0-3 Jahre - Väter können alles, nur nicht stillen?! (Folge 1)
27m 17s
In dieser Podcast-Folge diskutieren der Kinder- und Jugendpsychotherapeut Lars Adam und der Journalist Robert Meier die Herausforderungen und Fragen von Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren. Sie betonen, dass die ersten Lebensmonate entwicklungspsychologisch enorm prägend sind – ein Kind lernt in den ersten Monaten mehr als ein Student in vier Jahren. Bindung entsteht bereits im Mutterleib, und Väter können durch aktive Beteiligung wie Sprechen oder Singen eine enge Verbindung aufbauen, auch wenn Mütter durch die Schwangerschaft einen natürlichen Vorsprung haben. Weinen wird als normale und notwendige Kommunikation des Säuglings erklärt; es sollte nicht ignoriert werden, aber Eltern müssen nicht übermäßig reagieren. Wichtig ist eine ausgewogene Resonanz, ohne das Kind zu überreizen. Väter können heute alles außer Stillen übernehmen, und eine gleichberechtigte Aufteilung der Aufgaben – etwa beim Wickeln oder Trösten – verhindert spätere Ungleichgewichte in der Eltern-Kind-Bindung. Die Moderatoren warnen vor überhöhtem Druck, etwa beim Stillen: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass gestillte Kinder signifikant bessere Entwicklungsergebnisse erzielen. Entscheidend ist, dass Eltern auch auf ihr eigenes Wohlbefinden achten, sich Zeit für sich nehmen und psychische Belastungen nach der Geburt nicht tabuisieren. Die Folge endet mit dem Appell, offen über Schwierigkeiten zu sprechen und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen unter Druck setzen zu lassen.
* Musik * Mit Wachsen, der Psychologentorg für Eltern. Folge 1, Altersgruppe 0 bis 3. Fäter können alles nur nicht stillen. Ich sage, "Hallo Lars!" Hallo Robert. Das ist der Moment, in dem wir erst mal sagen, wer wir sind und was wir wollen, so ganz ordentlich und du fängst an. Na gut, mein Name ist Lars Adam. Ich bin Kinder und Jugendliche im Psychotherapeut in eigener Praxis hier in Köln und bin Papa von zwei Töchtern. 8 Jahre und 12 Jahre. Also ich hab ganz schön viel zu tun, aber es macht jeden Tag Spaß. Na nicht jeden Tag, aber fast jeden Tag. Privat unberuflich. Also Kinder und Jugendpsychologe. Beruflich. Privatpapa. Privatpapa. Gut, ja. Wir haben mal schon mal das allererste geklärt. Beides geht auch nicht. Ich bin Robert Meier, Journalist aus Köln. Selber keine Kinder, vielleicht ist gerade das meine Superkraft, weil ich den Blick von außen hab und deswegen auch viele Fragen mitbringen, ohne dass die von meinen eigenen Kindern beeinflusst sind. Und zum Start hab ich eine Frage an dich. Wie kannst du mir eigentlich jetzt angenommen, ich hätte Kinder helfen? Weil es ja dann doch immer so ist, dass es sehr individuell ist, wenn man sich psychologisch beraten lässt oder eben ein Problem hat. Und wir versuchen jetzt hier gerade so was zu sagen, wie das sind so Tipps, die können im Grunde alle gebrauchen, auch Leute, die du gar nicht kennst und die dich gar nicht kenn. Also völlig recht. Ich glaub, Beratung, Therapie, wenn wir so reingehen oder oder so. Oder Ratschläge, ich meine zu geben. Das ist was sehr individuelles, weil die Psychologie auch immer wieder was sehr individuelles ist. Wir versuchen immer eine Schablone irgendwo drauf zu legen und so sagen, okay, so wird's gemacht. So ist es doch richtig, wie in ganz vielen pädagogischen Radgebern mit pädagogischen Zeigefinger und so macht das doch bitte. Vollgemäder einfach und dann ist alles gut. So ist es natürlich nicht. Wir sind komplexe Wesen und wir sind individuell. Und das bedarf immer eine sehr individuelle Beratung. Das stimmt, aber manche Themen wiederholen sich und zwar sehr häufig. Und auf die versuchen wir, eine Antwort zu kriegen. Heißt also, die Menschen, die Probleme oder vielleicht Fragen haben, glauben oft, ich bin der einzige, der das so hat, aber es betrifft dann doch immer wieder viele, die die gleichen Fragen haben. Exakt, ganz genau. Und du hast ja, genacht, wir werden einfach immer älter mit jeder Folge. Also wir fangen mit Kindern an von 0 bis 3. Letzten Älter waren natürlich mit den Eltern an von diesen Kindern. Und fragen uns, was sind deren Nöte und was sind deren Fragen? Warum gerade diese Range erst mal 0 bis 3? Nöte bis 3, deswegen, weil wir wissen einfach gerade diese Altersgruppe 0 bis 2 oder 0 bis 3, da passiert unglaublich viel. Also, aus Entwicklungspsychologischer Sicht ist das ein unglaublicher Nährbohn für vieles. Ja, und da kann ganz viel gut laufen, aber es kann auch ganz viel schlecht laufen. Also ein Kind in den ersten 3, 4 Monaten, als Beispiel lernt mehr als ein Student in 4 Jahren. Ja, hängt natürlich vom Student ab. Ich hab ja manistisch studiert, bei mir wird das auf jeden Fall stimmen. Okay, und das ist ja interessant, obwohl man sicher als Mensch selber gar nicht an diese ersten Monate erinnert. Und das ist genau der Punkt, wenn ich da mal so einkreite, und das ist ja ein Mythos-File, ja, ich kann mich nicht dran erinnern, also kann es ja auch nicht so relevant sein. Und wir sind ja, ich sag manchmal in meiner Praxis, wenn Eltern kommen oder Kinder kommen oder Jugendliche kommen, das ist ja wie so eine Festblatte. Und die Festblatte, wie am Computer, die füllt sich mit der Zeit mehr und mehr. Die Erfahrung prägen uns. Und nur weil wir auf etwas nicht bewusst zurückgreifen können, heißt das ja nicht, dass es uns nicht prägt. Es ist sogar noch prägender, weil wir kein Zugang dazu haben. Also Dinge, die wir wissen, die können wir noch ein Stück weit reflektieren. Dinge, die wir nicht wissen, obwohl wir sie ja erfahren haben, die prägen uns ja auf einer sehr, sehr intensiven Art und Weise. Und das führt eigentlich schon auf das Thema Unternul sozusagen, geht das Ganze schon im Mutterleib los, wollen wir definitiv nicht mehr dran erinneren. Also, Prägung, psychische Prägung im Mutterleib. Macht es zum Beispiel Sinn, dem ungeborenen Kind vorzulesen, vorzuzingen, es gibt ganze Kurse, in denen sich Mütter treffen und ihren ungeborenen Kindern vorsehen. Ist es alles Quatsch? Nein, es ist nicht Quatsch. Also häufig hat man das so in so eine alternative Ecke gestecken, sagen ja, also der Vater mit dem Rauschelbad und dem Strickpulli und dann kommt die Gitarre und dann wird, wie heißt der Reinard Mai, keine Ahnung gesungen und dann hat das doch hoffentlich einen positiven Effekt auf das Kind. Also, das kann man natürlich am Ende des Tages nicht sagen, was das Kind daraus mitnimmt, ob es da tatsächlich Effekte gibt. Aber es gibt mit Sicherheit einen ganz, ganz großen Effekt und das ist ja fast das wichtigste, nicht nur vorgeburtlich, sondern auch wenn das Kind da ist. Und es geht um Bindung. Ja, und Frauen haben natürlich einen Bindungs, sage ich mal, Vorschuss, weil das Kind in ihn ist und dann natürlich noch mal ein ganz anderes Bonding stattfindet. Wir Väter sind, hängen da ja so ein bisschen hinterher und da kann die Gitarre der Gesang oder nur der Gesang oder nur die Gitarre oder keine Ahnung. Wir sprechen mit dem Kind, so ganz wichtig eher auf der Vater Ebene sein, weil dann entsteht ja schon Bindung. Okay, da ist ein Mainz-Zett des Vaters, also der Dreh- und Angepunkt. Nicht so sehr, was das Kind wirklich psychisch davon mitten nimmt. Das ungeborene. Vielleicht. Wir wissen es nicht. Also, das Kind kann ja nicht drüber reden später und sagen, ach das war ein guter Song. Genau. Kannst den nochmal wiederholen. Ich bin kurz vom Amabhi und so aufgeregt. Jetzt spielen auch mit ein kleines Lieblingsladen nochmal. Da kann ich so gut schlafen. Wir wissen es nicht. Aber was mit Sicherheit da ist, ist es findet ein Bonding statt auf Eltern Ebene, jetzt in dem Fall vom Vater. Und das ist mit Sicherheit positiv anzusehen. Ist eigentlich der Vater mittlerweile, vielleicht ist diese Frage im Jahr 2024 auch völlig outdated, aber steht der Vater mittlerweile auch immer mit im Kreis-Saal? Ja, zu 90 Prozent. Also bei der Geburt, ne? Ja. Ja, steht ja. Und das ist mittlerweile in der Geburtspraxis Gange und Gebel. Also früher war das anders. Da hat der Mann die Frau vor das Krankenhaus gefahren. Ist dann in die Ecknallprüge gegangen und hat gewartet, bis das Kind da war oder ist mal alle vier Stunden halb angedrungen ins Krankenhaus gelaufen. Und hat dann irgendwann die froh Botschaft erfahren, es ist ein Junge oder ein Mädchen. Und dann ist er wieder in die Ecknallprüge gegangen. Also geht auch. Ja. Ich kann jetzt niemanden, der das gemacht hat. Ich auch nicht. Okay, immerhin. Das heißt, kann man da auch schließen. Vielleicht veraltete Fragen, die wir stellen, aber dass sich Vater auch für ihre ganz jungen Neugeborenen mittlerweile genauso interessieren wie die Mütter. Absolut. Und das ist auch gut so. Da hat sich unglaublich viel getan in im Rahmen der Geburtspraxen. Und Väter sind viel interessierter. Ja, die sind, das kann ich natürlich jetzt aus meiner Erfahrung sagen, als jemand, der in so Geburtvorbereitungskursen, Männer oder Väter angehende Väter. Väter begleitet haben, die sind interessiert. Die wollen wissen, wie baue ich eine Bindung zu meinem Kind auf? Ja, was ist gut? Wie kann ich mein Kind unterstützen? Und weiß gar nicht, glaub ein Vater hat mal gesagt, ich kann noch alles außer stillen. Ja. Oder? Also da habe ich gesagt, ja, das stimmt. Du kannst alles außer stillen. Weil die meisten Väter sind ja immer so ein bisschen ja, fast schon beleidigt, wenn das Kind da ist und das Kind hat sich mal sich weh getan, dann läuft es immer zum Mutter. Also, die Mama kann ja trösten. Ja. Und der Vater steht dann und sagt, das kann ich doch auch. Oder? Warum läuft es dann immer zum Mama? Macht es das denn? Ist das so, dass Kinder dann eher zum Mutter laufen? Ja, vielleicht. Also nicht vielleicht. Ja. Bei der Steckner die Frage, wenn ich als Vater was falsch gemacht habe. Aber das hat ja, das ist ja nicht geschlechtsspezifisch, dass man sagen kann, okay, die Kinder laufen immer zu Mutter, das hat was mit der Bindung zu tun. Ja, so. Und wenn Väter von Anfang an dabei sind, sich dafür interessieren, ja, sage ich mal ganz anders in die Erziehung integriert sind und auch vor allen Dingen Mütter, die sagen, okay, wir lassen das auch zu. Ja, das ist ja noch mal ein anderer Punkt. Aber wir lassen auch zu, dass der Vater genauso mitwirken kann, dann glaube ich läuft das Kind genauso zum Vater wie zum Mutter auch. Man kann es auch, wenn man es jetzt mal negativ formuliert, würde es so auch sagen, Väter machen sich dann mittlerweile auch ein gleichen Kopf.
Wie mütter? Also in diesen ersten Tagen, Wochen und Monaten, wo man sich dann fragt, Gott, was mache ich jetzt hier mit diesem Kind? Und wo sind meine Versäumnisse? Was mache ich alles falsch vielleicht auch? Ja, absolut. - Absolut. Und wenn wir jetzt wirklich darüber reden, was wir vielleicht mitgeben können und raten können, wenn jetzt ein Kind neu da ist, dann fragt man sich doch direkt immer, "Und Gott, das will ein Wie-Präsent" muss ich denn jetzt sein. Es schreit ja sicherlich auch viel. Was muss ich alles leisten? Wie sehr muss ich mich aufopfern für dieses Kind und darf es überhaupt schreien? Das sind viele Fragen. Also, ich glaub, das fange ich mal mit der letzten an. Darf ein Kind schreien, natürlich darf ein Kind schreien. Es muss sogar schreien. Das ist das einzige, sage ich mal, Sprache und die einzige Kommunikation, die ein Kind hat. Das Kind kann ja nicht sprechen. Es kann nicht auf etwas zeigen. Und so ein Kind muss schreien und darf auch schreien. Also darf meine ich ja so darf ich es schreien lassen. Also es gab ja mal früher den Mythos, lass das Kind doch mal schreien, dann stärkt es die Lungen, dann kann das Kind so eigene Strategien entwickeln, um sich zu beruhigen und und und, dann wird aus diesem Kind im Kern ein starkes Kind, ja, und kann sich später gegen all das, was auf das Kind zukommt werden. So, und das ist, das hört sich so drastisch an, aber es ist tatsächlich so ein Stück weit aus der Nazizeit. Also lass das Kind doch mal schreien, ne? So, dann wird's wirklich so stark. Und das ist totaler Quatsch. Also es kann man nicht anders sagen, ein Kind, was schreit, braucht eine Resonanz? Ist nur die Frage, in welcher Dosis? Ja. Das ist wieder die Frage, wie sehr muss ich mich dann aufopfern? Was muss ich alles tun? Also, ich glaube, man muss gar nicht so viel tun. Erst muss man sich fragen, warum schreit ein Kind? Was könnte da vielleicht sein? Also, weil es überfordert ist, so viele Reiz auf einmal, ne? Und braucht jetzt ganz viel Ruhe und Stille. Oder es hat Hunger, oder es hat einfach Blähungen und so weiter. Also da kriegt man mit der Zeit ein Gefühl vielleicht für. Ja, aber man kann auch, sei ich mal, eine Überforderung, mit einer Überforderung beantworten. Also, der Maxiko, so wird auf die Waschmaschine gestellt. Und das Kind wird durchgeschüttelt. Ja, so, oder man kann auch durch, wenn wir Wohnen jetzt in Köln, sag ich mal durch Halbköln fahren, damit das Kind, sag ich mal, also mit dem Kind durch Halbköln fahren im Auto, damit das Kind sich beruhigt. Also, das ist vielleicht so eine Resonanz, die ist nicht unbedingt förderlich, sondern schafft auf eine, sowieso schon verhandene Überforderung noch eine oben drauf. Also, ich glaube, das Kind zu nehmen, ja, Ansicht zu nehmen. Und auch mal zu sagen, du hast einen Grund zu meckern. Und das ist auch in Ordnung so. Und es gibt Tragetücher und es gibt Manduka, wo man ein Kind so nah an sich vom Körperkontakt aufbauen kann. Das sind mit Sicherheit ganz, ganz wichtige Punkte. Und wo man sagen kann, ja, du darfst dich auch mal beschweren. Es ist auch einen wirklichen langer Tag gewesen. Okay, wenn ein Kind schreit, dann das ist vielleicht so ein Mechanismus. Hab ich aber nicht direkt was falsch gemacht. Wenn du sagst, es ist ja eben die einzige Ausdruckweise, die es hat, wenn es so ganz, ganz, ganz kleines vor allem. Und noch kein Wort sagen kann. Also ein Kind schreit, das ist erst mal. Wir kommen auf die Welt und sind sehr unselbstständig. Und wir sind, sag ich mal, im Vergleich zu andere Lebewesen, sag ich mal, im Vergleich zu Tieren und so weiter, sind wir sehr, sehr, sehr unselbstständig und in einer Abhängigkeit von unseren Eltern, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als über das Schreien uns bemerkbar zu machen. Also, wie sehr darf ich den Gedanken haben, mehr noch Räume für mich zuerkämpfen? Oder muss ich erst mal ein paar Monate weißte so richtig alles, was ich bin in dieses Kind stecken? Ja, ich glaube, es ist wichtig, präsenz zu sein für das Kind. Also, das Kind hat Bezugspersonen und die wichtigsten sind einmal Vater und Mutter. Und im Idealfall sind beide für das Kind da. So, ne? Sicher aufzuopfern, dass es mit Sicherheit nie ein guter Ratgeber, weil es geht ja auch darum, wie geht es mir? Ja, und wie geht es mir als Mutter? Wie geht es mir als Vater? Weil, wenn es mir nicht gut geht, dann ist das auch wiederum ein Nährboden, was auf die Bindung zu dem Kind geht, also im schlimmsten Falle. Das Mütter, entweder, wenn wir jetzt ein bisschen die Pathologie gehen, also in das, sag ich mal, krankhafte, dass man in so ein Baby-Bloose kommt oder in so eine postnatale Depression kommt. So, das ist natürlich ein wichtiger Punkt. Aber ganz ehrlich, das Kind wird in den ersten drei Monaten 24/7 Raum einnehmen. Das ist keine Frage. Man muss nur gucken, wie gehe ich mit Besuch um? Ja, es gibt die Wochenbettzeit und die gibt es ja nicht umsonst, sondern die ist da, um einen geschützten Rahmen zu schaffen für die werdenden Eltern oder für die Eltern, um einfach anzukommen als Familie und sich so ein bisschen einzukruven. Und da ist es so die Überlegung, wie für Besuch ist überhaupt gut in den ersten Wochen und was brauchen wir und was brauchen wir nicht? Aber klar, die Präsenz, dem Kind gegenüber, die sollte immer da sein. Ich frage, weil Eltern, die gerade ganz frisch Eltern sind, so setze sagen, ich hab nicht mal eine halbe Stunde, ich kann nicht mal duschen gehen. Und ich frage mich dann immer, kann man den Leuten dann sagen, "Duch, geh duschen?" Oder muss man dann sagen, ja, ist er so? Dann Kind braucht ich die ganze Zeit. Ja, aber im Idealfall ist natürlich ein Elternteil der Vater oder da und die Mutter kann auch mal loslassen. Das ist ja auch mal die Frage, geht das. Also, das müssen sich dann mütter oder fetter individuell beantworten, dass man sei, ich kann auch mal eine halbe Stunde loslassen und gehen mal duschen. Und natürlich, weil noch mal fetter können alles nur nicht stillen. So, und sie können übernehmen und von daher Entlassungen schaffen, ja, das ist wichtig, natürlich, klar. Auch Dinge wie, dass kleine Kind ins Bett bringen, sollte man deine Meinung nach von Anfang an aufteilen. Und ich sage gut, weil die Mutter eben stillt, übernimmt sie diesen Partner eben auch komplett. Weil es einfach ist. Wir reden ja von den ersten, seit ich mal drei Monaten und das Kind schläft, ja, hat ja noch kein Schlaffachrhythmus, das Schlafmittags schläft. Amtsnacht ist es mal vielleicht kurz wach, aber da gibt es noch nicht dieses klassische, ich bringe einen Kind ins Bett, ne? Und ich glaube, es ist immer die Frage, auch, was kann man dem anderen zutrauen? Ja, und gesellschaftlich ist das ja vorgegeben, dass sie Mütter alles machen. Wir haben, ich glaube, ich will jetzt nicht Werbung machen, aber es gibt so ein schwedisches Möbelhaus. Ja, und das sind die Einzigen, die auf der Männertulette eine Wecklkommode haben. Mhm. Das muss ich dir mal vorstellen. Also, es wird ja überall, also auf allen Frauentuletten ist eine Wecklkommode und nun nicht bei den Männern. Ja, da wird ja gesellschaftlich schon was vorgegeben. Die Frau macht das, die wirkelt. Wenn das Kind schreit, die Frau geht hin und tröße das Kind. Also da müssen Fäter sehr hinterher sein und zu sagen, nein, das mache ich. Und das fällt manchmal vielleicht auch Fättern schwer, das wirklich so diese Rolle einzunehmen und hinterher zu sein und so proaktiv zu werden. Aber ich glaube, es lohnt sich von Anfang an, weil sonst entsteht tatsächlich so, wie wir das eben genannt haben, na ja, so ein Missverhältnis, weil dann laufen wirklich irgendwann die Kinder, wenn sie mal eine Schramme am Knie haben, nur zur Mutter. Der Mutter hinterher, genau. Weil, ne? Und wenn du jetzt schon ein paar mal von Steln gesprochen hast, da wo dieses Ungleichgewicht dann eben doch noch ist, weil Steln das eben, das was der Vater nicht kann, aber muss man denn überhaupt still nicht erlebt, dass bei jungen Eltern zunehmend als glauben Frage stillen oder nicht. Ich bin da nicht der Experte. Ich merke und spüren nur in meiner Praxis, dass häufig Frauen sich sehr unter Druck gesetzt fühlen. Und Steln ist ja auch ein psychologisches Phänomen. Das heißt, ich brauche innerliche Ruhe und eine entspannte Atmosphäre überhaupt stillen zu können. Und wenn jetzt von außen so suggeriert wird, stillen ist das allerwichtigste für Sponding, für das Kind, für die weitere Entwicklung. So, wenn du nicht stillst, dann kann das Kind erst mit sechs Jahren laufen. So, ich überspitze mal, ne? Aber das setzt natürlich von enorm unter Druck. Und es gibt jetzt keine Studie, die belegt, na ja, okay, wenn Frauen stillen, dann ist das Kind schon sozusagen, überfliegt es die ersten Klassen in der Grundschule. Und dann kann es ganz früh laufen und sprechen und so. Das nicht. - Ja, so. Und fährt da, wenn gesteilt wird, ist es dann nicht so, dass die auch unweigerlich einen gewissen Nachteil haben, weil eben dieser körperliche Nähe dann doch eben mehr bei der Mutter liegt? Ja, ja. - Ja. Also vom Bonding her, ne? Also, wie gesagt, die Mutter hat ja schon Vorsprung, das Kind ist im Bauch. Und es findet ja viel früher ein Bonding statt. Das hat natürlich so, sag ich mal, was die Bindung angeht. Es ist natürlich auf jeden Fall etwas, ne? Aber. Wie gesagt, ich glaube, Fäter müssen hinterher sein. Sie müssen proaktiver werden und sagen, "Nach mal, wir können alles nur nicht stillen." Also zu sagen, okay, wenn das Kind mal schreit, du schatz, ich geh hin, ich mach das. Ja, bleibt du mal sitzen. Und wenn das Kind gewickelt wird, zu sagen, ja, ich mach das. Auch wenn ich auf die Frau und Flette muss, und schief angeguckt werde, wobei man eigentlich immer liebevoll angeschaut wird. Also geh mal mit einem Manduka, mit Dragetour oder durch die Stadt, oder durch DM. Und du wirst ganz viel flirrt, weil du wirst angelächelt. Stimmt, Männer, das ist interessant. Männer, die alleine mit kleinen Kindern unterwegs sind, kriegen immer sehr viel, sehr viel schöne Blücke ab. Bei Frauen ist es immer so ja ganz normal. Ist das so? Genau, ne? Also, wir merken anhand dieser Reaktion, das ist noch nicht ganz so üblich ist. Ja. Also, ne, von daher kann ich nur jedem empfehlen, wenn er in der Situation ist, schneid euch das Kind in ein Dragetuch und läuft durch die Stadt. Also, das tut gut. Wichtig ist, finde ich, dass wir hier auch so eine No-Taboo-Zone aufbauen. Ja, und ein Taboo, glaube ich, ist mir darfst nach der Geburt meines ersten Kindes nicht schlecht gehen. Da geht es nicht um ähmliche körperlichen Dinge, fertig sein, müde sein, klar, das ist das dawich, das wird dann ja auch immer so ruckraum, wie kann ich dir helfen. Aber ich mein psychisch, ja. Daf ist mir nach der Geburt meines Kindes auch mein psychisch schlecht gehen. Das wird es geben. Deswegen sollten wir auch darüber sprechen. Ja, absolut. Das ist ja ähnlich wie beim Stillen auch, wo man sagt, ich muss stillen, ich muss das schaffen, ich baut sich ja unglaublich viel Druck auf. Das neue Geburt auf der Welt ist dann so schnell, muss alles funktionieren, ich muss jetzt gut sein. Und da wird häufig natürlich auch so ein Stück weit vergessen, da etwas passiert und da, das ist ja was Lebensverändernis. Es ist ein einschneidendes Erlebnis. Ja. Und wenn wir uns für einen Kind entscheiden, dann entscheiden wir uns ja automatisch gegen viele andere Sachen. Mhm. Ja, so. Da passiert was mit uns. Bei der Mutter und bei dem Vater. So. Von daher ist das ein ganz wichtiger Aspekt. So, wo man sagen kann, ja, mir darf es auch schlecht gehen. Also da, glaube ich, ist nur eine tiefe Akzeptanz, erfordert sich zu sagen, ja, und auch das gehört dazu. Deswegen bin ich ja nicht ein schlechter Vater. Genau, weil das ist ja die Frage. Die ich glaube, sich viele Eltern, neue gewordene Eltern stellen, bin ich irgendwie schlechte Mutter oder schlechter Vater, bin ich X Y mache oder X Y lasse. Mhm. Was sind da eigentlich so die Hauptfrage? Warum sich neue Eltern irgendwie als schlechte Eltern empfinden? Ach, ich glaube, wir haben es verlernt intuitiv, auf das zurückzugreifen, ja, was uns beschäftigt. Es gibt unfassbar viele pädagogische Radgeber da draußen. Und wenn wir uns das durchlesen, dann fühlt man sich nach der dritten Zahl schon schlecht. Ja, also da kommen wieder dieser pädagogische Zeigefinger. Wo man sagt, "au, und das muss man erfüllen und das und was muss eine Frau alles können?" Und "Ne, was muss der Mann schon alles machen?" "Uns so weiter und so weiter?" "Das können wir ja alles gar nicht erfüllen." Ja, und Erziehung lebt ja auch von Fehlern. Also, es gibt nicht die perfekte Erziehung. Und das ist sogar, und das ist interessant auch, für das Kind gar nicht gut. Also man könnte ja denken, wenn alles perfekt läuft, wenn ich immer der pädagogische Radgeber und für jede fragene Antwort, für jede Situation angemessen auf das Kind reagiere, dann muss das doch eine Bilderbuchentwicklung sein. Nein, es ist nicht. Und es gibt schlechte Erziehungen, die hat natürlich auch Auswirkungen, aber es gibt nicht die gute Erziehung, sondern das lebt auch von Fehlern. Ist es häufig so, dass du jungen Eltern diesen Ratschlag gibst, entspannt euch ein bisschen mehr? Ich weiß nicht, ob ich das so formulieren würde, weil das ist auch ein bisschen schwierig zu sein, entspann dich. Aber ich versuche es, in diese Richtung zu intervenieren und zu sagen, klar, hör auf dein Bauchgefühl. Es gibt so diese Intuitive essen, so, wo man sagt, worauf ich Lust hab, dass es sich jetzt. Und ein bisschen ist es auch so, dass wir verlernt haben, Intuitiv auf unser Kind so zu reagieren, wie wir das gerade spüren. Und da sollten von außen die ganzen Radgeber und die vermeintlich guten Ratschläge vielleicht mal außen vorgelassen werden. Und dann sollte man auf das zurückgreifen, was man wirklich auch fühlt. Im Grunde haben wir jetzt also über die Normalität geredet. Und da gibt es aber ja auch, dass du als Kinderpsychologe am besten wissen, diese Fälle, wo ich vielleicht dann doch zu dem Schluss kommen muss, mit meinem Kind ist irgendwas nicht so ganz richtig. Und ich muss mir da vielleicht mal professionellere Hilfe suchen. Was können das für Anzeichen sein? Es gibt das Thema Schreien, es gibt das Thema Nahrung und es gibt das Thema Schlaf. So. Und in diesen drei Bereichen kann schon auch eine Aufhelligkeit entstehen. Und wir nennen das, es ist ein sehr ungemütliches, und ich finde auch sehr unpassendes Wort. Aber es ist so, wir nennen das Regulationsstörung. So. Und deswegen so wichtig, auch da gibt es natürlich Kriterien für. Man sagt so, ja gut, wann ist denn ein Kind anschreit? Das ist einmal ganz schwer, nicht ganz schwer zu beantworten, aber es ist ja auch was individuelles. Weil wir wissen einfach, ein Kind was schreit und was dauerhaft schreit. Ja, aber wirklich über ein längeren Zeitraum. In dem Fall ist es drei Stunden am Stück, am Tag, an drei Tagen in der Woche über drei Wochen. Mhm. Ja. Das ist so, ich möchte das aber so sehr, bitte nicht konkretisieren, weil das ist sehr individuell, wo jeder so eine Belastungsgrenze hat, wo er sagt, das Kind schreit so viel, ich komme da nicht mehr mitzurecht. Und dafür ist es wichtig zu sagen, da hole ich mir professionelle Hilfe, weil das geht dann auf die Bindung. Ja, und man braucht unbedingt da Unterstützung, vor allen Dingen die Eltern, um einfach so für sich so ein Timeout zu haben. Und man sagt so, ich brauche so die Auszeit für mich, um wieder angemessen und alle Quart auf das Kind zu zu gehen. Lasst, wir machen hier den Punkt. Danke fürs Reden. Danke für die Fragen. Und in der nächsten Folge gucken wir uns dann welche Alterschufe an drei bis sechs, oder? Richtig. Bis dahin. Mit Wachsen. Der Psychologentorg für Eltern.
Podcast Summary
Key Points:
Die erste Folge des Podcasts „Wachsen“ richtet sich an Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, da diese frühe Entwicklungsphase entscheidend ist.
Bindung zwischen Eltern und Kind beginnt bereits im Mutterleib; Väter können durch Sprechen oder Singen aktiv eine Bindung aufbauen.
Weinen ist die einzige Kommunikationsform des Säuglings und sollte nicht ignoriert werden; es braucht eine angemessene Resonanz, keine Überreizung.
Väter können heute alles außer Stillen übernehmen – aktive Beteiligung von Anfang an fördert eine gleichberechtigte Elternrolle.
Eltern sollten sich nicht zu sehr aufopfern; eigene Erholung (z. B. Duschen) ist wichtig, um psychisch gesund zu bleiben.
Stillen ist kein Muss – es gibt keinen Beleg für überlegene Entwicklung; Druck von außen sollte vermieden werden.
Psychische Belastungen nach der Geburt (z. B. Wochenbettdepression) sind ein Tabuthema, über das offen gesprochen werden sollte.
Summary:
In dieser Podcast-Folge diskutieren der Kinder- und Jugendpsychotherapeut Lars Adam und der Journalist Robert Meier die Herausforderungen und Fragen von Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren. Sie betonen, dass die ersten Lebensmonate entwicklungspsychologisch enorm prägend sind – ein Kind lernt in den ersten Monaten mehr als ein Student in vier Jahren. Bindung entsteht bereits im Mutterleib, und Väter können durch aktive Beteiligung wie Sprechen oder Singen eine enge Verbindung aufbauen, auch wenn Mütter durch die Schwangerschaft einen natürlichen Vorsprung haben.
Weinen wird als normale und notwendige Kommunikation des Säuglings erklärt; es sollte nicht ignoriert werden, aber Eltern müssen nicht übermäßig reagieren. Wichtig ist eine ausgewogene Resonanz, ohne das Kind zu überreizen. Väter können heute alles außer Stillen übernehmen, und eine gleichberechtigte Aufteilung der Aufgaben – etwa beim Wickeln oder Trösten – verhindert spätere Ungleichgewichte in der Eltern-Kind-Bindung.
Die Moderatoren warnen vor überhöhtem Druck, etwa beim Stillen: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass gestillte Kinder signifikant bessere Entwicklungsergebnisse erzielen. Entscheidend ist, dass Eltern auch auf ihr eigenes Wohlbefinden achten, sich Zeit für sich nehmen und psychische Belastungen nach der Geburt nicht tabuisieren. Die Folge endet mit dem Appell, offen über Schwierigkeiten zu sprechen und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen unter Druck setzen zu lassen.
FAQs
Ein Baby darf und muss sogar schreien, da es seine einzige Ausdrucksform ist. Allerdings braucht es Resonanz und Zuwendung, denn es ist ein Mythos, dass Schreienlassen die Lunge stärkt oder das Kind unabhängig macht.
Präsenz ist wichtig, aber Aufopferung ist kein guter Ratgeber. Es ist entscheidend, auch auf das eigene Wohlbefinden zu achten, da dies die Bindung zum Kind beeinflusst.
Ja, Väter können alles außer stillen. Durch aktive Beteiligung wie Wickeln, Tragen oder Trösten entsteht eine starke Bindung, auch wenn Mütter durch die Schwangerschaft einen Vorsprung haben.
Es ist nicht wissenschaftlich belegt, ob das Kind davon direkt profitiert. Der größte Effekt ist das Bonding auf Elternebene, besonders für Väter, um früh eine Bindung aufzubauen.
Ja, es ist völlig normal, sich nach der Geburt psychisch belastet zu fühlen. Darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen, ist wichtig, um postnatalen Depressionen vorzubeugen.
Stillen ist nicht zwingend notwendig für eine gute Entwicklung. Der Druck von außen kann belastend sein, aber es gibt keine Belege, dass gestillte Kinder grundsätzlich Vorteile haben.
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