schon in der Schule und hatte auch immer ein Fäbel für französisch. Ich hatte auch damals einen ganz, ganz tollen Lehrer Herrinho und benachem Abi. Die habe ich erst mal auf der Expo gearbeitet, die war ja 2000 in Hannover. Und da bin ich das erste Mal so in das internationale Milieu, damit so die ersten Erfahrungen gemachten, anführungsfeichen, weil halt die ganze Welt wirklich zu Gast in Hannover war. Und ich war 18 Jahre jung und fand das irgendwie total spannend und hab dann auf der Expo eine Freundin kennengelernt, die gerade aus Paris kam. Weil sie dort einen Praktikum gemacht hatte und meine Mensch, die suchen da immer deutschsprachige und englischsprachige, junge engagierte Person. Und ich sehe nicht da Kontakt hier die mal. Und das war eine PR- und Marketing-Agentur. Und ich habe mich da wirklich einfach einfach bei den gemeldet. Ich hatte dann ein Vorstellungsgespräch und wurde dann auch genommen. Und nach Ende der Weltausstellung der Expo tatsächlich für ein Jahr in Paris, hab dort gearbeitet, also ich war praktikantin. Und hab da Pressereisen für deutschen Journalisten organisiert und zwar in London. Bei britischen Museen, das war wirklich eine ganz spannende Zeit. Und also die Tate Britain, die Tate modern, die National Gallery, war da also auch schon in Kontakt mit Journalisten. Und dachte, mein Mensch, der hat einen tollen Job. Aber in dieser Zeit ist mir sozusagen bewusst geworden, dass ich irgendwas mal mit französisch und mit Kultur Medien machen möchte. Und hab mich dann in der Zeit, als ich merkte, ich muss mich jetzt relativ schnell mal umorientieren, weil das Praktikum geht ja auch nicht fünf Jahre. Hab ich angefangen zu suchen nach einem Studiengang, weil nur Romanistik wollte ich nicht studieren, das wär mir auch zu langweilig gewesen. Und bin dann irgendwie auf diese Studium gestoßen EMK. Und hab bald gesehen, es gibt halt EMK, also Medikultur und europäische Medikultur. Und hab mich dann für beide, um meine Chancen zu vergrößern, war beiden beworben und hatte dann das Glück für EMK eingeladen zu werden. Bin dann letztlich im EMK-Studiengang gelandet, was ich auch wollte. Und es ist tatsächlich so, dass mein Studienaufenthalt und meine französische Kenntnisse mir schon sehr geholfen haben. Ich würde jetzt nicht sagen, dass das ein ausschlaggebender Punkt war für diejenigen, die entschieden haben. Aber ich glaube, es hilft, wenn man französisch spricht und französisch versteht. Und als ich dann angenommen war, ich meine, oder wurde, wir sind ja ein relativ kleiner und erlesener Kreis. Ich glaube, das ist immer noch so. Ich glaube, die waren damals zwölf oder so. Hab ich mich wirklich total gefreut. Ich kannte weimar überhaupt nicht. Es war für mich ja auch meine erste Ost erfahren, muss ich sagen. Ich komme ja außer Hannover. Und ja, und hab letztlich bis heute nicht bereut EMK-Studier zu haben, ganz im Gegenteil. Das war wirklich eine unheimlich spannende Zeit, vor allem auch dieser Austausch mit Lion und der sehr prägend für mich auf war. Was ist dir dann jetzt zur Rückblickung vom EMK-Studium am meisten in Erinnerung geblieben? Also, was mich sehr geprägt hat, war wirklich diese Austausch mit Lion. Und letztlich habe ich ja die Hälfte des Studiengangs in Frankreich verbracht. Und das habe ich als sehr wertvoll empfunden. Das Eintauchen in eine andere Kultur unter Studenten sein, in eine anderen Sprache zu studieren, was natürlich auch seine Hürden hat und auch nicht immer einfach ist. Es war letztlich immer eine art permanente Challenge, die aber auch mit viel Freude und mit viel Freude auch gespickt war. Und es war auch nicht immer alles rosig. Das muss ich an der Stelle auch sagen, weil es war sehr, sehr anstrengend. Geist dich anstrengend, aber letztlich auch irgendwie physisch anstrengend. Und in Weimar hatte ich auch eine unheimlich tolle Zeit, weil Weimar, was ich mal toll fand, also die Uni ist natürlich extrem gut ausgestattet, gewesen. Und ich glaube auch immer noch, ich fand die Professoren toll. Man ist letztlich in Weimar keine Nummer. Man hat zwar eine Immatrikulationsnummer. und es ist ein bisschen schlussig. auch einen Namen. Und es ist toll, wenn die Professoren einen auch mit Namen kennen persönlich, ansprechen und es einen persönlichen Austausch gibt. Und die Wege sind kurz in Weimar, man kann unheimlich schön und damals zumindest noch günstig wohnen. Und es war alles so familiär. Also das hat mir unheimlich gut gefallen. Und damals die im Achzehn, ich weiß nicht, ob sie immer noch gibt. Der Tolle und auch Studenten, preisfreundliche Kaffee. Also im Grunde genommen ist es eigentlich ein unheimlich positives Gefühl, was ich mit diesem Studium verbinde. Ja. Und war das dann also nach Lyon gegangen bist? Ein kleiner Kulturschock für dich, auch was die Uni angeht, das ist ja schon ein andereses Lersystem in Frankreich. Absolut, ja. Also die kurzen Wege, die ich in Weimar kannte, die gab es dann ja in Lyon nicht mehr, weil man, ich habe in einer, also relativ zentral gewohnt in Lyon und musste halt wie alle anderen auch mit der mit der Entruf fahren. Und die Uni in Brom, die ist auch relativ weit weg. Ja. Und dann wurde natürlich auch immer viel gestreig in Frankreich, immer war die Frage, man steht, komm dir denn jetzt zu Uni. Und es wird auch einfach anders gelehrt. Also es ist sehr frontal, da steht jemand vorne, diktiert, erklärt oder wie auch immer, man muss alles irgendwie fleißig mit schreiben. Es ist, ich würde mal jetzt behaupten, weniger oder anders interdisziplinär. Es ist extrem verschult. Aber ich bin es trotzdem reizvoll, ich will das gar nicht schlecht reden. Ich finde es ist halt komplementär zu Weimar. Und man kann dann nach vier Jahren sagen, ich fand das eine Schulsystem besser oder Uni-System, aber ich bin trotzdem froh, wo diese Erfahrung gemacht zu haben. Und in Lyon war es halt auch nicht so persönlich In Weimar. Da war man im großen, um viel, im großen Vorlesesaal, das damit mit 100 anderen Leuten, die man nie gesehen hat. Und ja, die Inhalte waren anders. Aber letztlich muss ich sagen, bin ich froh, weil in Frankreich hatte ich Artispektakel und habe auch viel über das Kino gelernt. Ja, und ich fand das im Grunde genommen gut, also auch so wie es war letztlich. Das ist ganz interessant, weil das spiegelt ziemlich genau auch meine EMK-Efahrung wieder. Nicht zuletzt die Tatsache, dass man in den Osten zieht, was für mich dann auch der Fall war, weil ich von Bonn dann nach Weimar gezogen bin, obwohl das jetzt natürlich über 25 Jahre nach der Wiedervereinigung war bei mir. Und das war schon spannend. Und dann auch in Lyon gab es für mir auch diesen kleinen erst mal diese Umgewöhnung, also an das komplett andere System. Aber dann auch, ja, irgendwie das Wert schätzen, dass man das jetzt nochmal vergleichen kann oder verschiedene Systeme kennenlernen darf. Und bei uns gibt es ja das Bachelor- und Master-System, das heißt, wir haben drei Jahre Studium. Ich weiß nicht, wie das bei dir genau war. Das war ja wahrscheinlich ein, war das Magistor? Nee, also ich gehört, glaube ich, noch zum letzten Jahrgang, die tatsächlich in die Blom-Afflose gemacht haben. Und das war dann, also du warst vier Semester in Lyon, habe ich gelesen online. Und wir machen nur noch drei Semester in Lyon. Lagt es dann daran, dass es vier Jahre Studium waren? Genau, genau, es waren insgesamt acht Semester, äh, genau acht Semester davon, vier in Weimar und vier in Lyon. Also wirklich 5,5 die eigentlich. Ja, doch, das ist bei uns auch immer noch so nur eben drei Semester in Weimar und drei Semester in Lyon. Ja, das hat sich vielleicht ein bisschen genannt. Ja, hast du irgendwelche lustigen Anik-Doten aus deiner Weimarer oder Lyoner Zeit zu erzählen? Anik-Doten weiß ich jetzt nicht. Also ich habe in Lyon, habe ich in einer, da muss ich kurz überlegen, war es eine Sexer-Vegere, war es eine siebener-Vegere. Ich glaube, es war eine Sexer-Vegere. Ähm, da habe ich ja eine eine Sexer-Vegere gewohnt. Und es war im Kroppa-Kee. Und das war eine unheimlich schöne Altbauwohnung. Und ich habe mich da wieder gefunden mit sechs Mitbewohnern, eine Australierin, viele Franzosen, die in der Präpar waren, also in der Equal-Preparatur, die sehr, sehr, sehr, sehr viel gelernt haben. Und die meiste Zeit auch in ihren Zimmern verbracht haben. Die waren auch recht ab einer, zwei Jahre. Nee, sie waren noch jünger waren, die jetzt tatsächlich denn da. Wie alt war ich denn? Jetzt muss ich kurz überlegen. Als ich in Lyon war, ich glaube ich, 24 kommt das hin. Ja, 23, 24. Und ich glaube, die waren relativ jung. Ich glaube, die waren gerade mal 18, 19, ne? Und da gab es einen kleinen Alters-Unterschied, genau. Jedenfalls haben die sehr, sehr viel gelernt. Und jeder hatte halt ein eigenes Zimmer. Jeder hatte sein eigenes beade Zimmer und wir hatten halt eine riesengroße Küche. Und das war natürlich auch noch mal bereichern, weil ja, man hat halt gemeinsam gegessen. Ich bin auch noch mal in ein anderes, noch mal in ein anderes Schulsystem rein gerutscht, bzw. habt das so mitbekommen als als beobachterin. Der Austausch war auch intensiv. Wir haben uns gut verstanden, auch wenn es dann ein kleines kleinen Alters-Unterschied gab. Und das war natürlich irgendwie schon crazy so in so einer großen Wohnung mit mit sechs verschiedenen Menschen zusammen zu wohnen. Eine Brieken war übrigens auch noch dabei, Emily, genau. Das war einfach eine tolle Zeit, muss ich sagen. Es war gut. Und ansonsten habe ich, man ist natürlich, wenn man als ausländische Studentin irgendwo hinkommt, neigt man jeder zu, eigentlich immer unter seines Gleichen zu sein, weil es irgendwie einfach ist. Man sucht nach Rad, man fragt nach, hast du schon eine Wohnung gefunden, hast du jemanden, kannst du mir helfen, hast du einen Kontakt oder wie auf immer, oder selbst auch wenn es die, wenn es um die Seminare geht oder um die Vorlesung, man sitzt dann irgendwie oft untereinander, weil man teilt ja sozusagen das gleiche Schicksal. Und bei mir war das glaube ich ein Stück weit anders. Ich habe nicht jetzt nicht abgesündet oder so, aber ich habe immer den Kontakt wirklich zu den Franzosen gesucht. Und es ist mir dann ja auch in der Wohnung geklückt und auch bei den Studenten. Also ich habe relativ schnell in echten Zugang zu Franzosen bekommen. Und vor allem neben meiner Studienzeit oder neben meiner Zeit als Studentin, in meiner Privatzeit auch noch zu echten Lionen, was relativ selten ist. Also das wurde mir zumindest so gesagt und das hatten wir natürlich auch nochmal geholfen, nochmal die Jung von der anderen Seite kennenzulernen. Ich würde mal sagen, von einer authentischen Seite. Und jetzt hast du gesagt, dass ihr zwölf Personen deinem Jahrgang war. Das war dann ja wahrscheinlich ähnlich bei den Franzosen oder Französinnen. Bist du noch mit irgendwelchen Personen da im Kontakt mit irgendwelchen Aluminie? Wolltest du jetzt natürlich schon sehr lange her ist? Also direkt aus meinem EMK-Jagang nicht, aber mit eins, zwei Leuten aus dem Medienkultur-Jagang. Was ja jetzt eigentlich ein bisschen überraschend klingen mag. Aber irgendwie haben sich dann tatsächlich die Wege, ja, die sind dann irgendwie andere, die sind andere Wege gegangen und der Kontakt ist dann irgendwie auseinander gebrochen. Was war denn dein Bachelor-Arbeits-Thema oder dein Diploma-Arbeits-Thema? Ja, ich muss Ihnen mal kurz zurückdicken. Also ich habe eine Diploma arbeit geschrieben zum Thema Spiel-Theorie, Spiel-Theorie nach Sigmund Freud bzw. der Wahrneidpsychoronalythische Gedanken von Sigmund Freud, aber Herr Häusinger war auch zentraler Punkt in der Arbeit, der sich ja auch sehr mit Spiel-Theorie auseinandergesetzt hat. Und zwar habe ich eine eine spiel-Theoretische Betrachtung über eine spiel-Theoretische Betrachtung geschrieben und zwar über den Film "Judon von" Das ist ein französischer Film und da geht es um ein Spiel zwischen zwei Kindern, die im Laufe des Films erwachsen werden und die eine Art symbolisches Spielspielen, das heißt Kapu-Pakab, das steht für Kapablu-Pakablu, da geht es um Wetten, die halt untereinander stattfinden und die werden dann immer Mutiger und immer Lebensbedrohlicher und verlassen sozusagen das Spieltera, weil wenn die ein Spiel spielen, dann geht es nach Spielregeln und die Fragen war so ungefähr "Wann ist ein Spiel ein Spiel und wann hört das Spiel auf ein Spiel zu sein?" Und vor allem in deren Beziehungen, die werden natürlich auch erachsen und dann gibt es eigentlich auch Gefühle und dann kommt das Thema "Liebe" auch noch mit rein und darf man in der Liebe spielen und das waren halt so ein Fragen, die mich damals, die ich damals ganz spannend fand und da habe ich letztlich auch eine Filmanalyse gemacht und deren Spiel geprüft, ob das tatsächlich überhaupt noch ein Spiel war oder nicht, weil es auch Konsequenzen in das wahre Leben hat, genau, das war so ein bisschen, was mich interessiert hat. Ja, echte Triffand und eine Sache, die mich noch sehr interessiert beim Thema Deutschland und Frankreich, bevor wir dann zum nächsten Parz sozusagen übergehen und über deinen aktuellen Beruf sprechen. Du hast ja jetzt in Deutschland und Frankreich längere Zeit gelebt, was uns so Dinge, von denen du denkst, dass Deutsche sich eine Scheibe von Franzosen oder Franzosen abschneiden sollten und anders rum gibt es dann ja. Mehr im Grunde lebe ich ja immer noch in Frankreich, also ich penne ja wirklich von Woche zu Woche zwischen Wiesbaden und Strasbourg, das heißt meine Aufenthalt in Frankreich ist hat gar nicht geendet mit meinem Studium. Das habe ich sozusagen beibehalten. Ich finde solche Fragen muss ich sagen immer ein bisschen schwierig, weil man natürlich sehr auf Klischees rumreitet. Und ich arbeite hier in Beate in einer deutschen französischen Redaktion und natürlich gibt es ein paar Klischees, ja, das will ich gar nicht vernein. Aber manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Klischees aus ein bisschen Wände und auch ganz bewusst so aufrecht erhalten werden und manchmal ist es auch so, dass Klischees wirklich nur Klischees sind und ja gar nichts aussagen, weil letztlich erleben wir ja in einer Kultur und die Kultur lebt nicht von alleine, sondern von Menschen und Menschen sind unterschiedlich. Jetzt kann man natürlich sagen, es gibt Unterschiede in der Hierarchie zum Beispiel. Mein Gefühl ist schon das in Frankreich, das hat wahrscheinlich auch was, das steckt vielleicht auch in der französischen DNA drin. Das Land wird ja auch zentralisiert, bzw. zentralistisch regiert, anders als in Deutschland, dass der Chef eine Entscheidung trifft und die Wütternanführungszeichen, das ist auch alles jetzt ein bisschen zugespitzt hingenommen und abgenickt. Und in Deutschland wird dann vielleicht auch ein bisschen kontroverser darüber diskutiert und auch nochmal ein Frage gestellt, er wird im Chef vielleicht auch nochmal widersprochen, er wird vielleicht nochmal ein kreatives Brain Storm hingemacht oder wie auch immer. Solche Erfahrungen habe ich natürlich gemacht, aber die sind jetzt nicht stellvertretend oder haben keinen Anspruch auf Wahrheit oder auf Deutsch französische Repräsentativität. Also das ist eine Erfahrung, die ich gemacht habe, aber es ist immer schwierig. Also Menschen leben die Kultur, Menschen sind unterschiedlich. Was ist Deutsch, was ist französisch? Da fangen wir schon mal an. Also das ist ein extrem schwierig zu definieren, finde ich. Ja, das stimmt. Das ist auch das schöner am EMK-Studium, dass man dann diese Klische ist auch oft nicht bestätigt und das eigentlich egal ist, ob man jetzt nur noch von der französischen oder von der deutschen Seite kommt. Das Wichtige ist wirklich der Mensch an sich. Und ich denke, das ist auch was EMK uns irgendwie lärt, dass man nicht so auf Klische ist immer achten sollte. Ich glaube eigentlich schee, ich glaube eigentlich schee, das muss ich vielleicht jetzt noch hier los werden. Obwohl ich wirklich beate, sehr, sehr viele Kollegen haben die wirklich ein super Deutsch sprechen. Ich würde aber dennoch behaupten, wenn man jetzt zehn Deutsche hat und zehn Franzosen, würde ich jetzt mal behaupten, dass zehn Deutsche besser Franzose sprechen als die zehn Deutsche. Nee, die. Ich bin nicht gleich in einer Ökologie. Was ich sagen wollte, ich habe das Gefühl, dass die Deutschen dann doch eher Sprachbegabte sind als die Franzosen. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen diskriminierend, aber ich war letztlich aber zählt ist, dass Interesse an der anderen Sprache, an der anderen Kultur und vor allem der Wille. Ich gehe zunächst um Perfektionismus, aber das ist glaube ich schon etwas, was man so in Raum stellen kann. Ja, ich glaube aber auch, dass das Schulsystem oder das Universitätssystem in Frankreich da eine große Rolle spielt. Ich hatte zum Beispiel das Gefühl in den Sprachkursen in Weimar, die ich dann während des Studiums hatte. Da hatten wir irgendwie drei Stunden am Stück und haben sehr viele gesprochen und das war irgendwie so mehr. Ich lerne das jetzt um zu reisen oder Leute kennen zu lernen und in Frankreich war das ein Seminar. Man ging dahin, wie in jedes Seminar und musste das irgendwie machen, weil dabei ja Anwesenheitspflicht und irgendwie war diese Aufbau eben der Sprachkursen allein nicht so ansprechend fand ich Frankreich. Ja, auf jeden Fall. Anika, du hast jetzt was kleines vorbereitet, das spielt auch mit Klischees vielleicht ein bisschen. Ja, genau. Wir hätten eine schnelle Fragenrunde zwischendurch, die haben wir jetzt mal entweder oder genannt, EMK-Edition. Und es geht einfach darum, dass wir dir zwei Sachen sagen und du dann dich für eine entscheiden musst. Okay, wirklich. Die erste Frage ist, "Strasstburg oder Lyon"? Oh, inzwischen "Strasstburg". Okay. Spielfilm oder "Doku"? "Doku". "Weimarer Klassik" oder "Weimarer Techno". Gibt es das überhaupt? Ja. Dadurch, dass ich Weimarer Techno nicht kenne, würde ich jetzt einfach sagen, Weimarer Techno, weil's was Neues für mich wäre, müsste ich jetzt erst mal entdecken. Sehr gut. Kleinstadt oder Großstadt? Großstadt. Wein oder Bier? Wein. Baguette oder "Deutes Schwatzbrot"? Mal so mal so, zu Käse baguette. Dann "Immpark in Weimar" oder die "Key in Lyon"? Die "Key in Lyon" habe ich seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen. Ich müsste sie mir eigentlich mal wieder angucken. Den "Immpark" kenne ich ja relativ gut. Ich glaube, das ist noch gleich geblieben. Deswegen würde ich jetzt mal sagen, die "Key in Lyon". Und eine böse Frage zum Schluss, Arte oder ZDF? Manchmal muss man sich nicht für das ein oder andere entscheiden. Es geht auch beides. Das hatten wir fast an die zipiert. Aber das ist eine schöne Antwort. Ja, kommen wir nun zum zweiten Teil unseres Gesprächs, wo wir ein bisschen mehr über deinen Beruf und dein journalistisches Leben erfahren möchten. Was ja auch sicher viel mit EMK zu tun, hatte zumindest, war das denn eigentlich Zufall oder Plan, dass du Journalistin werden wolltest? Also, ich hatte in meiner Schulzeit schon so ein bisschen Kontakt mit Journalist, wo es immer das so nehmen kann. Ich habe ein paar Artikel geschrieben für die Schulerzeitung. Das war nicht immer interessant. Also, ich bin dann sich ein sehr neugieriger Mensch und sehr, sehr gerne im Austausch mit Menschen. Das war schon immer so. Und ich wusste, ich möchte später mal im Beruf haben, wo ich viele Menschen kennenlernen kann, wo der Austausch auch da ist. Und als ich dann die gesagt nach Paris gegangen bin und dann gemerkt, okay, also irgendwas mit Medien, soll es wirklich sein und französisch und Kultur. Und ich dann diese Zusage vom EMK Studium "Hazze", habe ich während der Zeit während der Studiengangs sehr viele Praktika gemacht, um halt auch zu gucken, was bedeutet das überhaupt, wenn man Journalistin wird oder was bedeutet, es tatsächlich auch in dem Newsbereich zu arbeiten. Hab mich dann relativ schnell auch bei vielen Fernsehsendern für ein Praktikum beworben. Und ja, und hatte dann auch eine Zusage in ZDF. Das war immer erwährend, der meine Praktika waren immer während der Semesterferien, was mir sehr gut gefallen hat. Und da habe ich schon gemerkt, das kann ich mir gut vorstellen, das interessiert mich. Daraufhin war ich dann in meiner Zeit in Lihung, war ich bei Euro News, die haben mir den Sitz da. Das war auch eine wichtige und interessante Erfahrung. Da hat sich sozusagen dieser Wunsch in mir spürte, noch mal auch ein Stück weit verfestigt und war dann auch noch mal im Radio, beim Salernischen Rundfunk auch bei Nachrichten. Und da wusste ich schon letztlich, ich will irgendwas mit Journalismus machen. EMK ist aber kein Journalismusstudiengang. Denn noch werden finde ich gewisse Grundlagen gelernt, von denen ich auch heute immer noch zähre oder auch profitiere. Und als ich denn nach Studien, den Studiengang abgeschlossen hatte, da muss ich sagen, war ich schon auch ein Stück weit verunsichert. Also ich hatte meinen Abschluss in der Tasche und dachte, Mensch, was ich jetzt mache, das mache ich denn jetzt damit. Also, Geistes Wissenschaftler gibt es ja die Strand am Meer. Und es gab echt so eine Zeit lang, wo ich das gefühlt habe, ich habe so ein bisschen professionell Arbeitslosigkeit studiert. Weil man kann zwar kritisch denken, aber was macht man damit? Und ich wusste, ich will jetzt nicht irgendwie in einem Verlag arbeiten und hatte aber auch immer einen Pable für Politik. Und da habe ich dann ganz spontan in Weimar selbst bei zwei Europa-Abgeordneten beworben und bei denen wurde ich auch angenommen bei beiden. Und habe mich dann wenige Monate später in Brüssel wiedergefunden. Also in einem sehr europäischen, milieux, politischen Milieu. Und die Arbeit hat mir unheimlich gut gefallen. Und da wusste ich dann auch noch nicht so her, was mache ich jetzt? Ist das jetzt eine Entscheidung für die Politik? Oder ist das jetzt eine Entscheidung gegen die Gegenden Journalismus? Oder kann man das vielleicht beides miteinander kombinieren? Und hatte mich dann auch in der Zeit, weil ich gesehen habe, dass das ZDF zum Volontariat ausbildet oder wieder Volontariat Plätze hat, habe ich nicht im ZDF beworben. Hatte mich im Vorfeld übrigens auch bei der ARD beworben. Bin da auch in eine nähere Auswahl bekommen. Aber was hat dann letztlich dann nicht gekauft bei einem sananischen Rundfunk oder beim SR? Ja und dann wurde ich im ZDF tatsächlich eingeladen und habe es dann auch geschafft. Da gibt es auch, ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber es gibt ja sehr, sehr viele Bewerber und auch nur eine sehr geringe Anzahl von Personen, die genommen werden. Also ähnlich wie bei EMK und hatte halt das Glück und bin dann halt von Brüssel nach Mainz gezogen. weil ich in Brüssel selbst auch schon gearbeitet hatte in einem europäischen Kontext, also nicht im Europaparlament, aber in direkt für die Gesellschaft, für internationale Zusammenarbeit, da damals noch GTZ und ja, war dann sehr, sehr, sehr glücklich, als ich die Zusage hatte. Und als ich dann in Mainz angekommen bin und das Voluntariat angefangen hatte, wusste ich, okay, das ist jetzt hier der Beginn einer hoffentlich journalistischen Karriere. Aber die Praktiker während des Studiengangs haben mir natürlich unheimlich geholfen, nicht wieder zu finden, beziehungsweise zu wissen, was ich wirklich möchte. Deswegen kann ich jedem nur empfehlen, dass diese Mesterferien zu nutzen und Praktika zu machen. Also ohne Praktika wird es wirklich schwierig. Für alle eben Karler*innen, die journalistisch tätisch werden möchten, macht Praktika. Genau. Du hast gerade von deinem Redaktionsvoluntariat geredet. Da hast du ja sicher die Grundlinken journalistischen Dinge gelernt, was vielleicht Sprechtraining angeht und vor der Kamera zu stehen, ist das richtig? Also das Voluntariat dauert insgesamt 18 Monaten und besteht aus Praxisphasen und Theoriephasen. Und in diesen Theoriephasen lernt man unheimlich viel vom Texten für Dokumentation, für Reportagen. Die hatten auch eine VJ-Ausbildung, das heißt, du kriegst die Kamera in die Hand gedrückt und kriegst auch Einführungen in den Schnitt. Wir hatten auch Sprechtraining. Es gab tatsächlich auch 1-2 Wochen, wo wir auch wirklich vor der Kamera standen und auch Moderation geschrieben haben. Genau. Und in den Praxisphasen waren wir dann in den jeweiligen Redaktionen eingebettet, haben viel beobachte Duften, aber auch selber machen. Und ja, das war eine tolle Zeit. So, wirklich 18 Monate ging sehr, sehr schnell vorbei, war aber auch sehr anstrengend. Was ich auch ganz interessant finde, ist, dass Du ja aus der Nähe von Hannover kommst, was ja in Deutschland so angeprisen wird als die Hochburg des Hochdeutschen. Denkst Du, dass Du immer schon sehr Hochdeutsch gesprochen hast oder gab es bei diesem Voluntariat vielleicht doch noch Dinge, die Du gelernt hast, die deutlich auszusprechen oder so. Also, Sprechtraining war unheimlich wichtig und ja, ich habe da auch sehr viel gelernt. Ich glaube aber, die Tatsache, dass ich aus Hannover komme, hat mir schon ein Stück weit geholfen, weil vieles, was man vielleicht erlernen musste in der Aussprache, habe ich vielleicht unbewusst schon indegehabt. Das kann ich jetzt irgendwie gar nicht so richtig definieren, weil das, was man per See kann in Anführungszeichen, muss man ja nicht mehr anleern und deswegen gehört zum Ressourcenbauen so dazu, sage ich jetzt einfach mal. Was mir aber immer sehr, sehr wichtig war, es gibt ja, das ist euch bestimmt auch schon mal aufgefallen, es gibt ja eine gewisse Sprechart. Das hat sich so und also vor allem bei Beiträgen. Manchmal fällt mir das auch als Zuschauerin noch sehr auf. Ich finde es hat sich in den letzten Jahren so ein bisschen geändert. Ich finde, der Sprechduktus ist, es hat sich normalisiert. Und mir war das auch immer sehr, sehr wichtig, dass die Ansprache zum Zuschauer und auch der Zuschauerin sehr normal klingt. Das versuche ich auch in mein Moderation, dass meine Moderation narrativ sind. Also in der Moderation versuche ich eine Geschichte zu erzählen, also eine wahre Geschichte, keine Fake-Geschichte, die auch eine gewisse Spannungsbogen hat, aber natürlich objektiv und auch Fakten basiert ist, ganz klar. Die in der Ansprache aber auch leicht zu verstehen ist und auch den Zuschauer auch berührt in Anführungszeichen. Und vor allem auch das oberste Gebot ist, die Moderation muss verständlich sein. Und je normaler ich spreche, desto besser ist es. Ich gebe das sozusagen zurück, was ich auch von einem Moderator erwarten würde, wenn ich auf der Couch abends um 22 Uhr sitze. Das ist mein persönlicher Anspruch zumindest. Du arbeitest ja jetzt als Journalist und Moderatorin bei Art und bei MCTF, wie sieht denn da so dein Tagesablauf aus mit dem ganzen Pendeln? Ja, genau. Also im Januar beginne ich ja jetzt mein Zehntes Jahr, bei Arte, da moderiere ich das Arte schon seit zehn Jahren. Und wenn ich die Artewoche habe, dann beginnt der Arbeitstag so, ich sag jetzt mal so gegen 10 Uhr und 10 und 30 haben wir unsere Redaktion-Sitzungen mit dem deutsch-französischen Team. Besprechen wir ganz grob die Themen des Tages, die sich aber natürlich auch noch mal ändern können. Um 14 und 30 haben wir eine zweite Redaktion-Sitzung, da werden die Themen näher definiert. Wir haben bereits schon gewisses Bildmaterial, wir wissen ungefähr, in welche Richtung sozusagen die Sendung geht. Und dann schreibe ich, also die aktive Schreibezeit findet sozusagen zwischen 15 und 18 Uhr statt. Und davor les ich mich natürlich ein und so weiter. Und gegen 18 und 30 gehe ich dann schnell in die Maske, dann werde ich geschwingt, dann sehe ich mich um. Und um 19 Uhr beginnt die Probe, die dann auch so ungefähr 15 Minuten dauert. Und um 19 und 20 sind wir auf Sendung. Und dann moderiere ich die Sendung, 20 Minuten lang. Und ja, und danach findet ihr die französische Sendung statt, in einem gleichen Studium, mit einer anderen Kollegin, aber mit den gleichen Inhalten. Und nach ihrer Sendung findet dann um 20 Uhr 10 ungefähr, dass die Brief statt, also die Besprechung, die Nachbesprechung der Sendung, wo wir dann alle noch mal zusammenkommen, die Sendung Review passieren, sagen was gut war, was nicht gut war. Das ist dann auch noch mal so eine Momente der kritischen Stellungnahme und jeder sagt, wie sein Eindruck der Sendung war. Das ist sozusagen der ganz klassische grobe Ablauf eines Artetages in Strasbourg. Und wenn ich ZDF Woche habe, ich moderiere ja jetzt seit September, das sollte schon ein Update. Vorher hatte ich eine andere Sendung, wie es vorum am Freitag, da habe ich also viel getreten. Und habe also Beiträge gemacht, aber jetzt bin ich, wie gesagt, er bei ZDF Update, bzw. heute schon ein Update. Und da sieht der Tagesablauf ein bisschen anders aus. Also der Tag beginnt eigentlich damit, mit Nachrichten, Lesen, Hören, sobald man aufgestanden ist. Und um 12 Uhr wird mit den CVDs, mit dem CVD und der Planerin sprechen wir uns kurz und sagen, das sind die Themen des Tages. Wir wollen gescheiten, haben wir immer Ideen, wir gehen den Ablauf durch. Und um 14.30 Uhr wird dann noch einmal eine Sitzungsstadt mit der größeren Runde, auch mit den Kollegen des heute schon als. Wir wird über beide Sendungen gesprochen. Und um 16 Uhr bin ich dann im Sender. Um 17 Uhr 15 Uhr gibt es noch eine Besprechung. Und dann wird dann die Sendung wirklich fest zuguzurt. Es bleibt natürlich offen für aktuelle Ereignisse. Aber da wissen wir ungefähr, mit denen wir schalten, wann das Schaltgespräch stattfindet, ob wir eine Voraufzeichnung machen. Und dann wird geschrieben und geschrieben und geschrieben. Er wird die Aktualität im Auge behalten. Und je nachdem wann wir dann auf Sendungen sind, das kann man früher immer später sein, bin ich dann. Ja, so gegen halb zwölf, manchmal auch um zwölf, manchmal auch um halb eins auf Sendung. Es ist also ein sehr langer Tag. Und das Licht wird dann zugeknipsst, um. Ich würde mal sagen, um halb zwei, zwei Uhr morgens. Oh wow. Das ist also ein ganz anderer Arbeitsrhythmus. Und du sagst, es wird geschrieben, geschrieben, geschrieben. Das heißt, du schreibst die Beiträge auch selbst, die du dann im Nachrichtenmagazinen dann sprichst. Die Moderation. Genau, also ich schreibe alle Moderation selber. Das sage ich hier auch noch das Clip und Klaven. Weil ob wir das. also wir sind ja keine spreche Rinnen, sondern wirklich Moderatoren. Und die Texte werden geschrieben. Sie werden gegengelesen vom CVD, das stimmt. Aber schreibe durch sie selbst. In 2016 hast du ja an einer Dokumentation mitgewirkte Ropasmuslime mit dem Islamkritiker Hamid Abdesamad bist du durch Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien gereist. Die habe ich mir letztens angeguckt. Es war sehr, sehr interessant und beeindruckend. Und ich habe da paar Fragen, wie kam es denn dazu, dass du damit gewirkt hast? War das deine Idee? Und wie läuft denn so eine Dokuh überhaupt ab? Es ist ja wirklich ein riesiger Aufwand. Ja, das war ein ganz spannendes Projekt, das waren insgesamt vier Teile Europasmuslima. Das war eine Produktion von Arte und ZDF. Ich denke schon ein paar Jahre wieder. Das war auch nicht ganz ungefährlich, muss ich sagen. Weil Hamid Abdesamad auch Morddrohung erhält und Polizeischutz oder unter Polizeischutz leben muss. Namit, Polizeischutz? Es ist so bevor ich das heute schon an Abdeck moderiere. Also das mache ich ja jetzt seit September davor, hatte ich aber eine Sendung mit meinem Kollegen von ZDF. Und zwar habe ich für die Sendung Forum am Freitag gearbeitet. Das ist eine Sendung, das Forum am Freitag ist eine Sendung, die läuft dem ZDF auch immer noch. Vier mal im Monat und versucht die Vielfältigkeit und die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland zu zeigen. Und das habe ich gemacht, eine Sendung pro Monat. Da ging es halt um integrationspolitische Themen. Und in Islam, mit verschiedenen Muslime gesprochen, auch zu zeigen. Es gibt nicht den Islam und es gibt nicht die Muslime. Jeder hat einen unterschiedlichen Verständnis. von der Religion, weil da auch Muslime sind Menschen und jeder Mensch ist individuell und einzigartig. Und ja, Muslime sind halt kein Konformer, Monolith, den man einfach in der Schupplade stecken kann, sondern auch vielfältig in ihrer Art. So, und diese Sendung habe ich halt gemacht, mehrere Jahre im ZDF, bei ZDF Info und dann wurde ich halt gefragt, ob ich bei diesem Projekt Europas Muslime mitwirken möchte. Und das fand ich natürlich total spannend und hab gesagt, das kann ich mir gut vorstellen. Und hatte natürlich auch durch meine Vorarbeit, durch meine Recherchen, durch meine Filme, die ich ja schon gemacht habe, die Jahre davor, auch ein gewissen Stand, sag ich jetzt mal. Und auch die Sicherheitssagen, okay, da kann ich mich mitreden. Ja, und dann sind wir auf Reisen gegangen und haben wirklich, wie du schon gesagt hast, in Frankfurt, in Frankreich, in Spanien, in Borsen-Herzegorfinan, in Dänemarketret, in Deutschland. Also es war ein sehr, sehr spannendes Projekt und auch wirklich sehr bewegend. Es war sehr bereichert. Und ich kann auch nur empfehlen, jeden die Doku anzugucken. Ja, auf jeden Fall. Und Themen, die dich so privat besonders interessieren oder für die du brennt, sind es dann besonders diese Themen, also so kulturelle Vielfalt, Integration, Religionsvielfalt, Islam, oder was sind so deine Herzensthemen? Also im Grunde sind schon gesellschaftspolitische Themen, die mich sehr interessieren. In dieser Sendung vorhin am Freitag waren wir natürlich sehr fokussiert auf integrationspolitische Themen, die natürlich mit dem Islam zu tun haben. Das heißt aber nicht, dass wir nur orthodoxe Muslime interviewt haben, sondern auch Sekularemuslime. Also das ist das eigentlich schließt das andere nicht aus. Aber im Grunde genommen, wir sind hier als Journalisten, Generalisten und im Grunde interessiere ich mich für sehr, sehr vieles. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass das Sport gerade dazugehört. Ich bin jetzt keine Sport Journalistin. Aber alles was mit Menschen zu tun hat und mit Politik, das ist das, was mich interessiert. Vielleicht nochmal so eine abschließende Frage, was du alle eben Carla innen oder eben alle eben Carla innen sagen möchtest. Irgendwas, was dir noch vielleicht auf dem Herzen liegt. Also mein Tipp wäre einfach, die Studienzeit in vollen Zügen zu genießen. Die Inhalt natürlich ernst zu nehmen, aber auch nicht zu ernst. Also eine gewisse Leichtigkeit auch weiten zu lassen. Und ja, mit offenen Augen und offen im Herz. Diese Studienzeit und vor allem auch die Menschen, die einem da begegnen war zu nehmen. Und ja, einfach ein Offenwo neugierig zu bleiben. Ich glaube, das ist so ein bisschen das, was zählt. Also ich bin damit zumindest sehr gut gefahren. Sehr gut. Vielen Dank. Dass du Zeit für uns gefunden hast und bei unserer ersten EM-Kastfolge mitgewirkt hast. Das hat uns wirklich sehr gefreut. Und ich denke mal, die ganzen Leute da draußen, die wir das auch sehr interessieren. Weil es ist ja schon, bis der schon ein bisschen unser EM-Kast da. Ich weiß gar nicht, ob ich hier also ist. Ich bin das natürlich, wie sage ich, sagen. Ich freue mich natürlich, hier auch mitzuswirken. Und wie gesagt, in dem Studium habe ich ja auch sehr, sehr viel zu verdammt nicht. Ohne EM-K, wenn ich nicht da, wo ich heute bin, ist es einfach mal so. Vielleicht befällt der Krat noch was eigentlich. Das hatte ich auch teilweise in meinem Studium. Es gab so Momente, wo ich dachte, Mensch, das war jetzt keine Existenz, engste. Aber wo ich wirklich dachte, Mensch, was mache ich eigentlich nach dem Studium? Trotz der Praktiker, nur weil man ja eine Richtung einschlagen möchte, heißt es ja nicht, dass man auch die Chance bekommt, diesen Weg einzuschlagen. Und ich glaube, man darf sich von vielen auch nicht verrückt machen lassen. Also aus der Retrospektive ist das natürlich immer leicht gesagt. Weil ich habe jetzt mein Job und meine Position und bin der Entführungszeichner jetzt Safe. Aber es gibt immer irgendwie einen Weg. Und man muss letztlich seinem Gefühl, sein Bauchgefühl und auch seinen Leidenschaften letztlich folgen. Also macht das, was euch gefällt und das wird dann auch der richtige Weg sein. Ja. Das war ein schönes Schlusswort. Damit erventen wir die heutige Folge und wünschen euch allen da draußen einen schönen Tag. Und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank für die Einladung und alles Gute. Danke. Tschüss. Das war die erste Folge des neuen EMKs. Wir hoffen, es hat hier gefallen. Bei Fragen oder Anregungen zum Podcast kannst du uns gerne an [email protected] schreiben. Schön, dass du heute dabei warst. Schöne wir drüßt ihr den Berat den Ruckern die besetzen? Aber du hast was auf Spotify. Wir bedanken uns für die Unterstützung der deutsch-französischen Hochschule. Das hier war ein Podcast engagierter Mitglieder des EMK Aluminievereins. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Nasern studierte den europäischen Medienkultur-Studiengang (EMK) und arbeitet heute als Moderatorin und Journalistin bei Arte und ZDF, pendelnd zwischen Strasbourg und Mainz.
  2. Ihr EMK-Studium war prägend durch den Austausch mit Franzosen in Lyon, die kulturelle und sprachliche Herausforderungen mitbrachten, aber auch persönliche und berufliche Entwicklung förderten.
  3. Sie betont, dass EMK die Entfaltung von Kritik, Offenheit und menschlicher Vielfalt fördert und dass klischeehafte Vorurteile gegen Deutsch- und Französisch gegeben werden sollten.

Summary:

Nasern, eine ehemalige Studierende des europäischen Medienkultur-Studiengangs (EMK), teilt in diesem Interview ihre Erfahrungen mit Studium, Beruf und kultureller Identität zwischen Deutschland und Frankreich. Sie erzählt, wie ihr Studium in Weimar und Lyon durch Austausch, Sprachlernprozesse und kulturelle Unterschiede geprägt wurde. Der Austausch mit Franzosen, insbesondere in Lyon, war ein entscheidender Faktor für ihre persönliche Entwicklung und ihr Interesse an Medien und Kultur.

Im Beruf arbeitet sie bei Arte und ZDF, wo sie als Moderatorin und Journalistin tätig ist, mit einem pendelnden Lebensstil zwischen Strasbourg und Mainz. Sie betont, dass klischeehafte Vorurteile zwischen den beiden Ländern überbewertet werden und dass die Vielfalt der Menschen und deren Ansichten entscheidend ist. Ein zentrales Merkmal des EMK sei die Fähigkeit, sich kritisch und offen gegenüber der eigenen Kultur und den anderen zu verhalten.

Sie empfiehlt Studierenden, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln, um ihren Berufsweg zu klären. Die Folge schließt mit der Botschaft, dass das Studium nicht nur wissenschaftliche Inhalte vermittelt, sondern auch das Leben, die Begegnung mit Menschen und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten fördert. Die Erfahrung zeigt, dass die Vielfalt und die Individualität von Menschen – unabhängig von Nationalität oder Sprache – die grundlegende Grundlage für eine erfolgreiche und menschliche Zusammenarbeit sind.

FAQs

Das EMK-Studium fördert einen tiefen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich, ermöglicht eine gemeinsame Studiengangzeit in beiden Ländern und baut linguistische, kulturelle und persönliche Verbindungen auf.

Bei Arte beginnt der Tag mit Redaktionsgesprächen um 10 Uhr, gefolgt von Schreibarbeiten bis 18 Uhr. Danach folgt eine Probe um 19 Uhr und die Moderation von 20 Minuten. Nach der Sendung erfolgt eine Nachbesprechung.

Der Austausch ermöglicht ein tiefes Verständnis für die andere Kultur, fördert die Sprachkompetenz und hilft, Klischees zu überwinden, indem man authentische Lebensgeschichten und Erfahrungen kennt.

Viele EMK-Alumnen arbeiten als Journalistinnen und Moderatoren bei Fernsehsendern wie Arte und ZDF, nutzen ihre Erfahrungen in der europäischen Medienkultur und arbeiten zwischen Deutschland und Frankreich.

Nasern begann mit Praktika bei Fernsehsendern, arbeitete in der Redaktion von Euro News und beim Salernischen Rundfunk und entwickelte sich schrittweise zu einer Journalistin mit Erfahrung in Reportagen und Moderation.

Die französischen Studien sind sehr frontal, mit starken Anwesenheitspflichten und wenig interdisziplinär. Die Kultur des Lernens unterscheidet sich deutlich von der deutschen Universität.

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